Meteore 513
^ großem, oft viele Centner schweren Waffen, die vom Himmel fielen, haben in der Thate dorischen Ursprung. Noch zu Ende des 18. Jahrhunderts verlachte man diese Erzählungen alsö b^gläubische Märchen, und in der That mußte man dies, wenn man Fleischstücke, Röcke u. dgl.^. 0ln Himmel fallen ließ. Aber ein von vielen und darunter wisienschaftlich gebildeten Personen,^ vor Gericht ihre Aussagen beschworen, wahrgenommener Steinfall zu L'Aigle im südlicheneji^Ebich (1801) mußte jeden überzeugen; und gegenwärtig hat man Meteorsteine und Meteor-J? n * n Cabineten gesammelt, sie mineralogisch und chemisch untersucht, gewogen, bildlich dar-J e M u. s. w. Es finden sich in ihnen lauter Grundbestandtheile, die sich auch sonst auf unserer* e finden: Eisen, Magnesium, Nickel u. s. w., aber meistens in einem Gefüge, wie es auf dero^ve nicht vorkommt, und wir schließen daraus, daß zwar die Grundstoffe der Weltkörper imPlanetensystem wesentlich dieselben, die Zusammensetzung zu Mineralkörpern jedoch eineE.Miedene sei. Wiewol Eisen in keiner Meteormasse ganz fehlt, so wird doch der Name Meteor-sn . n nur bei solchen Mafien angewandt, die entweder reines Eisen sind oder doch nur geringeMischung enthalten.
jm An der Oberfläche sind die meisten dieser Meteoriten blasig und löcherig, wie es glühendefch ^ bbi heftiger Hitze zeigen. Bei einem Meteoriten, der durch das Strohdach eines böhmi-vf" Bauerhauses schlug, fand man dicht unter der Oberfläche eingebackenes Stroh, ein Beweis,ein ^ ^ * n halbgeschmolzenem Zustande befand, als er das Dach durchschlug. Auch hat man, l 9 e Beispiele von Feuersbrünsten, veranlaßt durch Meteorsteine. So ward z. B. ein Pachthause j Bury-St.-Edmonds in Asche gelegt. Ebenso soll zu Brera im Mailändischen ein Mönch durch" en Meteorstein getödtet worden sein.
Der älteste in der Geschichte erwähnte Meteorstein ist der vor 2300 Jahren bei Aegospota-j, 08 in Thrazien niedergefallene Stein, der, wie Humboldt vermuthet, möglicherweise noch jetztgefunden werden könnte. Khalifen sowie die Großkhane der Mongolen ließen sich SchwerterMeteoreisen schmieden; es scheint jedoch nicht, daß die aus solchem Eisen verfertigten Gegen-andere, namentlich bessere Eigenschaften verriethen als ähnliche gewöhnlicher Art. EinMder^bffer z. B., deffen Heft zwar aus dieser, die Klinge jedoch aus jener Welt stammte, verrich-f te . e die Dienste eines gewöhnlichen, und weder bessere noch schlechtere. Daß die Zahl der Meteor-kj lne / verglichen mit der der Sternschnuppen, so sehr viel geringer ist, spricht wol nicht gegensez ^ivmmengehörigkeit beider Erscheinungen. Drei Biertel der gesammten Anzahl fallen unge-^ >ns Meer oder die Binnengewässer, das klebrige größtentheilS in Wüsten, unbewohnte^i^ndeu, Waldungen u. s. w., sodaß nur weniges gefunden und noch weniger richtig erkannt^ d- Ist man doch noch jetzt in Zweifel, ob man manchen Eisemnassen, z. B. den von Pallas^ ^'Mrien gefundenen, einen terrestrischen oder meteorischen Ursprung zuschreiben soll. Wiebeii • linere Meteorstein mag beim Chausseebau zerklopft oder von der Pflugschar unerkanntoj,. e geworfen sein? Befiel hat Meteoriten als Pendel schwingen lassen, um zu entscheiden,tz^^dische und nicht irdische Körper einer Verschiedenheit rücksichtlich der Anziehung, welche sieder Erpx erfahren, ausgesetzt sind. Das Resultat war negativ, ein Unterschied von Vsaaoa(, . >n Bessel's genauen Apparaten nicht verborgen bleiben können, allein es hat sich nichtsGewissermaßen halten die Planetoiden, deren wir jetzt schon 72 kennen, das Mittelidhen dm großen Planeten und den Meteoriten. Für die großen Planeten finden wir Tausendetjj öohntausende von Meilen, für die Planetoiden 3 (Hestia) bis 58 (Vesta), für die Meteo-§ÜT endlich einige Ruthen und Fuße, öder auch noch weniger. Vielleicht werden kräftigere optischeS^ mittel und fortgesetzte Nachforschungen die Lücke zwischen dem kleinsten Planetoiden undgrößten Meteoriten noch mehr als jetzt verkleinern.ft er können also jetzt folgende Sätze feststellen. Die Meteoriten sind wahre Weltkörper klein-qg ^irnension, die sich ausnahmsweise einzeln, der Regel nach in großen Schwärmen nach dendeinen Gravitationsgesetzen um die Sonne in elliptischen Bahnen bewegen. Alle Punktei^^^vrn sind mit Massen der bezeichneten Art erfüllt; sie bilden Ringe von bedeutender^wtigkeit, un einigen Stellen sparsam, an andern vielfach reichlicher mit Meteoriten erfüllt.
ein solcher Ring von der Erdbahn durchschnitten wird, müfien die Meteoriten, wennät„ei t * )e "vch Ablauf eines Jahres diesen Punkt wieder erreicht, ihr sichtbar werden. Da meistenskwei aufeinander folgende Nächte diese Fälle zeigen und unsere Erde täglich gegen">>Ud s Meilen in ihrer Bahn fortrückt, so folgt, daß diese Schwärme eine Mächtigkeit voncitros 700000 Meilen haben müssen. Der glühende Zustand ist der Reibung an derH^värischcn Luft bei der großen Geschwindigkeit ihrer Bewegung zuzuschreiben. Wenn sie bei
und Familien-Lexikon. V.
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