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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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574
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574 Mond

können; Mars scheint unter allen Planetarischen Körpern die meiste Aehnlichkeit mit der Heimatdes Menschengeschlechts zu zeigen.

Der Mond hat kein eigenes Licht. Wie unsere Erde wird auch er ausschließlich von derSonne beleuchtet. Von der Erde erhält er nur reflectirtes Sonnenlicht, wie wir von ihm, aberwegen der größern Erdscheibe 13% mal stärker. Nordlichter und ähnliche Erscheinungen si»°nicht auf ihm wahrgenommen worden.

Nach den Untersuchungen von Kreyl und Lamonk scheint es, daß der Mond einen wiEsehr geringen Einfluß auf die Magnetnadel habe, der jedoch noch weiterer Beobachtungen bedarf,um festgestellt zu werden.

Hat der Mond Einfluß aus die Witterung? Nach den bisherigen Untersuchungen muß die Ä»t'Wort lauten: entweder gar keinen oder einen sehr geringen. Namentlich was den Einfluß d-rMondphasen betrifft (und gerade an die Mondphasen knüpfen sich ausschließlich alle jene v%gären Behauptungen, deren vollständige Aufzählung allein ein Buch erforderte), so scheint diesesin der That gleich Null zu sein. Man rechnet und beobachtet Jahre und Jahrzehnde hindu%man glaubt endlich eswas gefunden zu haben, und die nächstfolgende Periode, ebenso behand%stößt alles wieder um. Die unsägliche Mühe, welche sich Bouvard, Schübler, Eisenlohr n"»Mädler mit diesem Einfluß gegeben haben, bestätigt obigen Ausspruch. Dagegen scheint

verschiedene Entfernung des Mondes von der Erde (s. o.), die nichts mit den Phasen zfl

thun

hat, einen jedenfalls Nur geringen Einfluß auf die Witterung zu haben, derart, daß es wErdferne des Mondes durchschnittlich etwas Heller, wärmer und trockener ist als in der Erdnao'

Da langjährige Beobachtungen an sehr verschiedenen Erdorten dies Resultat ergaben, so

dürst-

die Entscheidung wird nur möglich sein durch noch weit länger fortgesetzte Beobachtungen,

hier etwas Reelles gefunden sein. Nur ist zu erinnern, daß die Periode der Erdnähen und 0fernen mit der synodischen Rotationsperiode der Sonne sehr nahe zusammentrifft und diese letznoch nicht einmal genau bestimmt ist. So könnte leicht das, was man der verschiedenen Mo>entfernung zuzuschreiben geneigt ist, den verschiedenen Seiten der Sonnenkugel angehören, 11 ^

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man gegenwärtig zu Grunde legen kann. Mit Einem Worte, zu positiven Behauptungendiesem Felde ist die Zeit noch gar nicht gekommen, wird auch wol so bald nicht kommen,ein dem Wechsel unterworfenes Phänomen nicht von einer, sondern von sehr vielen, bekanmund unbekannten Ursachen herrührt, da ist eine sichere Entscheidung oft unmöglich, jedem"'äußerst schwierig. K

Nicht besser steht es mit dem Einfluß des Mondes auf Krankheiten und körperliche 3 U % ?überhaupt. Wenn Aerzte von so langer Erfahrung und so bewährtem Scharfsinn, wie stsich aufs entschiedenste gegen jeden derartigen Einfluß des Mondes aussprechen, so muß ^wol mindestens zugegeben werden, haß die Sache noch sehr ungewiß fti. ,

Das steht fest: das Mondlicht, schon weil es überhaupt ein Licht ist, muß gewisse Wirkunghervorbringen, die offen zu Tage liegen und die niemand bezweifelt. Man lvird schlechterwenn der Mond ins Zimmer scheint, als wenn dies nicht der Fall ist. Diejenigen Thiere, thauptsächlich auf die Nacht angewiesen sind, werden ihre Beute leichter gewahren bei Mo%' ■als ohne dasselbe, daher sich wohler befinden und fetter werden als bei entgegengesetzterund da die Pflanzenwelt mit der Thierwelt so vieles gemein hat, da der Einfluß des Sonnenliw ^auch ganz abgesehen von der Wärme, so unverkennbar sich darstellt, so könnte auch wol 1Mondlicht auf sie einen kleinen Einfluß ausüben.

Die Hauptursachen der Witterungsveränderungen liegen zuverlässig nicht im Monde,in den Constellationen der Planeten und Kometen, auch nicht in den Sonnenflecken, sondertunserer Erde und deren Atmosphäre, und die Hauptursachen der Krankheiten und was iß ^verwandt ist, liegen in unserm Körper und dem, was ihn zunächst umgibt und mit ihm inmittelbarem Contact steht. - p ( (

Wir schließen mit einigen Andeutungen über das, was man vom Monde aus am H^^xerblicken und wie man es erblicken würde. Die Erde, als Scheibe 13% mal größer, al» ^Mond uns erscheint, steht am Himmel jahraus jahrein in derselben Himmelsgegend und entst ^sich von ihrem mittlern Orte höchstens um 10°. Drei Siebentel der Mondoberfläche sehen die ^beständig, drei Siebentel niemals, und nur ein Siebentel des Ganzen sieht sie sehr langsaw fl (und untergehen; 40 Stunden ist die geringste Dauer eines solchen Auf- oder Untergangs ,Erde. Sie bildet Phasen wie der Mond für uns, jedoch immer die entgegengesetzten, ^sichtbar um ihre Axe und leuchtet stärker, wenn sie die großen Continente, als wenn sie diedem Monde gegenüberstellt. (Wir erkennen dies daraus, daß das aschgraue Erdenlicht rn