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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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519
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Meteorologie 519

3 ete 9 enen Schichten die Wärme nur durch Mittheilung erlangen,, und da vasj- kin schlechter Leiter ist, so wird auch die Mittheilung nur eine ziemlich langsame sein^ "bn. Es ist dies auch eine allgemeine Erfahrung, die man in Kellern, welche nicht zu flachin a Während bei uns der heißeste Monat der August ist, herrscht die höchste Temperatur

ei n Wcl ' em üon 20 — 40 Fuß erst im Monat October, tritt also hier zwei volle Monate späterj lange hatte die höhere Bodenwärme gebraucht, bevor sie sich bis zu dieser Tiefe verbreitenante. Ebenso ist die niedrigste Temperatur im Monat März. Und diese Erscheinungen sindanders von Wichtigkeit für die Fabrikation gegorener Flüssigkeiten. Die günstigste Zeit für dasin ^ auen $ bekanntlich der Monat März, wo die Keller am kühlsten sind, und der Wein fängt. ben Kellern an zu gären, wenn der auf dem Stock stehende geschnitten wird, das ist also An-n 9 October, während er sich die übrige Zeit ruhig verhält, weil die Temperatur des WeinkellersErü!! hoch genug ist, um eine Nachgärung zu veranlassen. Dringt man noch tiefer in denboden ein, so hört der Einfluß der äußern Wärme auf. Bei der Tiefe von 70 — 80 Fuß. .^Icht jahraus jahrein eine unveränderlich gleiche Temperatur, welche mit der mittlern Jahres-.zchammenfälll. Sie beträgt im mittlern Europa etwa 8°. Steigt man noch tiefer hinab, so^guint der Einfluß der innern Erdwärme sich geltend zu machen; es findet eine ganz gleichmäßigedwpxraturznnahme statt. .Dieser Umstand aber gehört nicht zur Lehre vom Wetter; er ist des- 'e ® en hier unberücksichtigt zu lassen. d

höher» Luftschichten sind stets kälter als die tiefern. Dies kommt einfach daher, daß die."ein durchsichtiger Körper ist, welcher nicht nur die Lichtstrahlen, sondern auch die Wärmestrahlenhindurchgehen läßt. Solche Körper nennt man Athermen. Die Luft kann also, wäh-slr s, '" ie 0on ben Sonnenstrahlen durchsetzt wird, sich selbst nicht wärmen, gerade wie die Sonnen-^Men durch ein Stück- Eis hindurchgehen können, ohne es zu schmelzen, während ein anderesEis, welches auf einer festen Unterlage liegt, sehr bald durch dieselben Strahlen geschmolzenUl) . Treffen die Sonnenstrahlen dagegen auf das feste Erdreich, so erhitzen sie diese Stelle, und."'werden die mit ihnen in Berührung stehenden LuftschichtD entsprechend erhitzt, sodaß wir dieOchste Lufttemperatur unmittelbar über dem Erdboden haben. Dasselbe kann nian beobachten,j man im directen Sonnenschein an einer stark bestrahlten Wand vorübergeht, wo die Luft-^'peratur auffallend höher ist als an einem andern ebenfalls von der Sonne beschienenen Ort,solche Wand fehlt. Im erster» Falle wird die Erwärmung der Luft von zwei Seiten,^ unten und von der bestrahlten Wand her bewirkt, im zweiten nur von unten her. WennbDn der Wärme im Schatten und in der Sonne spricht, so muß man aus diesem GrundeSingen wohl beachten, wie die Umgebungen des von der Sonne beschienenen Punktes(Sj e • ölt im weiten Umkreis um den betreffenden Punkt kein fester von der Sonne beschienener^-?bustand zu finden, so ist die Temperatur an diesem Orte genau nur ebenso hoch wie in deran einem schattigen Orte. Davon kann man sich leicht überzeugen, wenn man einei„ tlnometCT etwa 5 oder 6 Fuß hoch vor ein von der Sonne beschienenes Fenster aufhängt undhbi^"beres in ähnlicher Entfernung an einer andern Seite des Hauses, wo keine Sonne hinscheint;'»it/ ^»»Ulvmeter werden gleich hoch stehen. Hängt man dagegen das erstere Thermometer un-selbar an die Wand, so wird es plötzlich um mehrere Grade steigen, da jetzt der Einfluß deröüriuten Wand mit hervortritt.

. ^ie Abnahme der Temperatur in den höher» Schichten der Luft geht ziemlich schnell. Wenn»ickt allmählich höher erhebt, so kommt man schließlich in eine Gegend, wo die Temperaturhi? aber 0° steigt. Bon dieser Höhe an aufwärts wird folglich alles Wasser das ganze Jahrjxarch gefroren bleiben; man nennt diese Höhe die Schneegrenze. Sie liegt um so höher,das Klima des betreffenden Ortes ist. Im mittlern Europa liegt sie etwa 2700,dagegen 4800 Meter hoch.

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zweite, für uns entschieden in den Vordergrund tretende Reche von Naturerscheinungentauige, welche mit der atmosphärischen Feuchtigkect cm Zu ammenhang stehu In demk " Atmosphäre ist gezeigt, daß die Luft unter allen Umständen mct emer gewcsten Menge vonTüchtigkeit beladen stt daß es für jede Temperatur der Lust ecnen Punkt gibt, über welcheneine weitere Aufnahme von Wasserdämpfen nicht mehr stattfinden kann (Sättigungspunkt),^ aber keineswegs dieser Sättigungspunkt immer erreicht, sondern die Luft bald mehr, bald>ger von demselben entfernt ist. Hierdurch wird eine Manmchfaltcgkeit von Erscheinungen/>laßt, welche wir unter dem Namen der Hydrometeore zusammenfassen. Es gehörender Thau, der Nebel, der Reis, der Rauchfrost, die Wolkenbildung, der Regen, der Schnee,* Hagel, die Wasserhosen u. s. w., Erscheinungen, welche hauptsächlich den Charakter des Wetters