Mund - und Rachtilhöhlenkrankheiten 599
^ankhnten der Zunge, der Mandeln, der Speicheldrüse», des Kehlkopfs, des Schlundes u. s. w.ka/ a< ^ ,1>0n me ^ r Dber lll ' nbei: bedeutenden Affectionen des Mundes und Rachens begleitet undsokl^ ^ Dn ^ e ^ toe ‘> e öei den angedeuteten Störungen mit besprochen. In dem Folgenden^ bn die Entzündungen, der Brand und der Wasserkrebs sowie der Speichelfluß erörtert werden,Mend Aphten'und Soor, Mandelbrüune u. s. w. in Specialartikeln abgehandelt sind.fcatfi 6 Entzündungen der Mund - und Rachenschleimhaut werden theils nach ihrem^ ^^°gisch-anatomischen Charakter (katarrhalische, phlegmonöse, croupöse und diphtherische), theilsihren besondern Ursachen (mercurielle, skorbutische und syphilitische) unterschieden.
^ Katarrh der Mund- und Rachenhöhlc befallt nur selten die ganze Mundhöhle2 „vft am häufigsten auf die Schleimhaut der Hintern Rachenwand, des weichen Gaumens, des^^^ns und der Mandeln beschränkt, kann daher in gewisser Beziehung als eine leichte Form, l ' Mandelbräune (s. d.) betrachtet werden. Seltener wird die Schleimhaut der Wangen, desGaumens (die feste Decke der Mundhöhle), der Zunge und des Zahnfleisches ergriffen,tarn ann ^ bie Entzündung auch auf die Schleimhaut des Schlundes, des Kehlkopfes, der ausr Rachenhöhle zu dem Gehörapparate führenden Röhre (Eustachische Ohrtrompete) verbreiten.^^ anatomischen Veränderungen, welche Lurch den acuten und chronischen Katarrh auf diesen, fimhäuten erzeugt werden, sind denen anderer Schleimhäute ähnlich und in dem Art. Katarrh.schrieben (s.d.). Je nach Verbreitung und Heftigkeit des Katarrhs werden folgende Symptome/^achtet: Schwellung des Zäpfchens, der Mandeln, in. seltenern Fällen auch der Zunge (die/nu an ihrem Rande Zahneindrücke zeigt); Gefühl von Brennen und Hitze im Munde; Kau-Schlingbeschwerden; reichliche Schleimabsonderung im Munde, selbst Speichelfluß; mitunter^Morgen Brechbewegungen, veranlaßt durch zähe am Hintern Theil des Rachens fest sitzende^chleimmassen; übelriechender Athem, pappiger Geschmack, etwas veränderte (näselnde) Sprache;? le H bei jugendlichen reizbaren Individuen oft stark (z. B.das Zahnfieber der Säuglinge), Appetit-hinderung, Neigung zu Verstopfung. Bei dem chronischen Katarrh fehlt das Fieber, sind auchf selten Schlingbeschwerden vorhanden, wird aber reichlicher ein zäher Schleim abgesondert,ec bes Morgens häufiger (als beim acuten Katarrh) durch Erbrechen ausgestoßen wird; auch istfallendere Störung der Sprache (Heiserkeit) und andauerndes leises Hüsteln vorhanden. Der
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e 1 1 a u f pes acuten Katarrhs ist unter sonst günstigen Umständen ein ein- bis zweiwöchentlicher;
chronische hingegen kann sich durch Monate und Jahre hinziehen, je nachdem die ursächlichenD *Uente in steter Wirkung bleiben (s. d.). Sind diese selbst zu beseitigen, so ist die Affectionheilbar und allermeist nicht gefährlich; nur bei Kindern können durch Betheiligung des Kehl-,,"les mitunter bedenklickie Kritickunasrutälle erreuat werden. Kebr leiibt treten aber unter allen
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mitunter bedenkliche Erstickungszufälle erzeugt werden. Sehr leicht treten aber unter allenänden Rückfülle ein. Unter den Ursachen des primären Katarrhs sind Erkältungen, Eiu-^ st>ng oder Einführung chemisch und mechanisch reizender Stoffe (Einathmung von Chlor-^ ^hfen, von Staub u. s. w., der Genus; reizender Flüssigkeiten oder heißer Getränke), angestrengtes, Zechen u^,d Singen u. s. w. zu nennen. Der secundäre Katarrh kann durch Entzündung nach-»fcher Schleimhäute (anhaltender Schnupfen u. s. w,), infolge von Knochenerkrankungen im. mnde und Rachen, beim Zahnen, bei andauernden Schlund- und Magenkatarrhen (besondersSäufer, die daher auch das fortwährende Bedürfniß des Räusperns und eine heisere Stimme?fn), bei Gegenwart von Aftergebilden in diesen Theilen (Polypen im Hintern Theil der Nasen-Me, im obern Rachen u. s. w.), bei Syphilitischen und Tuberkulösen u. s. w. erzeugt und unter-fen werden. Behandlung. Der acute durch Erkältung erzeugte Katarrh wird durch warmesfhalten (nöthigenfalls im Bett), durch den Gebrauch gelind schweißtreibender Getränke (warme^eeaufgüsse von Flieder, Lindenblüten u. s. w.), durch warme milde Gurgelwässer (Abkochungenf Malven, Königskerzen, Althee, Feigen u- s. w.) und warme schleimige Getränke (Althee,^^dsamen u. s. w.) und durch warme Breiumschläge um den Hals unter dem Unterkiefer behan-J. Bei Stuhlverstopfung sind verschärfte Klystiere und salinische Abführmittel (Magnesia mit.fvnensaft, Cremortartari, Glaubersalz u. s. w.), bei starkem Blutandrang nach dem Kopfe- ^fschmerz u. s. w.) reizende Fußbäder mit Pottasche, Senfmehl u. s. w. von Nutzen. Mitunterauch (jedoch nur auf besondern Rath des Arztes) mit bestem Erfolg Kälte angewandt werden,f Beendigung des Katarrhs ist sonst gesunden und kräftigen (nicht an chronischen Brust-^I^^vnen, wie Bronchitis und Bronchialkatarrh, Tuberkulose u. s. w., leidenden) Personen täg-. ^ Waschen des Halses und fleißiges Gurgeln mit kaltem Wasser, um die Schleimhaut gegensn 11 Einfluß der Kälte abzuhärten, Brustleideuden aber ein warmes Verhalten und möglichste
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fweidung jeder Erkältung zu empfehlen. Bei dem primären chronischen Katarrh sindb"fallz jene milden, einhüllenden Getränke und Gurgelwässer, theils die Anwendung des