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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Mohre

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Set Mohn wird in manchen Gegenden zu Backwerk benutzt. Wir geben hier die Vorschrift^ einer aus Mohn bereiteten Masse, welche auf Kuchen von Blätterteig, mürbem Teig oderHefenteig gestrichen und mit demselben gebacken wird. Man wässert 1 Nösel weißen Mohn eineacht vor km Gebrauch in kaltem Wasser, läßt ihn dann auf einem Haarsieb abtropfen, stößtV recht fein, vermischt ihn mit y 4 Pfd. geschälten und gestoßenen süßen Mandeln,

/» Pfd. gestoßenem Zucker, etwas gestoßenem Zimmt, vier Eidottern, drei ganzen Eiern undLHänden voll geriebener Semmel und mengt noch nach Belieben gereinigte Korinthen und' W m n "°^ lnen drunter.

, . Möhrc (Daucus L.) gehört unter die natürliche Familie der Dolden. Der Kelch hat fünfe . 1 ® öahnspitzen. Die Blumenblätter sind verkehrt-eirund, ausgeraubet, mit xinem nach innen^lchlagenen Zipfel. Die Frucht ist länglich oder oval, auf dem Rücken gedrückt; die Hauptjvcheselben sind fadig und mit Spitzchen, welche unwesentlich sind; die Nebenjoche dagegen treten<v le ftWet vor und sind geflügelt. Die Flügel in viele einzeilige Spitzchen geschlitzt. Die.^achtsäule ist frei und zweitheilig. D. Carota L. ist die gemeine Möhre, Mohrrübe, Gelbrübe,arotte. Die wildgewachsene Pflanze besitzt eine dsmne, bräunliche, halbspindelförmige Wurzel.ii^ ^^ngel ist starr, gestreift, behaart oder fast kahl, obenhin wenig beblättert. Die Blätterdd zottig oder kahl, im Umriß länglich, doppelt bis dreifach fiederschnittig mit länglichen, ein-^nchnitten gezähnten Abschnitten; die untern gestielt, die obern auf kurzer Scheide sitzend. Die

gemeinschaftliche Dolde ist lang gestielt, nachder Blüte zieht sie sich aber regelmäßig zu-sammen, weshalb auch in manchen Gegen-den die Pflanz» Vogelnest genannt wird.Die Hülle ist kürzer oder so lang als dieDoldenstrahlen, welche zahlreich, bogig, be-haart und die Blättchen jener sind weiß-häutig berandet. Die Blüten sind klein, mitstrahlenden Blumenblättern bei den äußernBlüten. Die Gipfelblüte (Mittelblüte) derDoldchen ist purpurschwürzlich. Die Dold-chen haben schmale, lineal-zugespitzte Blätt-chen, welche hautrandig und gewimpert. DieFrucht ist ellipsoidisch mit pfriemlichen Spitz-chcn, welche 1 — 3 nach außen gekrümmteHäkchen tragen. Die Pflanze hängt außer-ordentlich von dem Boden ab, der ihr wird.Wir beschrieben die Wiesenform. In dür-rem, festem Boden wird sie zwergig, auf vomMeer bespülten Felsen gedrungen und fleisch-blätterig. Durch Cultur führt man sie imfetten Boden in jene fleischwurzeligen Ab-arten über, deren Wurzeln wir als Möhremgenießen. Es ist aber eine höchst inter-essante Thatsache, daß man durch Aussaatdieser auf sterilen Boden wieder die wildeForm mit der holzigen Wurzel, etwa inZ besten Generation, erhält. Die Möhre ist in ganz Europa einheimisch, auch in einemtu,/** ^eit Asiens. Die Zucht ist eine sehr verbreitete. Kauft man den Samen, so sehe manH h* nen "^glichst starken Geruch. Will man selbst Samen züchten, so suche man im Herbst(5 a le straffsten, nicht eben dicksten Exemplare aus und lege sie den Winter über (rostfrei inin, ; ststan hüte sich aber die Sorten zu vermengen, was nicht gut thut. Sobald der Stengeltz^,"^stin Spätfrühling oder zu Sommers Beginn zu schießen beginnt, gibt man ihm einen^gin ^ an wählt zur Saatgewinnung die ersten Dolden, die sich entwickeln. Sobald die Früchte^st rti"^ ^raun zu werden, schneidet man die Dolde ab und hängt sie in den Luftzug auf. Dannan die Früchtchen und bewahrt sie recht trocken. Sie halten vier Jahre lang ihre Keimkraft.t)ci[fj e et Aussaat pflegt man die Früchte recht zwischen den Fingern zu reiben, damit die Frucht-Haus ^^inander gehen und nicht etwa vermöge. der Häkchenanhängsel ineinander sich ver-wii> Familien-Lexikon. V. 36

Die gemeine Möbre (Daucus Carota).

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