Münze 603
u?. ren S* der Brand bald (s. Brand), so erfolgt Heilung, gewöhnlich endigt er aber durch^ ^^^utungen aus den zerstörten Gefäßen, durch Erschöpfung des ganzen Organismus, durchundare Entzündungen (der Lunge u. s. w.), durch entzündliche odematöfe Verschließung der^ie^d^ (^vttisödem, s. Kehlkopskrankheiten), durch Eitervergiftung des Blutes (s. Pyä-
Als eine eigene, aber nur durch ihren steten Sitz an den Wangen besonders charakterisirtedm des Brandes in der Mundhöhle ist der sogenannte Wasserkrebs (der jedoch kein Krebs^ oder das Noma (von vs^L^v, abweiden, um sich fressen, also um sich fressendesn?^d>ür u. s. w.) zu nennen. Es ist dies eine seltene Affection, welche fast nur in den ersten^ENsjahren und bei solchen Kindern auftritt, welche in feuchten, dunkeln (Keller-) Wohnungenß Aufhalten müssen, schlecht genährt und gepflegt werden und durch vorausgegangene schwereankhxj^n (schwere Scharlach-, Masern-, Typhus-, Pockenfälle) sehr heruntergebracht sind. Das
toes*°^ m ^ ont ^ stets ein mit einer blaßröthlichen oder misfarbigen Flüssigkeit gefülltes Bläschen,(i an der Mitte der innern Wangenfläche oder in der Nähe des Mundwinkels sitzt. DasselbeJ |tct und hinterläßt dann ein Geschwür mit misfarbigem Grunde, das bald einen brandigenWalter annimmt. Der Brand verbreitet sich sodann schnell über die ganze innere Wangenflächenicht selten auch über das Zahnfleisch, bricht nach außen durch und ergreift die Augenhöhle,^osicht bietet in diesem Zustande das furchtbarste und abschreckendste Bild der Zerstörung.^ ^ sehr selten erfolgt Heilung, und allermeist gehen die unglücklichen kleinen Patienten unter^ gleichen Zufällen, als oben beim Brande angegeben wurden, zu Grunde. Die Behandlung~ Aoma ist wie die des Brandes nur Sache des Arztes.
, Der Speichelfluß^ Salivation, Ptyalismus (von Saliva und tctuocXov, der Speichel) be-3 t in einer oft massenhaft vermehrten Speichelabsonderung; es können selbst mehrere PfundeJ^el an einem Tage abgehen. Er ist, wenn auch oft nur in geringerm Grade, ein Begleiterr. j- r Mundaffectionen (s. o.), am stärksten,aber bei der mercuriellen Mundentzündung vorhanden,be ^ der Mundhöhle und ihrer Organe durch scharfe Stoffe (Jod, Silbersalpeter, Kupfer-
, Endungen, Copaivabalsam, Taback und Tabacksrauch u. s. w.) kann ihn erzeugen; er fehlt selten^s.stürkern Magenaffectionen und stellt sich bei gewissen Nervenleiden (Zahnschmerzen, Gesichts-Hypochondrie, Hysterie, Geisteskrankheiten) sowie während der Menstruation, Schwanger-^ft und in der klimakterischen Periode (s. Monatsfluß) ein. Das Zahnen der Kinder ist stets«7 stärkerer Speichelabsonderung begleitet; ebenso vermögen gewisse Vorstellungen und Gemüths-(Begier nach wünschenswerthcn Speisen, Ekel u. s. w.) eine solche zu erzeugen. Die ge-lÄrade dieser Erscheinung bedingen keine Beschwerden, die bedeutendern durch das Herab-von vielem Speichel und der in ihm enthaltenen Lust können Magenbcschwerden (Drucket Magengrube, Ausstößen, Appetitlosigkeit) zur Folge haben. In dem bei der mercuriellen^^ntzündung entleerten Speichel ist auf chemischem Wege Quecksilber nachweisbar. Die Be-^vdlung hat vor allem auf die ursächlichen Störungen Rücksicht zu nehmen und diese womög-f jäu heben; lokal sind Mundwässer mit Alaun, essigsaurem Blei, schwefelsaurem Zink, Ab-^Mgen von Salbei, Eichen- oder Ulmenrinde, von China, Ratanhia u. s. w. unter allen^ständen anzuwenden, mit welchen der Mund täglich mehrmals anhaltend ausgespült wird.den Speichelfluß beim Zahnen der Kinder ist nichts Besonderes zu thun; er schwindet von^^obald die Zähne durchgebrochen sind.
Münze ist die Form, in welcher die Metalle als Geld (s. d.) auftreten. Es sind Gewichts-von bestimmtem Werth, für welchen das darauf angebrachte Gepräge Bürgschaft leistet.Y Material für größere Münzen benutzt man gegenwärtig nur edle Metalle und von diesenm°°sruin nur das Gold und das Silber; ausnahmsweise versuchte man (in Rußland) auch dasDie edeln Metalle bieten insofern für die Benutzung zu Münzen wesentliche Vortheile,ej,. le vicht nur durch geringe Veränderlichkeit ausgezeichnet sind, sondern auch in kleinerm RaumeWn ^bvhältnißmäßig großen Werth repräsentiren. Gold und Silber eignen sich wiederum ihrerlichf ^ Verarbeitbarkeit wegen besonders gut; Platin würde wegen seiner absoluten Unveränder-stines sehr hohen specifischen Gewichts ein vortreffliches Münzmaterial abgeben, wennist^ t e ’ ne Darstellung zur Zeit noch mit großen Schwierigkeiten verknüpft wäre. In der That^ >eser Umstand von solchem Einfluß auf den Preis dieses Metalls, daß altes, d. h. in bestimmtetoei, 11 ' k^mchtes Platin im Handel durchschnittlich nur die Hälfte des Handelswerths besitzt,SB*« als unverarbeitetes Metall angeboten wird, während bei Silber und Gold in dieser*^"8 allerdings auch ein Unterschied, aber von viel geringerm Belang besteht.
"Oei den Münzen heißt die Vorderseite der Avers, die Kehrseite der Revers. Die Prägung