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Mineralogie
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üb v ^ Engern Zeiträumen arbeitet. Es müssen deshalb eine Menge früherer Hypothesen^ Bildung von Mineralien, bei denen zum Theil ganz besondere und von den jetzigen ab-wende Naturkräfte eine Rolle spielen sollten, in das Reich der Fabeln verwiesen werden. Esm der Neuzeit gelungen, eine große Anzahl von Mineralien künstlich zu erzeugen, und die dabeifcttUh tCn et W* u « 8 en gestatten interessante Rückschlüsse auf die Art und Weise, wie die Bildungz>i»"c-bn Mineralien in der Natur vor sich gegangen ist. Dergleichen künstliche Mineralien wurdenGest ^bil unabsichtlich erhalten, namentlich bei hüttenmännischen Processen. So findet man imI4l ^ ber Hohöfen krystallisirtes Magneteisen, in Hohofcnbrüchen Zinkoxydkrystalle; Hohofen-(tim 6 er ^ e * nt uicht selten von der Form und Zusammensetzung des Augit. Eisenfrischschlacke5 , ^ "ach Form und chemischer Constitution vollkommen mit Rubin übcrein. In Bleiöfen tretenjs^. st zierliche Krystalldrusen von Bleiglanz und Zinkblende auf, sogar krystallisirter Feldspathtoeli! e '- nem Kupferschmelzofen beobachtet worden. Sehr groß ist die Zahl künstlicher Mineralien,sjj j Laboratorien absichtlich dargestellt wurden. Wir erwähnen nur die wohlgelungenenbta> von Ebelmen, krystaliisirte Thonerde (Korund) zu erzielen und dieselbe durch kleine Quan-^men metallischer Färbungsmittel dem natürlichen Rubin und Saphir vollständig gleichzumachen,'^me, welche für die Praxis noch von hoher Bedeutung werden können.
^ Diejenigen Mineralien, welche mit der atmosphärischen Luft, mit Wasser, mit Gasarten, wieh^dfelwasserstoff, Kohlensäure, in Berührung treten, erleiden je nach dem Grade ihrer Zersetz-^ nit unaufhörliche Veränderungen, und es entstehen aus den ursprünglichen Formen eine großedie ^cundärer Bildungen. Schreitet die chemische Zersetzung bis zum Ende fort, so zeigen
Va ^kucte eine constante chemische Zusammensetzung. Belege dafür sind: die Entstehung^-^^ellanerde aus dem Feldspath, die Entstehung des Kalks, des Serpentins, der Zeolide,7,e aus wasserfreien kohlensauren Salzen durch Aufnahme von Wasser nach bestimmten ato-J' tl i<ä)en Verhältnissen gebilvet wurden. Die entstehenden secundären Erzeugnisse bilden zuweileniJl wohlcharakterisirte krystallisirte Mineralien; so der Malachit, wie er durch Einwirkung von^^nsäurereichem Wasser auf Kupferkies und Kupferglanz entsteht; der Bleivitriol, ein Oxyda-^^product des Bleiglanzes; das weiße Bleierz, welches seine Entstehung der Einwirkung von^ Ansäure, Sauerstoff und Wasser auf Bleiglanz verdankt, und ähnliche. In den überwiegendin^. en Fällen jedoch sind die Zersetzungsproducte amorphe Gemenge von sehr wechselnder Zusam-g. n l e tsung; so die Thone, welche durch Entmischung von Feldspath, Hornblende und ähnlicheneiqx b» entstehen, die erdigen Brauneisensteine, Kupferschwärze, das Ziegelerz u. s. w. Ganz^ ^^^bmliche Zersetzungsproducte sind die Pseudomorphosen, scheinbar Abweichungen von derijJ etne ' n en Regel, daß mit einer bestimmten chemischen Zusammensetzung auch eine ganz bestimmteih^ \ S'ortn parallel geht. Die Pseudomorphosen gehören ihrem Inhalte nach zu der einen,5t,/. m nach zu einer andern Mineralspecies. Dieselben treten in großer Mannichfaltigkeit§et|<’ - l ^ re Masse hat entweder mit dem ursprünglichen Mineral einen oder mehrere BestandtheileW?"' oder sie ist durchaus abweichend. Die Pseudomorphosen der ersten Kategorie sind entwederbot ^^"ahme oder durch Hinwegführung von Bestandtheilen aus der primären Bildung her-g^^angen. Beispiele dafür liefert Gyps in Form von Anhydrit und Bleivitriol von der Würfel-an ^ des Bleiglanzes. Nicht selten tritt auch ein Bestandtheil aus und ein anderes Element^ seine Stelle. So wird in dem Gyps durch Einwirkung von Gewäsiern, welche kohlensaurees t " gelöst enthalten, die Schwefelsäure durch Kohlensäure ersetzt, das Wasser entfernt, unddasteht Kälkspath in Gypsform. Schwefelkieswürfel verlieren ihren Schwefelgehalt, nehmenSauerstoff und Wasser auf und werden zu Brauneisenstein. Ist die chemische Constitution’-ofe 1 ' .dstudomorphose durchaus abweichend von der Zusammensetzung des ursprünglichen Mine-• • Uennt man die Neubildung eine Verbrennungs-Pseudomorphose. ^ Dergleichen sind z. B.teti 3 * n der Form des Flußspaths, Gyps in der Würselgestalt des Steinsalzes. Meist charak-die Pseudomorphosen durch eine gewiffe Unfertigkeit ihrer äußern Bildung. Diebett? r" gewöhnlich matt und rauh, die Kanten und Ecken wenig scharf, die Flächen nicht seltenäHafi auch wol das Innere des Krystalls hohl. In der Regel fehlt fester Zusammenhang derE uup Durchsichtigkeit.
Zltist "^kralogie. Die Alten kannten nur eine sehr kleine Zahl von Mineralkörpern. Was unsbeut?^ Dheophrast, Plinius u. a. von Mineralien überliefert haben, beschränkt sich auf
betg . n 8 ei ) über die künstlerische Verwendung solcher Gesteine, die durch Glanz oder Farbe beson-i>N sjj| n b * e Augen fielen, und auf Fabeln über magische und medicinische Kräfte derselben. Auch1 telalter, welches überhaupt sorgfältigen naturwiffenschaftlichen Forschungen wenig günstig
° Familien-Lexikon. V.
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