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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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515
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Meteorologie 515

naAaf 5 Die£ Herbst-Tag- und Nachtgleiche ein. Je weiter ein Punkt der Erdoberfläche,-j j*, ri)m oder Süden gelegen ist, desto kleiner wird der Winkel, unter welchem die Sonnen-doft n ,. au ^ ® rbe oustreffen, d. h. desto schräger wird die Erde beleuchtet. Man sieht hiernach,^zuvörderst die geographische Breite die Art der Beleuchtung bedingt. Da nun aber die Er-b^^Ussg direct von der Richtung der Sonnenstrahlen abhängt, indem eine schräg bestrahlte Flächereäu - ££ Entfernung von der Wärmequelle immer weniger erwärmt werden wird als eine fen!='9t bestrahlte, so bedingt schon die Kugelgestalt der Erde eine Verschiedenartigkeit der Erwär-gj**9 'brer einzelnen Theile. Die unter dem Aequator gelegenen Landstriche werden bei derastE „ 3, welche wir vorhin beispielsweise angenommen haben, die heißesten sein, während eine. wähliche Verminderung der Temperatur nach Norden und Süden stattfindet. Dieser Gegenstand. bem Art. Klima ausführlicher besprochen. Wäre nun die Erdaxe senkrecht zur Erdbahnder re 'wüßte das Verhältniß der Erwärmung sich jahraus jahrein für jeden einzelnen TheilU« Erdoberfläche gleichbleiben, da dann der Stand der Sonne für jeden Theil immer derselbe^are. -stöer die Erdaxe ist gegen die Bahnebene unsers Planeten unter einem Winkel von etwak Seneigt, woraus mit Nothwendigkeit folgt, daß während des Laufs der Erde um die Sonne

. obige Verhältniß sich continuirlich ändern muß. In der That stellt sich während der Dauerde 'I ^ re§ bie Sonne der Reihe nach senkrecht über alle diejenigen Landstriche, welche zwischenn beiden Wendekreisen des Krebses und des Steinbocks gelegen sind. Dem entsprechend müffenauch die sämmtlichen übrigen Punkte der Erdoberfläche gegen die Sonnenstrahlen eine fort-ahrend sich ändernde Neigung erhalten, sodaß für jeden Parallelkreis es einen höchsten und einenUiu^" Stand der Sonne gibt; bei jenem werden die Strahlen unter dem größten, bei diesem. et dem kleinsten Winkel auffallen. Während also die Kugelgestalt der Erde die Klimate bedingt,f 1 'jW die Richtung der Erdaxe die Veränderung der Jahreszeiten hervor. Diese beiden Umstände^d Grundursachen von der Verschiedenartigkeit in der Vertheilung der Wärme auf der

b-i.^äre nun die Erdoberfläche vollkommen glatt, ohne irgendwelche Erhöhung oder Vertiefung,^mnde sich ferner weder Wafier noch Luft auf derselben, so müßte die Vertheilung eine mathe-der K genaue sein, d. h. so, daß man mit vollständiger Sicherheit für jeden Landstrich den Graddie ^ärmung zu jeder bestimmten Jahreszeit angeben könnte. Alles dies aber ist nicht der Fall;Äb^bvberfläche ist weder vollkommen glatt, noch fehlen jene beweglichen flüssigen Massen. Dieuifl ^"ng der Gebirge bringt schon einen bedeutenden Unterschied in den Erwärmungsverhält-lich ^orvor. Denn während ein von Ost nach West streichender Gebirgsrücken auf unserer nörd-Halbkugel eine beträchtliche Scheidung der Wärme schon dadurch hervorruft, daß die Son-au f ' e ' nen südlichen Abhang unter einem viel größer» Winkel auffallen als auf seinem.'ben, welcher nur theilweise oder gar nicht beleuchtet wird, so ist ein von Norden nach Süden

ej^^"ber Gebirgszug ziemlich einflußlos. Ferner wird das Weltmeer durch die Erwärmung inUnd Ernährenden Strömung erhalten, wodurch wärmere Wassertheilchen nach kältern Klimatenüwgekehrt transportirt werden. Hierdurch findet also schon eine gewisse Ausgleichung statt.^>ie 9 ^ tt£tt innerhalb des Luftmeers der letztere Umstand in viel größerm Maßstabe hervor, day/ust selbst ein sehr viel leichter beweglicher Körper ist als das Wasser. Schon geringe Tem-zqs Nschwankungen ändern die Dichtigkeit der Luft beträchtlich, sodaß sie sich bald ausdehnt, baldhx^wenzieht. Wegen der Elasticität in der Luft muß dann sofort das Streben nach Ausgleichungtreten und daher die ununterbrochenen stärker» oder schwächer» Strömungen in der Atmv-wir mit dem Namen Winde bezeichnen. Die Entstehungsursache der Winde istbxj^i^chlich in der heißen Zone, also auf demjenigen Erdgürtel zu suchen, welcher zwischen den

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, e " Wendekreisen liegt. Hier, wo die Sonne stets über emem Parallelkreise fenkrecht stellt, rst!ta k Erwärmung der Erdoberfläche die bei weitem stärkste. Die Luft muß infolge dessen eineu Verdünnung erleiden und ohne Unterlaß in ungeheuern Massen nach aufwärt-- strömen,^vrch wird das Gleichgewicht gestört, und es kann sich nur dadurch wiederherstellen, daß vonk: ^ Und Süd an der Erdoberfläche für die aufgestiegenen Luftmassen neue nach der heißen ZoneWrömen, eine Bewegung, die sich unbedingt bis nach den Polen hin fortpflanzen muß. Diegestiegene Lust aber muß wiederuni einen Abfluß haben, und da sie leichter ist als die voii denSto EU herzuströmende kalte Luft, so kann dieser Abfluß in der Regel nur oben stattfinden, und^uß er gerade nach den Orten gerichtet sein, von woher die kältere Luft herzugezogen ist,d® "ach den Polen. Durch diesen ganzen Vorgang aber wird die durch den Stand der Sonne'"gte Vertheilung der Wärme ganz auffallend modificirt und zwar hauptsächlich in dem Smne,

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