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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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581
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Moose , 581

Truchttrgger (Borsten) in eine drehende Bewegung zu versetzen. Bartramia 8sdv. hat diednnenhaut in 16 bis zur Mitte gehende Spaltzähne getheilt und bildet eigenthümlich schönehellgrüne Polster. Die zweite Abtheilung ist die der Blsurocarpi, deren Früchte seitcnständigtznd. Ein einfaches Peristom aus 16 zweitheiligen Zähnen hat Bsuoodon Schwägr. Ein dop-^etteä haben die folgenden: Bontinalis L., ein Bürger kalter Quellen, alter Tröge u. s. f., aus-gezeichnet durch eine Jnnenhaut, welche gitterartig durchbrochen. XscReva 8edrv. hat Las-annenperistom aus fadigen, geraden Wimpern. Climacium Web. Molir zeigt dasselbe aus denstarken Jnnenzähnen mit knotig geschwollenen Quergliedern mit Absätzen. Hypnum L. hat dieEenzähne aus 16 durchlöcherten oder nicht durchlöcherten Zähnen, zwischen denen sich Wim-pern finden: Die Büchse ist meist gekrümmt. Bei Bssiroa Hedw. fehlen, jene Wimpern und^ Büchse ist meist gerade. Hypnum L., das Astnioos, ist ungemein reich an Arten, von denenye einen an Baumstämmen, andere am Boden, noch andere in Sümpfen wachsen. Viele Moorestud nicht durch eine Lage von Sphagnum, sondern durch einen von Hypnum aduncum L. oderÖ. uncinatum Hedw. oder cupidatum L. gebildeten Ueberzug bedeckt. Zum Polstern, zunrAuskleiden der Fenster u. s. w. dient 8. ti'iquetrum L., auch squarrosum L.

In der Neuzeit hat man die Gattungen der Moose, deren wichtigste wir hier in der älternaufgezählt, unter Mitbeträchtung der Tracht, des Blattzellennetzes u. s. f. in eine große An-zahl kleinerer Gattungen getrennt: wodurch dem Anfänger mindestens die Einrichtung nicht erleich-lert worden sein dürste. — Das Moosreich ist eins der wichtigsten in Bezug auf die allgemeinenVerhältnisse der Erde. Die Moose der Hochgebirge saugen die Feuchtigkeit der Luftniederschläge einu»d geben sie allmählich ab, wo sie in den sogenannten „Rinnsalen" der Schlcsier zusammensickern""d sich zu Quellen vereinigen. Der Schutz des Waldes ist ihnen an vielen Expositionen äußerstwichtig. Gegenden, deren Gebirge richtig und in alter Weise mit Wald und Moosdecke bestau-nn, leiden weder an Wassermangel noch an plötzlichen Ueberschwemmungen, beides Folge einerNrzsichrigcn Krämerpolitik, vermöge deren Forstbeamte über einen kleinen Gewinn durch Mehr-Noduction an Holz, über die Möglichkeit infolge gemilderten Klimas ab und zu etwas Getreideernten zu sehen, die allgemeinen Interessen des Landes übersehen. Die Moral der entsetzlichen^^Verhältnisse, welche viele Länder uns heutzutage stielen, ist die, daß es wünschenswerthfeilst, durch den Staat eine regelmäßige Gebirgsordnung eingehalten zu sehen, in Bezug auf^ald und Moor. Auch in der Ebene hat man neuerlich die Wichtigkeit des Mooses als Wald-"vdendecke begriffen und die Streunutzungen sind dem Bauer, der in seinem rohen Egoismusallgemeinem Staatsinteresse keinen Begriff hat, meistens entrissen. Die Moose sind durch'che Eleganz die Lieblinge der Naturfreunde und der Absatz populärer Werke über Moose gestattet""ten überraschenden Rückschluß auf die Masse derer, die sich für sie interessiren.

Bisjetzt besprachen wir nur die Laubmoose. Zwischen sie und die Lebermoose hat man eine"esondere Gruppe eingestellt, die der Torfmoose (Sphagna), aus der einzigen Gattung 8phag-Mru Din. gebildet, die unter dem Torfmoos besonders behandelt und abgebildet werden soll.

Die Lebermoose (Hepatici) durchbohren ihre Haube an der Spitze oder zerreißen sie inHälften. Ihre Kapsel hat keinen regelmäßigen Deckel und springt.klappig, zähnig oder mit un-^gelmäßigem Deckel auf. Plan unterscheidet frondosi und foliosi. Erstere haben ein dem LagerFlechte vergleichbares, breites, grünes Lager mit Spaltlöchern. Schüppchen kommen als^"deutungen an Blätter vor. Die letzter» haben ihre dünnen Stengel, deren Jnnenzellen größer^ schlaffer als die äußern, mit Blättern versehen. Die Wurzeln sind adventiv und fein fadig.^le Blätter sind ohne Adern, einfach zellig, von verschiedener charakteristischer Anheftung. ManäR sie schief angewachsen, stengelumfassend, halbstengelumfassend, herablaufend. Bei manchenfren haben sie Oehrchen. Sie stehen zweizeilig und außerdem findet sich eine dritte, weniger""^gebildete Blattreihe von charakteristischer Gestalt: die Amphigastrien, auch 8tipzulae genannt,die Frucht selbst anlangt, so kommt sie eingesenkt, angewachsen, sitzend oder gestielt vorbald auf besondern schildständigen Trägern, bald einzeln. Die vierklappige Frucht ist beson-bei per alten Gattung Jungermannia L. ausgezeichnet. Bei ihr hat man die sehr aus-stbzeichneie Haube besonders mit benutzt, um eine größere Anzahl neuerlich allgemein angenom-^»er Gattungen aufzustellen. Die Sporen sind meist untermengt mit Spiralfaserzellen (Elateren,schleudern). Die Antheridicn findet man bald in den Achseln einer Anzahl oberer Blätter einer' ? e / welche zusammengedrängt ein besonderes Ansehen haben und auch als Kätzchen bezeichnet^rden (Amenta), bald zerstreut. Gehäuft kommen sie auch sitzend vor oder auf schildständigen

Wägern. Man theilt die Gruppen in folgende Abtheilungen ein: 1) Ricciaceae. Die Kapsel

'"gesenkt. Keine Schleudern. Das Laub strahlig gestellt. Häufig auf Thonbodcn oder auch in