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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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531
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Milben 531

e'nTk 6 '® U cei 'i^ a ff en strebt, nicht selten die Flächenvergrößerung angegeben wird, wonach dann1 sehr schwaches Instrument einen Namen bekommt, nach welchem dasselbe für ein sehr bedeu-'kndes gelten würde.

A man ein Mikroskop aus seine Güte prüfen, so hat man, abgesehen von der mechanischen«sführnng der Theile, namentlich darauf zu sehen, daß die Bilder rein und scharf, ohne farbige^entouren erscheinen, daß ferner kleine, zart gegliederte Objecte in ihren Einzelheiten deutlich her-^treten, daß also nicht blos der Gegenstand überhaupt vergrößert, sondern auch, wie man zugen p^gt, aufgelöst wird. Dann kommt namentlich die Lichtstärke des Instruments in Frage.^ stärker die Vergrößerung wird, desto schwächer wird von»selbst das Licht, weil dann viele der-^M^lllen, die von dem Objecte ausgehen, seitlich verloren werden. Wenn man daher° stchen zwei sonst gleich guten Mikroskopen zu wählen hat, so wird man das vorziehen, welchesVergrößerung die größere Lichtstärke gibt. Um den Grad der Vergrößerung zu suchen,,' ent man ^ meistens kleiner, mikroskopischer Maßstäbe, bei denen mehrere Millimeter je in"n oder mehrere Theile getheilt sind. Diesen legt man unter die Objectivlinse und vergleicht* scheinbare Größe des Maßstabs mit einem neben das Mikroskop gehaltenen wirklichen Meter-Wab, indem man zusieht, wie sich die Theile des erstem zu denen des letztem verhalten. Bei'"'ger Uebung gelingt es leicht, das mikroskopische Bild mit dem wirklichen Maßstab gewisser-Mn zur Deckung zu bringen, wobei dann eine Vergleichung sehr gut angestellt werden kann.jjj z. B. gefunden, daß ein Millimeter des mikroskopischen Maßstabs so vergrößert wordenI? baß er 20 Centimetern des wirklichen Maßstabs entspricht, so hat man eine zweihundertfache"earvergrößerung.

^ e , r den das Mikroskop der Wiffenschaft aus dem Leben gebracht hat, ist außer-

kntlich. Wie das Teleskop die weitesten Fernen des Weltenraums unserm Blicke zugänglich^wacht hgt, so hat uns das Mikroskop eine unendlich mannichfaltige'Welt im Kleinen eröffnet.gf 1 wunderbare Bau der Organismen ist erst mit Hülfe dieses Instruments klar erkannt worden,wäre wol an eine wiffenschaftliche Ausbildung der Pflanzen- und Thierphysiologie nimmerdenken gewesen, wenn man die physikalischen Vorgänge in dem kleinen Raum der Zellen nicht's® te wahrnehmen können. Wir können mit Recht sagen, daß diese Wissenschaft erst an der' nb des Mikroskops groß geworden ist.

Milbe,! (Aeari). Kleine, oft mikroskopische, zur Klasie der Spinnenthiere (Arachnida) ge-b e J® e Thiere, deren Kopf, Brust und Leib in eine einzige Körpermasse ohne Querabtheilungenss^IwMvlzen ist. Acht Beine, in unvollkommenen Larvenzuständen auch sechs, sind an der Unter-ste ^ weist rundlichen Körpers angebracht und häufig mit ganz besondern Klammerappa-tohA ^"lluäpfen, Krallen und Haken zum Festhalten versehen. Einfache Augen, meist nur zwei,c itin s mehrere, stehen auf der obern Fläche häufig so weit zurück, daß sie die Mitte des Rückens^hwen. Die meisten haben saugende Mundtheile, in welchem Falle aber die Kiefer meist zulanzettförmigen Klingen umgewandelt sind, womit sie empfind-lich stechen können. Taster sind gewöhnlich vorhanden; Athem-werkzeuge fehlen gänzlich oder sind in Form einfacher Athem-röhren (Tracheen) vorhanden.

Alle Milben machen Larvenzustände durch. Sie kommenalle nur mit sechs Füßen aus dem Ei. Die meisten bleiben be-ständig beweglich, einige aber, wie die rothen Wassermilben(Hydrachna), haben auch einen wahrhaften Puppenzustand,in dem sie als flaschenförmige rothe Beutel an Wasserinsektenhängen.

Einige leben frei unter Steinen, im Moos, an Rinden,wie z. B. die schön scharlachrothen Erdmilben (Trombidiumholosericeum), die man so häufig in Gärten findet und auckGlücksspinnen zu nennen pflegt, oder auch im Wasser, die mei-sten aber schmarotzend auf andern Thieren oder in faulenden, vter Thierstoffen. Eine dumpfige Feuchtigkeit, Moder ist besonders

^Wickelung günstig. Bei ihrer großen Fruchtbarkeit kommen bald Millionen zusammen,e,st bemerkt man sie erst, wenn sie in dieser Weise sich gehäuft haben,älla ~ n Molchen sind einige Arten besonders wichtig.

Schmarotzer lebt auf ihm die Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei), für ein scharfes Auge

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Eüsenülbe (Acarus Siro).