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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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535
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Milchkur und Milchdiät 535

iu slUl ^ ^ e ‘ Männern, und es hat solche gegeben, die sogar längere Zeit ein Kind

gan * ett ^^"^ten. Fgr gewöhnlich sind bei Männern die Milchdrüsen zwar auch, doch nurDj) ""butwickelt vorhanden. Auch kommen außer den regelmäßigen Brustdrüsen bisweilen nochbor r' en an a "^ etn Körpcrtheilen, z. B. unter den Achseln, am Oberschenkel oder anderweit' welche dann während der Schwangerschaft ebenfalls Milch absondern können. Auch bei neu-^ orenen Kindern enthält die Milchdrüse häufig einige Tropfen einer milchähnlichcn Flüssigkeit,si,x stU§ schädliche Sitte entstanden ist, daß Hebammen die Brüste der Neugeborenen aus-zudrücken Pflegen.

die is 61 • sonem allgemein benutzten Nahrungsmittel, das zugleich so leicht zu verfälschen ist wie

mensche Milch, wäre es natürlich von großer Wichtigkeit, eine Methode zu besitzen,, die leicht.End 9r °^- C } lcbun 9 und ohne Zeitverlust, eine Prüfung auf seine Güte gestaltete. Man "hat zu demE verschiedene Instrumente unter dem Namen Galaktometcr oder Milchmesser vorgeschlagen,l^och bisjetzt sehr glücklich damit gewesen zu sein. Zunächst hat man das specifische Gewichts,E ^^unzeichen benutzt, indem man an einer Aräometerspindel die Punkte angab, bis zu denenDj normale Milch und in Waffer einsank, und den Zwischenraum mit einer Einteilung versah,fv, e . jedoch gänzlich unzulässig, schon deshalb, weil auch durch das Abnehmen des RahmS dasei» ^ Gewicht der Milch erhöht wird und das Instrument demnach für abgerahmte Milchei/" ^ühcrn Gehalt zeigen würde als für unabgerahmtc. Nach Jenes soll man die Milch in' er graduirten Röhre eine Zeit lang der Ruhe überlassen und die Höhe der abgeschiedenenuschicht messen. Dies ist indcsien insofern unsicher, als der Rahm an und für sich keineswegs^^<5 ist, sondern je nach der Dauer des Absehens eine größere oder geringere Menge MasterMt. Etwas zuverlässigdre Schlüste erlaubt vielleicht die Combination dieser beiden Methoden,^ j le von Chevalier und Henry vorgeschlagen ist; bestimmte Angaben darf man jedoch ebensoQjl’.! 3 davon erwarten. 9Jad) Simon werden Käsestoff und Butter vollständig durch Gallustinctur^mllt, besonders bei gelindem Erwärmen, und man soll daher die Güte der Milch durch, dasUme» einer Gallustinctur von bestimmter Stärke messen, das zur vollständigen Ausfällung»^derlich ist. Wenn aber hierbei auch Käsestoff und Butter gefällt werden, so wird dabei dochZeb s >er cr ft ere 3 ut Wirkung kommen und daher auch allein gemessen werden, während der Butter-b^^.doch weit mehr in Betracht kommt. Tonne sucht durch sein Galaktoskop die Beschaffenheiteine . Photomctrisch zu bestimmen, indem er die'Dicke der Milchschicht bestimmt, die die Flammeßlcj? ^rze dem Auge verschwinden läßt; dies wird dadurch erreicht, daß zwei unten mit Plan-"erschlossene Cylinder, zwischen denen die Milch befindlich ist, sich derartig miteinanderlC ^ e . U ^ a li eu ' daß man die beiden Plangläser in beliebige Entfernung voneinander bringen11,011 diejes Instrument auf eine Lichtquelle und blickt hindurch, so kann man leichtflx. ^dnkt bestimmen, an dem dieselbe unsichtbar wird. Wenn das diesen: Jnstrunient zu Grundesfe 6 Princip, daß nämlich die Undurchsichtigkeit der Milch in geradem Verhältniß stehe zu^-Gehalt an Milchkügelchen, was indessen erst durch directe Versuche nachzuweisen wäre, da^^wcise weniger die Gewichtsmenge als die Anzahl derselben wirksan: sein könnte, so bötekl>e: ^bthode ohne Zweifel das leichteste Mittel, den für das gemeine Leben wichtigsten Bestand-Wll bet rasch und sicher zu bestiinmen, vorausgesetzt nämlich, daß man eine constante Licht-Qh r U i an die Stelle der Kerzen setzte, welche durch ihre Ungleichheit zu den gröbsten Fehlern Ver-^»"«3 geben müssen. Vor der Hand bleibt indesten die vollständige chemische Analyse dase tf ä ‘9 e einigermaßen sichere Mittel, Verfälschungen der Milch zu erkennen; wenigstens wird est^^rlich sej„, Yen Gehalt an Trockensubstanz und an Fett zu bestimmen, wobei man sich na-kej^ ^irkierzeugen inuß, daß der erstere nicht durch freindartige Zusätze erhöht ist. Da es indesten, r^almilch gibt, sondern auch in unverdünnter Milch der Trockengehalt von 10—16 Proc.Staa U ^ aun ' ja gibt auch die chemische Analyse nur über die Güte der Milch, nicht aber auf diehaltp "ach Verdünnung bestimmte Anwort, wenn letztere sich innerhalb mäßiger Grenzen ge-" hat.

Fälle ^ ^ c,Ir und Milchdiät. Die Benutzung der Milch zu Heilzwecken hat in den allermeisten"ur die Bedeutung einer möglichst leichten, zugleich aber vollkommenen Ernährung,bähen: Grade die Milch diesen Zwecken in dem Kindcsalter entspricht, ist hinreichend be-gestE , fc ' c 2lrt. Amme und Ernährung und Pflege kleiner Kinder); in Bezug auf ErwachseneTUeEjt C jedoch die Sache vielfach anders. Erstlich ist Milch allein in spätern Jahren nichtstärke^^ichend, das Nahrungsbedürfniß vollkomnien zu decken, es müssen stets gleichzeitigdie bylhaltigc Nahrungsmittel, häufig auch noch Fleischspeisen gereicht werden; sodann sindrdauungsorgMx der Erwachsenen so vielfach gegen ihren Zustand im Kindesalter verändert.