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Mörtel oder Maiierspeißc
wird, da er nur an fremden Körpern fest haftet. Der Eandzusatz leistet daher einen dopp^Dienst; er vermittelt dadurch, daß er der Masse größere Porosität ertheilt, den Zutritt der Koblc^säure, die sonst niemals die innern Schichten de-s Kalks erreichen würde, und er zertheilt den^''in zahlreiche dünne Schichte». Daher kommt es auch sehr darauf an, daß die richtige Menge seangewandt und völlig gleichmäßig mit dem Kalk gemengt werde. Man rechnet aus einen Knbik"fetten Kalkbrei 3—4 Kubikfuß Sand. Auch die Art des Löfchens deS Kalks ist nicht gteicbgi" 11 -Setzt man anfangs nur so viel Wasser hinzu, daß der Kalk sich zuerst zu Pulver löscht, und w'.ihn nachher mit mehr Wasser zum Brei an, so erhält man einen weit weniger voluminösenals wenn man gleich hinlänglich Wasser hinzusetzt, um ihn zu einem steifen Brei zu löschen,etwa sein dreifaches Gewicht Wasser erforderlich ist. Die Erhärtung deS Mörtels -beruhtdaraus, daß der Kalk Kohlensäure aufnimmt und sich in basisch-kohlensauren Kalk verwandelt, e>Umwandelung, die an der Oberfläche sehr rasch, im Innern dicker Mauern dagegen selbst^^.Jahrhunderten noch nicht vollständig vor sich geht. Eine noch weit langsamere Wirkung^zwischen dem Kalk und dem Onarzsande statt; doch erscheinen nach langen Zeiträumen diekörner völlig angefressen, und der Kalk gibt beim Zersetzen mit Säuren eine Kieselgallerte.scheinlich trägt auch dieser Proceß zur Befestigung alter Mauern bei; doch gibt es auch fef)* ^
absolut nötlng
alte Mauern, deren Mörtel statt Quarz Kalk - oder Tolomitsand enthält;
er nicht zu fein. Daß übrigens alte Mauern in der Festigkeit deS Mörtels die neuern übertlä
liegt eben in der Langsamkeit des ErhärtungSprocesfes, und es ist anzunehmen, daß unser stk ^
Mörtel, der dieselbe Zusammensetzung hat wie der der Alten, nach ebenso langer Zeit auch ^Festigkeit zeigen wird. Ueber hydraulischen Mörtel vgl. Bd. II, S. 605.
Die Wahl der Mörtelart zum Mauern oder Putzen hängt ebensowol vom Manermatern'
Die Bereitung und i
von der Bestimmung des Maucrwerks, dessen Standorte u. s. w. ab.lung desselben aber hängt von der Beschaffenheit (der Natur), der Bestandtheile, aus denc»selbe hergestellt werden soll, ab. ( f
Der Lehmmörtel besteht aus eingesumpftem, eingeweichtem, gut durchgearbeitetem Leln»^.,, n nmi ,-mhpvn NN-Ihn-in Itph iiimpispn n 1 1rh r-nvrh üteimiicbnva von Svreu, ..1
ohne jeden Zusatz von andern 'Materialien, zuweilen auch durch Beimischung von Spreu, + ! „jmist. Salz u. s. w. oder auch, wenn der Lehm zu fett ist, von Quarzsand für seine Bestinv'^tauglich gemacht. Der Lehmmörtcl wird als Mauer- und Putzmörtel bei Herstellung der 9P ^aus Lehmsteinen, Lehmpatzen, ägyptischen Ziegeln u. s. w., hauptsächlich aber zur Maueruns!zum Abputzen von Fenernngsanlagen gebraucht. Zur Herstellung der Feuerungsanlagc» ^der Lehmmörtel oft mit Pferdemist, pulverisirtem Glas, Salz u. s. w. vermengt, angewandt,ist ein sehr schätzbares fast unentbehrliches Material zur Mauerung an feuchten Orten, zu ä""Abputz aber niemals zu empfehlen, weil derselbe dem Wetter nicht Widerstand leistet. „,iDer GypSmörtel wird durch Anrühren von Gypsmehl mit Wasser und je nach Bestu'^mit oder ohne Eandzusatz hergestellt. Derselbe kann nur im Trocknen, Innern angewandt >sP ^denn er leistet weder der Nässe noch dem Wetter Widerstand. Als Mauermörtel ist er
Stande, große Lasten zu tragen und kann daher nur bei niedrigen Mauern oder nur ^Geschossen diesem Zwecke dienen; als Putzmörtel aber läßt sich derselbe auf die manni^P
Weise zu allen feinern Arbeiten, Stucke», Simsziehen u. s. w., wie schon im Art. Abputzen,
S. 55 und 56, angeführt ist, zweckmäßig verwenden. Der Gypsmörtel erhärtet sehrselbe darf deshalb nur in kleinen Quantitäten bereitet und muß sehr schnell verarbeitetBeim Kalkmörtel unterscheidet man gewöhnlichen oder Luftmörtel, welcher im Wasst*'oder nur sehr langsam erhärtet, also nur für Frei- und Hochbauten anwendbar, und Wassc^,^zhydraulischen Mörtel, welcher auch im Wasser schnell erhärtet und zu allen Bauten ' m ''.'ri'brauchbar ist. Die Verbindung der Bausteine mittels Kalkmörtel ist nur eine mechanische^Erhärtung des Mörtels erfolgt dadurch, daß der gelöschte Kalk Kohlensäure aus der Luft(einsaugt) und nach und nach wieder in seinen ursprünglichen Zustand als kohlensaure" ■(Kalkstein) zurückkehrt und erhärtet.
Der Bereitung des Kalkmörtels geht das Löschen des gebrannten Kalks voraus. Das
des Kalks kann auf zweierlei Art geschehen, entweder wird derselbe mit Wasser begossen
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Horte» kurze Zeit unter Wasser gesenkt, bis er eine entsprechende Menge Wasser eingefog^^und Zu der Lust zerfällt, oder derselbe wird in großen Kasten, Buchten, Gruben oder Fäffe^ ^Wasser übergössen zu einem dünnen Brei angerührt und zur Aufbewahrung in gemauerte ö’ 1 ' ^ober öiugeZrabene Fässer gelassen. Der gelöschte Kalk wird dann durch Zudeckung mit Sand ^gegen die Luft geschützt. Die fetten Kalkarten werden gewöhnlich auf letztere Art naß gelöh^einge^nmpft, während für magere Kalkarten die erstere, das sogenannte trockene Löschen vorzüi
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