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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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589
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'It. 3\

Moschus

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^ ..' ier gelöschte Kalk wird in großen hölzernen Kasten, Buchten mit entsprechenden Mengen^ Un ^ band zu Mörtel angerührt und zwar so lange, bis derselbe einen vollständig gleich-^ünktä^ ® re ' bildet und sich beim Durchziehen der Schippe oder Kalkkrücke u. s. w. keine weißenCn ° ber btreffen zeigen. Der Sandzusatz sowie die Wassermenge lassen sich wegen dersich ?^dmheit des Kalks und Sandes im allgemeinen quantitativ nicht bestimmen, sondern richten^"l'atvol nach der Beschaffenheit des Kalks als auch nach der des Sandes. Es soll aber»der ^Emörtel so beschaffen sein, daß derselbe nur langsam und zusammenhängend von der Kelle1 % . ch.'ppe abrutscht und glänzende Streifen an derselben hinterläßt. Der Mörtel darf auchbi» Kalkbrei enthalten, als nöthig ist, jedes einzelne Sandkvrnchen sehr dünn damit zuzu ' ""'hüllen oder die Zwischenräume auszufüllen. Mörtel, welcher zu viel Kalkbrei enthält,^rtel, reißt an der Luft, namentlich beim Abputzen; Mörtel hingegen, der zu wenigF^i^'^nthält, zu magerer Mörtel, bindet nicht und gibt dem Mauerwerk keine genügende

^^"N hat versucht, den gewöhnlichen Kalkmörtel oder Lustmörtel durch verschiedene Zusätze^Wasserbauten tauglich zu machen oder in hydraulischen Mörtel, Wassermörtel, zu verwandeln,dein gewöhnlichem Luftmörtel gepulverten, ungelöschten Kalk zusetzt, so entzieht derselbeitti ^brtel einen Theil des überschüssigen Wassers, und der Mörtel erhärtet allerdings schnell^-E"sser; der Zusatz von ungelöschtem Kalk aber verursacht eine Ausdehnung, ein Aufquellen^^"^breis und vermindert dessen Bindekraft und Härte. Es dürste demnach diese Mörtelartempfehlen sein. Es besitzen aber außerdem alle harten, stcinartigen, porösen Körper»nz ^ibgelpulver, gepulverte Topfscherben u. s. w.) die Eigenschaft, Wasser schnell einzusaugendemnach, wenn dieselben gewöhnlichem Kalkmörtel beigemischt werden, zur schnellernaNiing desselben auch unter Wasser wesentlich bei.s, /"°rschicdene Tuffsteinarten, Traß und Puzzolane geben, wenn dieselben im gepulverten Zu-^ n öe betn Kalkbrei beigemischt werden, sehr brauchbaren Wassermörtcl und dienen auch zur^-itung von Gußmörtel oder Beton. Die Traß - und Puzzolanmörtel eignen sich besondersdauern und Putzen, überhaupt zur Herstellung von Wasserbehältern, Cisternen, Schleusen,toi}!.' Oeltinnen "• f- w. Zur Bereitung des Traß- und Puzzolanemörtels verwendet man ge-frisch gelöschten fetten Kalk oder Weißkalk. Der Kalkbrei wird mit dem Traß- oder^^elanepulver durch starkes Schlagen oder Stoßen (Rammen) innigst vermischt, sodaß sich diett J ,e ^ttig wie Butter.anfühlt. Der Mörtel muß dann bis zum Gebrauch sorgfältig zugedecktetvahrt, darf aber keinesfalls lange liegen, sondern muß schnell verarbeitet werden.

''hä ^ ""ch Kalkarten, welche, mit Wasser und Sand zu Mörtel angerührt, im Wasser schnellund Cämcnte (s. d.) genannt werden. Die natürlichen und künstlich bereiteten Cämenteohne allen Zusatz von Sand nur mit Wasser zu Mörtel bereitet und erhärten dannH l 7 "l!er außerordentlich schnell. Solche Cämentmörtel werden bei Wasserbauten, welche starken^"'^ewegungen, Strömungen, Fluten, zu widerstehen haben, überhaupt dann angewandt,

iit 4n h e§ ^t, kurzer Zeit große Festigkeit zu erreichen. Für gewöhnliche Wasserbauten kann"»d v- 1 ^ämenten je nach Beschaffenheit derselben einen, auch mehrere Theile Sandzusatz geben,ii, ^selben werden demnach auch unter Wasser sehr bald steinhart. Cämentmörtel darf nicht»ch^^n Quantitäten bereitet und muß schnell und ohne wettern Zusatz von Wasser ver-

omtet

werden.

Sei- - „ fstr iede Art Mörtel rein, ohne erdige Bestandtheile,

Grubensand Wasiersand oder Fluhsand fein oder durch Waschen von erdigen Bestandtheilen

z.- Moschus. Der Moschus oder Bisam ist ein eigenthümliches Secret, welches das Männchen. ’ ^ivschusthiers ivql. Bd. II, S. 258) in einem an der Mundung der Geschlechtstheile lre-$^ c " Beutel absondert. Dieser Beutel besteht aus mehreren Hauten , zwischen denen die denJS® absondernden Drüsen liegen, außen ist er von de--mit steifen Klaren besetzten Bauch-bedeckt, innen von einem feinen Häutchen; m der Mitte liegt, durch einen Haarpinsel be-eine Oeffnung, die Harnröhrenscheide, und außerdem ist noch eine kleine Oestmmg vor-die erst beim Aufweichen des Beutels in Master zum Vorschein kommt. Der Moschus

frisch

ru ’ ' — -.- —--n- —

Geruch und bitterm, widrig gewürzhaftem Geschmack.

t^^'w^eine salbenartige, röthlichbraune Masse von dem bekannten durchdringenden, lange haß

Durchs Trockiren wird er dunkebsick? "nd bildet ziemlich regelmäßige rundliche Körner von Nadelkopf- bis zu Erbsengröße, diezerreiben lasten und auf Papier einen braunen Strich geben. Man unterscheidet zwe,starten von Mosckms, den cabnedischen, sibirischen, russischen Moschus, der von der Mon-