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Morsellcik
Mörtel oder Mauerspeiße
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Ä Master, leicht in Weingeist, in fetten und flüchtigen Oelen, nicht in Aether.
»Nd -?^üssigen Alkalien löst es sich ebenfalls leicht. Seine Auflösungen reagiren stark alkalischlies» die Säuren vollkommen, damit meistens gut krystallisirbare Salze bildend. Von
,ie"Nnd namentlich das salzsaure, schwefelsaure und essigsaure Morphium zu erwähnen, alstiide^s- einzigen, die medicinische Anwendung finden. Ersteres krystallisirt in farblosen,funden, büschelförmig vereinigten Prismen, die sich in 16—20 Thln. Wasser lösen.A ^^efelsaure Salz bildet ähnliche Krystalle, in 2 Thln. Wasser löslich. Das essigsauredex„• . m krystallisirt bei freiwilligem Verdunsten der sauern Lösung ebenfalls in büschelförmigPrismen; bei raschem Verdunsten bleibt es als weißes Pulver oder farbloser FirnisH Im Opium ist das Morphium wahrscheinlich als mekonsaures Salz enthalten. DasWfA ^ ie lmne Salze wirkt stark narkotisch giftig, in größern Gaben tödlich, auf den
aß üchcn Organismus; doch scheinen manche Thiere viel weniger davon afficirt zu werden?"^re. So sollen Hunde, Katzen, 5 kaninchen, Vögel bedeutende Dosen ohne Gefahr ertragen(i ti en< Ein Affe erhielt im Laufe eines Monats über 30 Grammen Morphium. Das beste£ 5 ; nnun £)3mittet für Morphium und seine Salze ist das Eisenchlorid, das mit ihnen in neutraler"sP eine tiefblaue Färbung hervorbringt.
(i. i „ °’ e das Opium das wichtigste und unentbehrlichste unserer narkotischen Arzneimittelzj^/^ubende und beruhigende Arzneimittel) ist, so das Morphium in medicinischer Be-das wichtigste der Opiumpräparate. Seine Wirkungen stimmen im allgemeinen mitOs bes3 Opmm (s?b.) übcrein, doch sind die Unterschiede gerade für seine Anwendung als^^lgendes Medicament so wichtig, das; sie wenigstens übersichtlich angegeben werden müssen.a„ * ^korphium und die ihm ganz gleich wirkenden Salze (essigsaures Morphium, am häufigstenjJ[ toan M, schwefelsaures und salzsaures Morphium) erzeugen bei ihrer Anwendung keine Ver-si' 1 ®' 1Ut % enb das reine Opium gerade stuhlanhaltend wirkt; sie werden im allgemeinenhj? ^agon besser vertragen als dieses; sie wirken weniger aufregend und erzeugen einen ru-iiitfc 1 Unb stärkendern Schlaf als das Opium; auch sind ihre beruhigenden Wirkungen sicherer^ ^verlässiger. Es wird demnach das Morphium vorzüglich als schmerzstillendes Mittel beitxj d^schiedeuartigsten Neuralgien (Gesichtsreißen, Migräne, Magenkrampf, Hüftweh u. s. w.),.^Kindlichen und schmerzhaften Affectionen (Rheumatismus, Brust- und Bauchsell-IdtzMuug' Krebs, acutem und chronischem Magenkatarrh mit Schmerzen, Augenentzündungen,Knochenschmerzen u. s. w.), zu Milderung des Hustenreizes bei Kehlkopfkatarrhen,^rsh' Katarrhen und -Entzündungen, Tuberkulose, bei krampfhaften Affectionen (Asthma, denitz^',^ensten Muskelkrämpfen u. s. w.), bei geistiger Aufregung und Delirien (Delirium tremens,Hebj ' ,hn ' Tobsucht u. s. w.) meist innerlich, mitunter auch äußerlich in Anwendung gezogen.
-^enge und Methode seiner Verwendung ist nicht nöthig hier etwas zu sagen, da dassst,. a 1111,1 ein so stark wirkendes Mittel ist, daß seine Benutzung lediglich eine Sache des* ^ bleiben muß.
% WfcflCH werden in der Pharmacie solche Zubereitungen genannt, in denen man die un-„ ^ehn,bn Ejg^schaften der Arzneikörper durch schmackhafte Zusätze, meistens Zucker, GewürzeJ ( ö v zu verdecken gesucht hat und die in solche Form gebracht sind, daß jede Dosis bequemjejjj ei , nen Bissen (daher morsuli, Bißchen) verzehrt werden kann. Diese Arzneiform ist indessenjch?°^ig veraltet und wird zu eigentlich medicinischen Zwecken (wenn man nicht die Santvnin-itU. 6 ' 1 Ul ^ lt) - für Kinder hierher zählen will) kaum noch angewandt und mit Recht, denn eintzzübelschmeckender Stoff läßt sich nicht leicht durch irgendwelche Zusätze angenehm machen,die ?°ben sich von diesen Präparaten nur die soganannten Magenmorsellen der Apotheken erhalten,k-b zst " Beinamen übrigens sehr mit Unrecht tragen, da sie keineswegs die Bestimmung haben,^8en zu stärken, sondern eine einfache Conditorwaare sind, aus Zucker, Mandeln, Citronat,ki^i ^Ichalen und verschiedenen Gewürzen bestehend. Um sie zu bereiten, wird der Zucker mitk»ch?,^asser.zur Tafelconsistenz gekocht, dänn die in dünne Schcibchen geschnittenen und meistens>>>>b ^ derschiodenartig gefärbten Btandeln und das Citronat und zuletzt die Gewürze hinzugeschüttetuach gehöriger Mischung die noch heiße Masse in angefeuchtete, zum Auseinander-^ " ^^gerichtete hölzerne Formen eingegossen und durch gelindes Schütteln gleichmäßig darinh ^°üald die Mäste erstarrt ist, wird sie, nachdem die Form auseinander genommen ist,dem völligen Erhärten in passende Stücke zerschnitten und sodann von der Form entfernt.Odfkl oder Mauerspeiße. Der gewöhnliche Luftmörtel besteht aus einem Gemenge von^te ^ ’fnb Sand. Der Kalkbrei erhärtet zwar auch für sich allein an der Luft, indem er Kohlen-^dzieht, zeigt aber äußerst geringe Festigkeit, wenn er nicht in sehr dünnen Lagen angewandt