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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Möbel

Mohn

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^ Algrifsen und mit dem des andern Satzes vielleicht in Form einer kürzen Erzählung verbunden^ven. Vor allen Dingen muß jedoch bei aller mnenwtechnischen Einübung die Association der~ l|tet * un 9«n benutzt werden. Au Daumen und Zeigefinger, überhaupt an die Finger der Handsjg sich Worte und Sätze leicht anknüpsen. Mit Bohnen, Linsen und Steinchen lassen sich°rte und Sätze auch für das Auge versinnlichen, sodaß ein Sinn dem andern zu Hülfe zu kom-^brmag. Die Hauptschwierigkeit der Mnemonik liegt jedoch in dem Behalten der Zahlen, dieE^chwol nur zu oft einen sehr gesuchten Wifiensartikel ausmachen. Reventlow und nach ihmhe haben in Verfolg der von Winckelmann, Leibniz und Grey betretenen Bahn für die Zahlen„,^chstaben gesetzt, diese zu Worten verbunden und aus den einzelnen Worten selbst wieder kleineten gemacht. Wir geben zu diesem Behufe das Reventlow'sche Schema:

0.

i.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

t.

t.

n.

m.

r.

s.

b.

f.

h.

seh.

pf.

■ k.

2.

d.

V.

w.

q.

82.

P-

ph.

j*

ck.

-^urch diese Substitutionen werden nun mittels hinzugenommener Vocale sogenannte nume-re Worte gebildet, in denen die ersten Consonanten und zwar höchstens die drei ersten eineDeutung als Substitutionen haben. Soll z.B. das Anfangsjahr der englischen Revolution gemerktf° kann sich die Zahl 1642 leicht an den mit dem Ereigniß selbst in näherer BeziehungWenden Namen Buckingham (b = 6, ck = 4, n — 2) anschließen. Die Substitution fürTausend füllt weg, weil hierin kaum ein Irrthum möglich ist. So lassen sich für verschiedene^vreszahlen verschiedene Namen und Wörter einstellen, die selbst wieder durch einen erzählenden^aden miteinander verbunden werden können. Auf diese Weise ist es denn auch möglich, funfzig-hundertstellige Zahlen im Gedächtniß zu behalten, indem man immer für je drei Zahlen eine^crete Vorstellung substituirt.

- Möbel. Um fein polirte Möbel ansehnlich und gut zu erhalten, ist es vorzüglich nöthig,. vor Stoßen und Reiben mit harten Gegenständen zu bewahren. Auch das täglich sich wieder-^ ^ Aufnehmen des Staubes werde mittels weicher Tücher ohne harte Nähte und Säumepichtet. Empfehlenswerth dazu sind aus weichem baumwollenen Garn gestrickte Läppchen, alte/Ne Tücher u. dgl. Das Abreiben geschehe trocken, indem man an Stellen, wo man dennJj?S vermißt, anhaucht und so lange reibt, bis sie wieder blank erscheinen. Schmuzflecke,^ au f Weise nicht beseitigen lassen, werden mit einem nur wenig angefeuchtetenTuck ^gerieben, bis der Schmuz entfernt ist, worauf man sie mit einem zweiten trockenen" so lange putzt, bis der Glanz hergestellt ist. Mit Oelfarbe gestrichene Möbel erhält man^ besten, wenn man sie nicht mit Seife, sondern nur mit einem Schwamm und lauwarmems^bnwasser abwäscht und mit stark ausgerungenen Tüchern nachtrocknet. Polstermöbel, wieUns ' ^^ristühle u. dgl., bedecke man, während die Zimmer gekehrt werden, mit Staubtüchern® kehre sie dann mit einem reinen, weichen Handstäuber ab. Das Ausklopfen bewerkstelligea j< Mit einem sogenannten Ausklopfrohr oder einem recht glatten hölzernen Lineal. Nur in^^ordentlichen Fällen bediene man sich der Bürste und auch dann nur in mäßiger Weise, dae ^)üge der Möbel sonst darunter leiden.

b Mohn. Die Gattung Papaver L., die Hauptgattung der natürlichen Familie der Papa-z^^vn, hat zwei hinfällige Kelchblätter. Die vier Blumenblätter liegen vor ihrer Entwickelung> äiegelig übereinander und geknittert. Die unterweibigen Staubgefäße sind zahllos. Der^^kknoten hat eine mehrstrahlige Narbe, die wie ein Deckel über dem meist länglichen oderdie oder nierenförmigen Körper liegt. Couliffenartig ragen wandständige Samenträger in^ Höhle hinein und sind bedeckt mit anatropen Samenknospen. Die Kapsel ist länglich, kugelig^ kenlig, unvollkommen vier- bis zwanzigfächerig, unter der Narbenscheibe mit kurzer Oeff-^!^klappe aufspringend. Die Samen sind erhaben netzig, ziemlich nierenförmig, ohne allebängsol- Der Keimling liegt im Grunde des Eiweißkörpers. Unter den Arten mit nichtL Allumfassenden Blättern nennen wir folgende drei, welche bei uns gemein sind. P. Rhoeasältei Cr 8 etne ‘ ne Klatschmohn unserer Felder, ist von steifen Haaren starr. Der Stengel ist ver-^ tr ägt meist siedertheilige Blätter mit länglich-lanzettlichen, eingeschnitten gezähnten^8ln Kelchblätter sind mit starren, abstehenden Haaren bedeckt. Die grell feuerrothen

vienblätter haben am Grunde einen schwarzen Fleck, der bisweilen fehlt. Die Staubfäden