Moose 579
^uellenbestandtheile wünscht, so bei Hantkrankbeiten, oberflächlich gelegenen Drüsenanschwcl-ungen, bei Lähmungen u. s. w. Endlich ist zu bemerken, daß man an manchen Orten künst-^schen Mineralmoor 'erzeugt, z. B. in Baden bei Wien, in Abano bei Padua, wobei man dieVorgänge in der Natur möglichst nachzuahmen sucht und z. B. in letztgenanntem Orte mit aus-gezeichnetem Erfolge.
Moose bilden das mittlere Reich der Kryptogamen, zwischen den höher» Gefäßkryptogamenden niedern Zellenkryptogamen (Algen, Flechten, Pilze). Der schlagendste Charakter der-!„ en ist, daß bei ihnen in der Regel Are und Blatt differenzirt sind, die Frucht eine lose Außen-(Haube) besitzt und das; die Fruchtanlage es ist, welche befruchtet wird. Man theilt dieMoose ein in Laubmoose und Lebermoose: erstere haben die Eigenthümlichkeit, ihre Außenhülle,??ube über dem Grunde abzureißen und auf der Frucht zu tragen, letztere dagegen durchbohrend'eselbe an der Spitze.
. Die Laubmoose, Bryoideae, Musci, bilden eine große, für den Haushalt der Natur unge-rn wichtige Abtheilung. Die Stengel derselben sind rund oder dreikantig und bestehen ausgetreckten Zellen, von denen die äußern hornig, während die innern dünnwandig und zart sind.^us den äußern Zöllen strecken sich Wurzeln, in der spätern Lebensperiode besonders, heraus,Welche vielzellig sind. Häufig ist ihre Oberfläche gekörnelt, andere male glatt. Oft ist die ganzeleme Wurzel gedreht, söefeijt ist nur der Stengel mit Blättern, welche sitzend, fast immer hori-zontal, selten schief, immerhin noch etwas öfter herablanfend sind. Bei manchen Gattungen sind sieabwechselnd größer und kleiner. Sie bestehen aus meist gleichartigen Zellen, von einem MittelnervDurchsetzt, der aus gestreckten Zellen besteht. Oft findet sich dieser Mittelrippe entsprechend einborter Blattranb, auch mit Zähnen versehen. Ueber dem Mittelnerv finden sich oft Plättchen.^scht alle Blätter haben indessen diese Auszeichnungen. Die Hauptmasse der Zellen ist locker,°bnn und blattgrünhaltig. Die Weißmoose dagegen bestehen größtentheils aus weißen, blattgrün-!?E„, später durchlöcherten Zellen, zwischen denen sich ein eingeschobenes blattgrünhaltigesÖdstem findet. Die beblätterten Stengel sind immer bald ein-, bald mehrjährig, oft unten durch^dveutivwurzeln gestützt und oben durch die Fruchtbildung abgeschlossen. Solche Moose nennt manbubfrüchtige, akrokarpe. Andere male ist die Hauptaxe der entwickelten Pflanze unbegrenzt undou einer Nebenaxe zweiten oder dritten Ranges finden sich endständige Früchte. Dies findet beiMehrjährigen Akrokarpen statt. Seitenfrüchtige, Pleurokarpen, tragen die Früchte achselständig undUun hat sie zwei- und dreiarig. Die Fruchtanlage sind kleine Söckchen mit bald loser Außen-A'cht. Die Jnnenpartie verlängert sich, zerreißt die Haube, d. i. die Außenschicht, deren großem-v^il px emporhebt, während der kleinere Theil unten bleibt und eine kleine Scheide bildet. Die^Ucht, die innere Partie jenes Körpers, das wir als Söckchen bezeichneten, hat einen längern^ er kürzern Stiel, der oft sehr hygroskopisch ist. Plan nennt ihn die Borste. Die Zellenmasse1 obern derben Partie differenzirt sich bald ganz eigenthümlich. Eine walzige Partie, welche eineAlbende Mittelsüule in sich behält, geht mehrere Stadien durch, um schließlich die Keimkörner, ,?bvren zu zeitigen. Tie äußere Partie ist hornig. Der oberste Theil löst sich zuletzt als ein2 ^or Deckel ab, zu dessen Losstoßung hornige Zellenschichten, die sich in bestimmt festgesetzteMlenverhältnisse trenne», beitragen. Letztere nennt man die Zähne und ihre Zahl und Be-soffenheit dienen mit zur Charakteristik der Gattungen. ES gibt einzelne Ausnahmen von allen3 genannten Eigenthümlichkeiten: Deckel, die sich nicht lösen, Kapselsäume (Mündungen) ohneDafür sind andere mit doppelter Zahnreihe versehen. Es gibt Deckel, die nüt der Säule.^wachsen sind u. s. s. Man kennt auch Früchte, welche sich mit vier Klappen öfsnen. Die Haubesü ^ ^^ket eine Masse von Eigenthümlichkeiten, welche ebenfalls sorglich benutzt als Merkmale, ^ Arten oder Gattungen verwendet werden. Eine einfache oder mehrfache Reihe von kleinen,^groskoptschen Zellen bildet auch noch eine äußere Einfassung, welche bei dem Abheben desec fe(§ wichtig ist. Man nennt sie den Ring. Ab und zu findet man zellige Anschwellungender Frucht. Sind sie allseitig, so nennt man sie Apophysen. Es gibt im hohen Norden,^ ^oar Arten der Gattung Splachnum, rubrum und lutemn, welche durch ihre reizenden^ ben oder hochrothen Schirme unter den Früchten einen lieblichen Anblick bildend, das Ziel der^ ünschx a [( cl: Botaniker sind. Sind sie aber nur einseitig, so nennt man diese Anhängsel
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sind. Sind sie aber nur einteilig, lo nennt man diese Anhängsel, Kröpf. In der Regel bilden sich mehrere Fruchtansätze in einer Hülle etwas veränder-^ Plattorgane, welche das Pcrichätium vorstellen. Die meisten schlagen fehl, und nur einsfi»d^ gelangt zur Entwickelung. Die Spcrmatozoiden, die männlichen Befruchtungswerkzeugecn sich als letzte Productio» der innern Zellen gewifier bald kugelig-gestielter, bald slaschen-
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