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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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582
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582 Moral

Wasser nur aus demselben schwimmend. 2) Authoceroteae. Die Kapsel zweiklappig, schote»förmig, mit Mittelsäule. Die Elateren ohne Spiralsäden. 3) Llasehantiaeeae. Die KaP>centhält wie bei den folgenden Elateren mit Spiralsäden, springt in verschiedener Weise auf, a'enie mit vier gleichartigen Klappen. Bei den Targioneen findet sich die Frucht in ihrer HEe amder Unterseite des Laubendes und zwischen zwei hornigen Schalen eingeschlossen. Die Frucht fit'!reißt unregelmäßig. Bei den Marchanticen dagegen stehen sie auf der Unterseite eines gemein-schaftlichen Blütenbodens, welcher schildständig auf einem Träger sich findet. Narehairtia, ^Gattung, die der jüngere Marchant in sni patris dignitatem ac honorem nannte, ist ein uniag-lich gemeines Moos, welches über den ganzen Erdball verbreitet scheint. Dieses Gewächs, düHepatica fontana oder der Lichen stellatus, auch Lichen petraeus der alten Medicin^,wurde gegen Leberleidcn gebraucht. Es bildet längliche, buchtig gelappte, tief grüne Laubmafst»'welche unterseits in der Mitte einen dichten Wurzelfadenfilz abgeben. Die weiblichen Fruchtträgelsind lang gestielt und in eine mehrstrahlige, meist sieben- bis ncunstrahlige Masse getheilt, ausderen Unterseite die zwciklappigen Hüllen mit mehreren Früchten sich-finden, deren ci»?"’ 1 / 1Büchsen sich mit acht eingerollten Zähnen öffnen. Die männlichen Träger sind schildförmig, aw 'bis zwölflappig und tragen auf ihrer Unterseite die Antheridien. Das Laub hat außerdem ne .becherförmige Behälter, in denen wie Linsen Brutknospen gelagert sind. Die übrigen Gattungdieser Gruppe sind weniger wichtig, doch verdient erwähnt zu werden, daß gewisse unter ih»^'sich durch einen balsamischen Geruch auszeichnen, der merkwürdig genug durch Kalk zerstörtDie letzte Abtheilung, die der Jungermanniae endlich enthält theils frondosae, die denchantien in der Tracht nahe stehen, theils foliosae mit beblätterten Stengeln. Immer aberdie Büchse derselben regelmäßig vicrklappi^ und steht einzeln auf langem, glashellem Stiele. ® uZahl der Arten ist sehr bedeutend. Sie kommen auf der nackten Erde, an Felsen, an Bäumen,Mooren vor. Man kann die meisten beblätterten Arten an den Blättern und den AmphigasU'»"erkennen, was um so besser, als man viele Arten nur selten in Frucht findet und diese in ^Regel sehr zerbrechlich sind. Will man schöne Exemplare erlangen, so thut man am besten,Pflanze mit zur Oeffnung gereiften Früchten nach Haus zu nehmen und da sich entwickeln zu lajst»-Moral. Mitten in dem geschäftigen, zu den äußersten Kraftanstrengnngen veranlassende"Leben, mitten in den Fluten der Lust und des Vergnügens, mehr aber noch in der einsan»»stilien Kammer und im Zustande ruhiger Contemplation wirft sich uns oft der Gedanke entgege»-Hast du recht gehandelt, als du dieses thatest und jenes unterließest? Und es will eine Stinu»^ernst und gebieterisch, sich erheben, um mit scharfem Tadel uns zu vernehmen. Aber Geschäft u>»Beruf zieht uns zu neuer Thätigkeit, sinnliche Reize locken zu neuen Vergnügungen. Wir folge"ihnen, indem wir den unberufenen Tadler unwillig von uns stoßen. Denn wer bürgt uns, ob ctdie Wahrheit jagt, und ob es nicht vielleicht nur falsche Reminiscenzen sind, die, in früher Jug^uns zugewachsen, jetzt das Alter plagen und die ausführende Hand in ihrer Thätigkeit lab»»"möchten? Ist doch die Moral ein veränderliches, wandelbares Gut. Zwar war sie vielleicht e^"hohes Heiligthum der Familie, und der ernste Vater, die religiöse Mutter will uns nicht von ^Seite weichen, wenn wir, uns selbst vergessend, in stürmischem Fluge dem Leben überlassen.können es nicht pedantische Ansichten gewesen sein, mit denen die Guten sich herumschlugen? Äs",weisen die gesellschaftlichen Sitten und Gebräuche auf bestehende Moralprincipien hin, positiStaatsgesetze fordern und gebieten, und es will uns bedünken, als käme ihnen etwas Gleicht""'tendes aus unserm Innern entgegen. Aber wie veränderlich sind Sitten und Gesetze bei ei»e"^und demselben Volke! Wie können sie daher etwas Bindendes, etwas Feststehendes proclamire"^Ja scheint es nicht, als ob die Moral nach der Hautfarbe oder dem Knochenbau der verschiedei»Menschenrassen sich ändere, da, was bei der einen verboten, bei der andern erlaubt ist? 2öo^also Moral, Gewissen, Sittlichkeit, wenn sie über unsere Zweifel sich nicht erheben und über »obThun nicht allgemein gültige Urtheile festsetzen können? So mit sich selbst abrechnend, cntsche"^sich der Mensch im Dränge des Lebens oft nach augenblicklicher Laune und Eingebung und ümdurch Vortheile und Rücksichten sich leiten. Er hütet sich vielleicht, gegen die bestehendenja gegen die Vorschriften der gerade herrschenden öffentlichen Sitte und Moral zu verstoßen,bei alledem wil! es ihm nicht inehr gelingen, die fröhlichen Tage der Kindheit in sich wieder a"zuwecken; es will die Erholung keine Genüsse und die Arbeit nicht den rechten Segen barbi^.^

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Mannichfache Streitigkeiten machen das Urtheil unsicher, und die abnehmende Achtung dermenschen quält mit Zweifeln das so schon geängstigte Gemüth. Da gibt es nun zwei Wege,gemeiniglich betreten werden. Es wirft sich der eine der bis dahin geschmähten Religion >» ^Arme, und man sieht ihn von jetzt an öfter als sonst je, als die Sitte des Tages es erheischt, x»