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Mond
Die
in Beziehung auf die Erde stattfinde. Die Ursachen dieser Schwankung sind folgende: 1)Rotation des Mondes ist ganz gleichförmig (wie die unserer Erde), dagegen der Um"um die Erde ungleichförmig; daher ist die Rotation dem Umlaufe bald etwas voraus, "hinter ihm zurück (Vibration in Länge); 2) die Neigung des Mondäquators gegen die ^ondbw >da Wechselsweise bald die Umgegend des Mondnordpols, bald die des Mondsüdpols uns fiwwird (Libration in Breite); endlich 3) noch einigermaßen die verschiedenen Standpunkte aus 1Oberfläche der Erde (parallaktische Libration). _ ^
Wo bereits das bloße Auge so viel zeigt, läßt sich erwarten, daß das Fernrohr noch viel we^zur Anschauung bringen werde, und in der That hat man von der diesseitigen Mondbalbml^Karten, Globen und Photographien angefertigt. Die Karten stellen den Mond als Flachbiw ^p'erspectivischer Ansicht, wie wir ihn erblicken, und für mittlere Libration dar, Die erste Mon^karte brachte Hevel schon vor mehr als zwei Jahrhunderten zu Stande, dem bald Grimaldi folgSpätere Karten lieferten Cassini, Lahire und Tobias Mayer im 18. Jahrhundert, sowie sp^Lohrmann; die neueste ist die von Mädler in vier großen, 1836 vollendeten Blättern.in Hautrelief, sodaß die Berge und Thäler in künstlicher Nachbildung erscheinen, sind "Wilhelmine Witte in Hannover und Dickert in Bonn verfertigt worden; eine Vervielfältig^dieser Modelle scheint jedoch zu große praktische Schwierigkeiten darzubieten. Photograph"des Mondes sind mehrfach versucht worden; die vollkommensten Bilder dieser Art hat W^rrde ia Rue in London zu Stande gebracht: auch in Nordamerika sind gute PhotographienMondes erhalten worden. _
Es ergibt sich, daß die uns zugewandte Halbkugel des Mondes vorherrschend gebirgigsodaß die ebenern Gegenden höchstens ein Drittel, die Gebirgslandschaften zwei Drittel des Ellüsbilden. Sie sind im allgemeinen stärker als die Erdgebirge, wenn auch absolut genommen n>höher. Nur ausnahmsweise findet man kleinere, wenig ausgedehnte Kettengebirge, vielmehreine Form vorherrschend, die sich auf unserer Erde nur sehr vereinzelt und in kleinem Maßm.findet, die Ring gebi rg e. Ein kreisförmiger Wall, nach außen ziemlich sanft, nach innen meiw 'sehr steil geböscht, umgibt eine rundliche, einem Minenkessel vergleichbare Tiefe von so koloss^^Dimensionen, daß, wenn man sich den ganzen Wall glatt wegrasirt denkt, seine Masse kaumgar nicht zur Ausfüllung der Tiefe hinreichen würde. Die größten Formen dieser Art haben ^zu 20 Meilen Durchmesser, doch kommen sie von allen Größen vor bis zu einigen tausend ÄDurchmesser herab (noch kleinere wären nicht mehr erkennbar für uns), und die Anzahl dereinem großen Fernrohre sichtbaren ist gegen 30000. Oft ist in diesen kesselartigen VertiefuEnichts weiter zu erblicken; nicht selten jedoch steigt aus dem Mittelpunkte ein einzelner steiler ® c ;oder auch ein kleines Massengebirge empor, das aber stets vom Ringwalle getrennt ist.in kleinern als in größern Ringgebirgen werden diese Centralberge angetroffen, in einigen ,auch mehrere, stets aber bleibt auch ihre höchste Spitze noch beträchtlich unter der Höhe desWalls. Diese kreisförmigen Gebilde können uns nur auf der Mitte als Kreise erscheinen;den Rändern zu werden sie auf der als Scheibe erscheinenden Mondkugel perspectivisch verkiü^sodaß sie als Ellipsen erscheinen. Indeß gibt es auch einzelne wirklich elliptische oder in eü"andern Sinne vom Kreise abweichende Ringwälle. Meistens ist der Wall nicht gleichmäßig h^sondern einzelne Gipfel ragen an verschiedenen Stellen hoch über den Rest des Kamms eMpIn den größern Wällen ist dies stets der Fall, manche von ihnen sind so durchklüstet und zerrfil' 'daß der Zusammenhang des Ganzen nur noch mit Mühe zu erkennen ist. Nur unter den m>>großen und kleinern Ringgebirgen kommen auch solche vor, wo keine uns erkennbaren Ungl^.heilen aus der Kammhöhe gefunden werden. Man sieht, daß zwischen diesen Vertiefungen ^den Kratern unserer Vulkane sehr wenig Aehnlichkeit besteht. Die größten Erdkrater, wie die ,Aetna oder des Pic von Teneriffa, können kaum der kleinsten dieser Vertiefungen des Mo" .verglichen werden. Ein verhältnißmäßig sehr kleiner Theil des Berges würde auf unserer ^zur Ausfüllung der Krater genügen, und wären sie so schroff wie diese Mondgebilde, so köw'wir nicht hineingehen, sondern müßten uns in Körben, von sehr langen und starken Seilen gehwin sie hinablassen.
Bei sehr schräger Beleuchtung, also für unsern Anblick in der Nähe der Lichtgrenze, si"d ^Tiefen gewöhnlich mit dichten, schwarzen Schatten bedeckt, und ähnliche Schatten wirft beijmendem Monde der westliche, -bei abnehmendem der östliche in die umgebende Landschaft-höherm Sonnenstände werden sie allmählich schattenfrei, und sind sie es (im Vollmonde) ^so sind nur die wenigsten noch zu unterscheiden, nämlich nur diejenigen, wo in voller Beleucht ^die natürliche Färbung des Randes von der des Innern sich hinreichend unterscheidet. Auß^