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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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571
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Mond 571

bei reiner Atmosphäre noch stark genug ist, um von der Erde aus mit bloßen Augen wahr-^»ommen zu werden. In der Lage Ev (erstes Viertel) ist die Hälfte der dunkeln und die Hälftehellen Mondseite der Abendseite unserer Erde zugewendet. Der Gegenreflex des Erdlichts ist^ nur noch im Fernrohre sichtbar. In der Lage 4 erblickt man schon die Mondscheibe größten-hellz erleuchtet, und seine Sichtbarkeit von der Erde aus fällt in immer spätere Stunden. SoMt der Mond bis Ym (Vollmond) fort; die ganze uns zugewendete Seite ist erleuchtet und vonY 1 . Erde aus die ganze Nacht sichtbar. Der weitere Verlauf ist nun leicht erklärlich; es ist diedes abnehmenden Mondes, dessen Sichtbarkeit in spätere Nacht- und Morgenstunden fällt,^ dessen Verminderung der Phase ganz so erfolgt wie vorhin die Vermehrung.

. Wenn sich Erde und Mond in derselben Ebene bewegten, so würde sich der Mond in Nm7°esmcll vor die Sonne stellen, in Ym jedesmal vom Schatten der Erde getroffen werden. Da’ e H, wie oben erwähnt, seine Bahn eine Neigung gegen die Erdbahn hat, so geschieht dies nur^nahmsweise, und dann gibt die Lage Ein eine Sonnenfinsterniß, die Lage Ym eine"^dfinsterniß. (S. diese besondern Artikel.)

Die vom Tage des Neumonds an gezählten Tage nennt man das Mond alter und denPi'n Cyklus von 29 oder 30 Tagen eine Mondperiode. Jedes Erdjahr hat 12%, solcher"udperioden, und so fangen die einzelnen Jahre nicht mit dem gleichen Tage des MondaltersNach je 19 Jahren fällt der Neumond wieder auf den 1. Januar, und dies ist dann daso Jahr einer neunzehnjährigen Periode, deren einzelne Jahre durch die sogenannte Goldene(,^1 bezeichnet werden. (Sowol wegen der durch die Schalttage veranlaßten Ungleichheit der^^reslängen als auch wegen der Anomalien des Mondlanfs wird der Neumond nicht jedesmal,die Goldene Zahl 1 ist, genau mit Neujahr anfangen; so z. B. mcht 1862, wo der Mond-jWet dem Anfang des Jahres um 9 Stunden voraus war.) Wenn man je 12 synodische. ?bdumläufe zusammenfaßt und dieses ein Jahr nennt, so hat man das reine Mondenjahr,^ noch jetzt der Festkalender der Türken beibehält. Soll dagegen dieses Mondenjahr mit dem^n»enjahre übereinstimmen, so kann dies nur durch Einschaltung geschehen. Denn 19 Jahre19 x 12 — 228 Monate, aber 235 Neumonde. Dieser Ueberschuß von 7 muh nun ver-

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tecb ucroc ‘ n / und )o traueren z. ’-o. oie anen »sriecyen jeoes orme, fünfte, allste, elfte, vretzeynte,Lehnte, neunzehnte Jahr des Meton'schen Cyklus einen dreizehnten Monat ein. Da sie nunden Monaten Wechselsweise 29 und 30 Tage gaben, so konnten sie jeden Monat wieei ?7 Jahr mit einem Neumonde beginnen lassen. Der Festkalender der Juden hat noch jetztähnliche Einrichtung.

tz^Doch wenngleich die religiösen Feste so normirt werden können und selbst die christlichenb ' e davon abhängenden beweglichen Feste sich einigermaßen nach den Mondphasenso würden doch die Geschäfte des täglichen Lebens und vor allen die des Landbaues davonzweckmäßigen Gebrauch machen können, da die natürlichen Jahreszeiten von der Sonne^cht vom Monde abhängen.

^ . Der Mond ist, wie oben bemerkt, 49% mal kleiner als die Erde. Hätte er nun mit dieser!ted ^ Dichtigkeit, so würde auch seine Masse in demselben Verhältniß von 1 : 49 % zur Erdmassey e J; Nun aber zeigen die Wirkungen, die der Mond auf die Bewegung der Erde ausübt, daßdie ^^hältniß der Massen wie 1 : 81 ist. Der Mond hat also eine geringere Dichtigkeit als<tk ^de, und das Verhältniß der Dichtigkeit ist 49% : 81 oder etwa 3 : 5. Sowol deshalb"uch wegen des geringern Durchmessers ist dort die Schwerkraft sechsmal geringer als bei'. u »b ein Körper, der hier 100 Pfd. wiegt, würde auf dem Monde nur 16% Pfd. wiegen,ist der freie Fall, der bei uns 15 Fuß in der ersten Secunde beträgt, dort nur 2% Fußso Länge des Secundenpendels nur 6 Zoll.

tttg ll l uns so nahe stehender Weltkörper zeigt schon dem bloßen Auge so viel Einzelheiten, als""d>ern Weltkörpern nur durch die stärksten Fernröhre wahrnimmt. Hellere und dunklere* n M |ar f er Begrenzung, wechseln miteinander ab. Man gewahrt immer dieselbenl ® n ' wenngleich wegen der verschiedenen Beleuchtung bald mehr, bald weniger deutlich, d. h.®eiirh * immer nur die eine Seite des Mondes, während die andere den Erdbewohnern nie zudjx ^ kommt. Man schließt daraus, daß er sich um seine Axe in derselben Zeit drehe, als er um^Ui ^ust. In der That ist dies in aller Strenge der Fall, sodaß von der Erde aus die jen-nia n Mondhalbkugel weder je gesehen worden ist, noch je gesehen werden wird. Jndeffen wird^ichtb 61 biniger Aufmerksamkeit auch schon mit bloßem Auge bemerken können, daß die deutlich^!iefc teU diocke zuweilen näher, zuweilen entfernter vom nächsten Rande stehen, und darausBen , baß doch eine gewisse, wenn auch geringe Schwankung (Vibration) der Mondkugel