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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Molkencurei,

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Zkrungen anderer Gegenden übertragen worden, ja man hat sie sogar noch weiter ausgedehntnd alle Tertiärbildungen zur Mo l a ss e gru p p e gerechnet.

Die eigentliche Molasieformation des Alpengebiets ist nach geologischer Altersbezeichnung theils>ocän, theils miocän oder, was dasielbe ist, überhaupt neogen; sie ruht auf den eocänenummulitengesteinen in dem Flysch der Alpen und besteht, wie gesagt, vorherrschend aus Sand-it '” en von grauer oder gelblicher Färbung, sehr charakteristisch z. B. bei Luzern, wo der berühmtesbende Löwe aus einem solchen Molaffesandsteinfelsen herausgehauen tst. Zwischen diesen Sand-iu'" en ' *?* e überhaupt eine Mächtigkeit von vielen tausend Fuß erreichen, finden sich aber, alsm Theil selbst sehr mächtige, überhaupt aber doch untergeordnete Einlagerungen grober Con-d "Merate, Thon und Schicferthon, Mergel und Kalkstein sowie zahlreiche Kohlenfliitze.

^ Die Conglomerate enthalten sehr vielerlei stark abgerundete Geschiebe, besonders Kalksteine ausAlpen, und man pflegt sie in jenen Gegenden Nagelfluhe, d. h. Nagelfels, zu nennen. Der>Si besteht größtentheils aus solcher Nagelfluhe. Die Kohlenflötze erreichen selten über 2 Fußaber man kennt deren sehr viele übereinander, in den Gegenden von Miesbach, Tölz° Paisenberg sogar gegen 40, von denen indeffen nur wenige abbauwürdig sind. Ihrer Naturbilden sie ein Mittelding zwischen Braun- und Steinkohle.

Die besonders am nördlichen Alpenrand so überaus mächtige Molaffeformation zeigt hier vonnach unten folgende Gliederung: a) obere Süßwassermolasse, charakterisirt durch Helix

aisermolasse, mit einigen Kohlenlagern; e) untere Meeresmolasse, mit vielen Austern.

Die östliche Fortsetzung der alpinischen Molaffeformation enthält in Galizien, in-der Mar-ios unb j n Siebenbürgen sehr mächtige Steinsalzeinlagcrungen, z. B. bei Wieliczka, Sigeth^ Maros-Uivar.

iv Molkencliren. Die Molken erfreuen sich schon seit den frühesten Zeiten eines besondern2 ?ss in der Heilkunde; sie sollen „auflösend, umstimmend und gelind nährend" wirken, also eine({ .. n 9e heilkräftiger Wirkungen vereinigen, die sie befähigen, in sehr differenten Leiden Hülfe zu'l tcn - Es würde hier zu weit führen, aber auch zu nichts nützen, wollten wir all die Krankheitensi ^hlen, gegen welche sie gleichzeitig oder zu verschiedenen Perioden mehr oder weniger enthu-^insch empfohlen wurden, und es genügt nur zu bemerken, daß ihr Ansehen und ihre richtige^Abschätzung vielfach unter kritiklosen Anpreisungen gelitten, und daß sie insofern vielfach das^">ch'al anderer Heilmittel und Curmethoden theilten. Schon die Vereinigung so widersprechenders^^chaftcn, wie ihnen beigelegt wurde, zeigt deutlich, daß noch eine Menge anderer Einflüssesoll ben Molkencuren geltend machen müssen, wenn so differente Erfolge wirklich erzielt werden^ etl und können, und als solche sind (ähnlich wie bei den Milchcuren) zu nennen die Diät, derEnthalt in reiner, sonniger, kräftig anregender Berg- oder mild warmer Thalluft, die mehr^ minder starke gleichzeitige Körperbewegung, die von allen Geschäften freie Pflege des Körpersb der häufig gleichzeitige Gebrauch anderer Curmittel (Kräutersäfte, Mineralwäffer, Eisenprä-iellr te U ‘ ' 4 m -)- Allerdings kommt dann auf die Wirkung der Molken oft nur ein sehr kleiner,ag," verschwindender Antheil an der Cur; doch gehören trotzdem dieselben nicht zu den gleich-zogen Mitteln, welche nach Belieben angewandt werden können, indem sie, namentlich strenglz^^sührte Euren mit ihnen, in ungeeigneten Fällen selbst erhebliche Nachtheile verursachencor" 61 ' - 3hre Wirkung gründet sich auf ihren Gehalt an Milchzucker, Milchsäure und verschiedenenHuJMi. Da sie bei eigentlichen Molkencuren immer in größern Quantitäten (*/ 2 — 2 Schoppen)'It a tCarm getrunken werden, so kommt auch ihr Waffergehalt von circa 99 Proc. in Betracht. Fernertiiti gleichgültig, aus welche Weise die Molken genommen werden. Die reinste Molkenwir-l'ch ^ erhalten, wenn dieselben mit Lab bereitet werden (sogenannte süße Molken); bedient manvtt deffelben einer Säure oder eines andern Mittels, so bleibt immer mehr oder weniger vonWi? n * n ver Mölke gelöst und gibt ihr einen andern Geschmack und je nach Menge und Be-des Zusatzes auch eine andere Wirkung. Für besondere Curzwecke gibt man solchen.. ^ bereiteten Molken den Vorzug; so, wenn die Molken Verdauungsstörungen, namentlicherzeugen, setzt man Citronensäure, Cremortartari u. s. w. hinzu; bei Neigung zut Cn Alaun; um die Blutbildung ganz speciell zu fördern, schwefelsaures Eisen. Im ersternsogenannter Verdauungsschwäche läßt man neben den Molken auch Kräutersäfte (derausgepreßte Saft von Löwenzahn, Ehrenpreis, Enzian, Huflattich, Brunnenkreffe u. s. w.)

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