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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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534
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534 Milch

der weiblichen Brüste eingebetteten, nach dem Typus der Speicheldrüsen gebauten Drüse. Die-selbe ist zusammengesetzt aus 15—25 rundlich-eckigen oder birnförmigen, dicht zusammengela-gerten Lappen, deren jeder wieder aus kleinern und kleinsten Läppchen (s. Fig. 1) besteht. D>cletztern endlich sind aus den Drüsenbläschen (Fig. 1) zusammengesetzt. Dies sind rundliche oderbirnförmige Bläschen von ^— ’/ 15 Linie Durchmesser und bestehen aus einem dünnen gleich'artigen Häutchen, das im Innern von einer unten weiter zu besprechenden Zellschicht ausgekleidetist. Außen werden die einzelnen Drüsenbläschen durch Bindegewebe untereinander vereinigt,ebendasselbe ist mit den aus den vereinigten Bläschen gebildeten Lappen der Drüse der Fall-sodaß die letztere auf den ersten Blick als eine feste compacte Masse erscheint. Jedes Drüsen-bläschen mündet in einen feinen Kanal, der, wie der Stiel einer Weintraube, von zahlreichen Bläs-chen (Fig. 1) ringsum besetzt ist. Die kleimstcn Kanäle vereinigen sich zu größern U11Lso fort, bis endlich aus jedem Hauptlapp^'der Drüse ein 1 — 2 Linien dicker H aIiaaustritt, ein sogenannter Milchgan?'welcher die Richtung nach der Brustwa^niinmt. Nahe derselben, unter dem j°8 1 'nannten Warzen hose, erweitert sich if tcsolcher Gang zu eineni 2—4 Linien weiteslänglichen Säckchen, einein sogenannte'Milchsäckchen oder MilchbehälterAuS diesen treten die Milchgängc, deren beiner einem Drüsenlappen entspricht, w>^der aus, sind jedoch enger als zuvor »mgelangen so in die Brustwarze, aufoberer Fläche sie mit feinen Oeffnungenmündeir. Jeder Milchgang besteht fl "‘einer festen Faserhaut und einer inneAuskleidung von Zellen, die in den stärket'Gängen cylindrisch, in den feinern dagegen rundlich-eckig sind und endlich in die erwah"^.Zellen der Drüsenbläschen übergehen. Diese rundlich - eckigen Zellen bilden bei nicht schwänge""und nicht stillenden Frauen nur eine innere Auskleidung der Drüsenbläschen, d. h. sie stemsich als sogenanntes Epithel (s. d.) dar, während die Bläschen im übrigen von einemgelblichen Schleime erfüllt sind. Zur Zeit der Schwangerschaft jedoch schwellen diese Epithel;ei^,an, es bilden sich zahlreiche Fettröpfchcn in ihnen, und sie erfüllen vollständig den Raum ^Bläschens. Gegen das Ende der Schwangerschaft werden nun auch neue, den alten ganz ühnb !Zellen gebildet, welche die alten allmählich vorwärts drängen. Die letztern gelangen so endlichaus Ende der Ansführungsgänge und werden hier meistens in den letzten Tagen der Schwankschaft und in den ersten 3—4 Tagen nach der Entbindung entles^Diese Absonderung ist'noch keine eigentliche Milch, vielmehr e>'gelbliche Flüssigkeit, welche zahlreiche, mit Fettröpfchcn dicht ^füllte Zellen.(a, Fig. 2), daneben kleine Fettröpfchenmassen, ^ihre Zellmembran bereits eingebüßt haben (b, Fig. 2), cl,tlisolirtc Fettröpfchcn (c, Fig. 2) enthält. Diese FlüssigkeitEolvstrnm. Nach der Entbindung aber tritt bald eine lebhasi.Thätigkeit in den Drüsenbläschen ein. Aus dem dichten Haargeh^netz, das dieselben dicht umspinnt und das nun strotzender mit ^gefüllt ist, tritt reichlicher Stoss ins Innere der Bläschen ein,theils zur Bildung neuer Zellen verwandt wird, die ganz ähnlich den eben beschriebenen Eolostr".^.zellen sind und nun Milchzellen (a, Fig. 2) heißen, theils als ungeformte Flüssigkeit ZUgEmit den Milchzellen in den Kanälen weiter getrieben wird. Ehe dieselbe bis in die großen 2#%kanäle gelangt, zerfallen die Alilchzellen, ihre Membran und ihr Kern lösen sich auf, während 1ihr Inhalt sammt den Fettröpfchcn der übrigen Flüssigkeit beimengt. So entsteht die auSdurchsichtigen Flüssigkeit und zahllosen kleinen Fettröpfchcn, den sogenannten Milch kügelA.(e, Fig. 2), bestehende eigentliche Milch. Dieselbe füllt die Milchgänge und Milchsäckchenan, bis sie endlich beim Saugen des Kindes entleert wird oder infolge allzu starker Ansan>mvon selbst abfließt. Die Milchbildung kommt nicht ausschließlich bei Frauen vor, sondern g

Fig. i.

a S'-o.(,°

& r a’-o

Fig. 2.