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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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gerade noch als Punkt wahrnehmbar; schikdkrötenförmig, fest, mit Rückenwärzchen und langen Borsten

darin besetzt; Kopf beweglich, vordere Beine dick, etwas länger als die Hintern, das Endglied fad«förmig mit einem Haftbläschen am Ende; die bintern Beine stummelförmig mit einer langen Bor! -Sie ist die einzige Ursache der Krätze, indem sie feine Gänge unter der Oberbaut gräbt,deren Nähe durch die Reizung Pusteln entstehen. Die Eier werden in Nebensäcke an den Gäng^>gelegt. Geübte Personen finden sie leicht in ihren Gängen und graben sie mit einer Nadel au--Die einzige Jndication zur Heilung der Krätze beruht in der Tödtung der Milben und ihrer Bru 'was man jetzt auf die leichteste Weise binnen 24 Stunden bewerkstelligt. Die Fabeln von zuru^-getretener Krätze und andern: Unsinn, womit man sich früher in der Medicin trug, sind gänz-lich beseitigt seit der Entdeckung der Milbe.

In den Haarbälgen des Gesichts, besonders der Nase, lebt eine andere mikroskopische^ll(NioroZastsr niit verlängertem Hinterleibe und Klauen an den stummelförmigen Füsten-

welche durch die Reizung der Haarsäcke die sogenannten Mitesser (entzündliche Anschwellung °rHaarbälge) bedingt.. st( .

Die Räude der Schafe wird durch eine von der Krätzmilbe des Menschen verschiedene M"(Acarus ovis) bedingt, die sich nicht auf den Menschen überträgt. Auch Hunde, Katzen, RindeuPfrrde haben ihre besondern Krätzmilben. ^

Fast auf allen unsern Vorräthen, besonders auf den zuckerhaltigen Früchten leben Milben, uwzwar verschiedene Arten auf Zwetschen, Feigen, Datteln, Kirschen. Der weißliche Beschlag, weMgute Hausfrauen gewöhnlich als Zeichen der Süßigkeit und Echtheit der getrockneten Früchte, ä-der Pflaumen von Tours, ansehen, löst sich bei der Betrachtung mit der Lupe in einen HEwimmelnder Milben auf. ,

Am bekanntesten unter diesen Vorrathsmilben ist die Käsemilbe (Acarus Siro, s. die Abo4die den alten Käse in ein bräunliches Pulver verwandelt, das zuletzt nur aus ihren Masten bestes'Sie hat einige Aehnlichkeit mit der Krätzmilbe und ist von Betrügern zuweilen mit dieserwechselt worden. ,, £

Milch. Das Secret der Brustdrüsen der weiblichen Säugethiere, die Milch, bildet eine wewoder schwach gelbliche Flüssigkeit, die ihre Farbe und Undurchsichtigkeit der Gegenwart ver sognannten Milchkügelchen verdankt, die man unter dem Mikroskop als zahlreiche runde KörpEvon Vraoo —Vsoof selten von y 200 — y iso Linie Durchmesser erblickt, die in einer klaren Flüsst^keit vertheilt sind. Dieselben bestehen aus Fettröpfchen, welche von einer Hüllenmembran u>'geben sind. Letztere wird dadurch bemerkbar, daß man der Milch unter dem Mikroskop verbürgEssigsäure zusetzt, worauf, da sie die Membran löst, die Kügelchen Ausbuchtungen bekommendie Fettröpfchen austreten lassen, die sich alsdann zu größern Tropfen vereinigen. Ebensofrische Milch beim Schütteln mit Aether an diesen wenig oder kein Fett ab, wol aber, nach^man durch Zusatz Von Essigsäure oder einem andern Lösungsmittel die Membranen beseitigt ¥ ’auch läßt der mit Aether ausgezogene Rückstand der ausgetrockneten Milch unter dem Mikrel ^die Bruchstücke der Milchkügelchenhüllen erkennen. In der Milch, welche gleich nach derabgesondert wird, dem Colostrum, einer gelblichen, schleimigen, eiweißhaltigen Flüssigkeit, f* n “.sich außerdem noch unregelmäßige Conglomerate von Fettröpfchen, die Colostrumkörperchen- 15V150 — Vso oder */40 Linie Durchmesser. Diese verschwinden in der Regel gegen den vierTag, treten jedoch in acuten Krankheiten häufig wieder auf. Normale Milch enthält keine andegeformten Bestandtheile als. die hier erwähnten; bei Krankheitszuständen der Brustdrüse st'sich jedoch auch Blutkörperchen, Eiterköcperchcn, Fibringerinnfel u. s. w. In seltenen Fällen kör"',selbst fremde Organismen, Infusorien oder niedere Pflanzenformen, darin vorkommen; so wuin einer Kuhmilch, die beim Stehen blau wurde, von Fuchs ein Infusorium, Vibrio cyanogeß f|lvon Bailleul eine Bystusart gefunden. Die frisch, abgesonderte Milch hat, wenigstens be>Pfianzenfrestern und mit Pflanzenkost genährten Fleischftestern, stets eine alkalische Reell" ^Bei Fleischkost reagirt die Milch der letztern, z. B. die der Hündin, sauer, was indeffen nicht vMilchsäure, sondern von saurem phosphorsaurem Natron herrührt. Milchsäure, die man st"als normalen Bestandtheil annahm, findet sich in ftischer Milch durchaus gar nicht.die Milch einige Zeit ruhig stehen, so sondert sich an der Oberfläche eine dickliche, gelbweißeder Rahm oder die Sahne, ab, welche den größten Theil der Fettkügelchen enthält, während^untere Schicht, die abgerahmte Milch, arm daran ist und infolge besten weniger undurchsichtig , Jt |bläulicher erscheint. Bei längerm Stehen an der Luft verschwindet allmählich die alkalische Rea» ^der Milch und geht in eine saure über; beim Aufkochen gerinnt dann der Käsestoff der Milw ^sondert sich, die Fettkügelchen einschließend, von der wenig getrübten wässerigen Flüssigkell'