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5 (1863) Fünfter Band. Kopal–Ozon
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Mosel- und Saarweme

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golei aus über Petersburg in den Handel kommt, von schwachem, an Pferdeschweiß erinnern^Geruch, und der tunguinische, tibetanische oder chinesische, mit welchem der bengalische u>n ^bucharische Moschus ziemlich übereinzustimmen scheint. '

Der tunguinische Moschus kommt au

chinesischen Häfen in kleinen mit Seide überzogenen Kisten mit 25 Beuteln zu etwa -- ^

' ' bedeutend der Verbrau«

20 Unis

_^.rbrauch^!

Jahren dort

in den Handel. Fast der ganze Export geht nach England, und wie

diesem Lande sein muß, ersieht man daraus, daß im Durchschnitt von ~ - „ f!

Unzen im Werth von mehr als 70000 Thlrn. eingeführt und nur 1578 Unzen wieder aführt sind. Bisher galt der von den chinesischen Häfen eingeführte Moschus als der beste,scheint es, daß von Amballa aus jetzt dieselbe Sorte aus dem Landwege noch reiner erhawird, trotz der Firmensiegel und den Anpreisungen und Warnungen vor den Nachahmum ^dieser Doeumente, von denen jene Kästchen begleitet zu sein pflegen. Die Beutel des chmM^Moschus sind meistens rund, 1 —Zoll im Durchmesser, schwach glattgedrückt, mitmlter^auch birnenförmig, der darin enthaltene Moschus löst sich bis zu drei Viertel in Wasier, I'-Moschus ist seines hohen Preises wegen bedeutenden Verfälschungen ausgesetzt, indem a ^fremdartige Körper zur Vermehrung des Gewichts in die Beutel eingeführt werden, name> ^Bleistückchen, Leder u. s. w., oder dem Moschus getrocknetes Blut u. s. w. beigemischt u ,Auch ganz nachgemachte Beutel sind schon in den Handel gekommen. Die chemischensuchungen, die bisher mit dem Moschus angestellt sind, haben keine irgend nennenswertsten^-,sultate ergeben. Der starke Geruch des Moschus soll danach nicht einem darin enthaltenen ^angehören, sondern durch eine fortwährende Zersetzung der Moschussubstanz entstehen, b ' efreilich von einer wunderbaren Langsamkeit sein müßte, um einen so lange haftendenhervorzubringen. Der Moschus wird bekanntlich als Arznei angewendet und steht in dem Jeines belebenden Mittels, seine hauptsächliche Verwendung findet er aber in der Parflw^sabrikation, da es Leute gibt, welchen sein Geruch angenehm ist. ..^>r

Die medicinische Verwendung des Moschus ist in neuerer Zeit billigerweise gegen st^zbedeutend eingeschränkt worden, da derselbe einestheils ein ziemlich kostspieliges Mittel ist, ^häufig durch wohlfeilere ohne Nachtheil für den Kranken ersetzt werden kann, und ändernd^,seine Wirkungen durchaus in vielen Fällen nicht so ausgemacht kräftig und günstig sind, al- ^früher annahm. Im allgemeinen gehören seine Wirkungen denen der Excitantien (s- b'l , )|tdoch soll er belebend bei Schwücheznständen und zugleich beruhigend bei AufregungenNervensysteme wirken, ohne die Herzthätigkeit und den Puls wie andere Excitantientuosen, ätherisch -- ölige Arzneimittel u. s. w.) zu beschleunigen, ohne die Körpertemperatnsteigern oder Magen und Darm zu belästigen. Er wirkt rasch, aber nur vorübergehend uw^.,daher weniger als ein Mittel gegen bestimmte Krankheiten als vielmehr einzelne Symptome }selben. Seine Anwendung wird empfohlen bei Nervenleiden und Nervenzufällen (Schmerzes,Krämpfe Hysterischer, Veitstanz, Convulsionen Gebärender und Neugeborener, Epilepsie,krampf, Keuchhusten, Asthma, Osliriuni trsinsim u. s. w.), bei großen Schwächezustan^ ,,Typhus, Ruhr, Kindbettfieber u. s. w. Seine Anwendung erscheint jedoch unstatthaft bei -entzündlichen Affectionen noch kräftiger Individuen, bei Neigung zu Blutungen (Lungen,

Darm) und bei Texturveränderungen des Hirns und Rückenmarks (Entzündungen, Bluiau-Verwundungen u. s. w.). t£[ it

Mosel- und Saurweine. Die steilen Thonfchieferfelsen, welche die Flußbetten der n"^§Saar und der Mosel von Trier abwärts aus beiden Seiten begrenzen, sind schon seit dender ersten römischen Kaiser Sitz einer ausgedehnten Weincultur. Ausonius, Erzieher des zGratian, der erstes welcher die Moselgegend poetisch verherrlichte, sah 368 v. Cbr. den 2^* .(die ganze Mosel hinab in Flor. Auch jetzt noch bildet der Weinbau den Haupterwerbrzwt-0^Moselaner und liefert in klimatisch nicht zu ungünstigen Jahren eine Reihe vortrefflicher ^von ganz eigenthümlichem Charakter. Man baut vorzugsweise Riesling, der in den Haubüberall den edelsten Wein liefert, und welchem der Moselwein seinen Hauptvorzug, das 2^"^,verdankt. In geringern Lagen zieht man Kleinberger, seltener Sylvaner und Rulander, 1 ^ {I idings auch häufiger den Forster-Traminer (Rothriesling), der selbst in weniger günstigeneinen kräftigen, aber bouquetlosen Wein gibt. Das beste Product liefern die nach ii«' 1

Osten gewendeten steilen Abhänge an der untern Saar und der Mosel; ein viel geringern t j,tniger haltbarer Wein wächst auf dem flachen Sand - und Kalkgebirge oberhalb Saarburg ^ ^den theils auf Flußgeschiebe, theils auf Lehm angelegten Weingärten in der flachem Eben-- ^wegen des gebirgigen Terrains äußerst mühsame Cultur wird im allgemeinen sorgfältig^^sitionell betrieben, und die außerordentlichen Vortheile, welche die Auslese und Spätlcse der^