Quitte 293
Sv e -Il Ie * re§ «®^9 ema( ^ te ä" und die Frauen lieben es, mit frischen, eingestreuten Früchten ihreru>che einen Duft beizubringen. Der Schleim der Samen (Semina Cydoniorum) wird beiutzündungen, besonders der Augen angewendet. Auch bedient man sich vielfach desielben dazu,^ Haare zu fixiren. Bei den Alten war die Quitte das Symbol des Glücks, der Liebe, derFruchtbarkeit. Sie spielte eine Rolle bei den Mysterien und war der Aphrodite heilig. Die Neu-rrmählten mußten bei den Griechen sogar von einer Quitte speisen, ehe es Nacht wurde. EbensoLeiteten die alten Griechen einen Saft aus den Quitten. Heutzutage darf der Quittenbaum in^>nenr griechischen Garten fehlen. Die Heimat der Quitte dürfte Kreta sein, wenigstens existirtalte Annahme, daß sie aus Kydonia daselbst abstammt. Der Quittenbaum ist sehr genügsam.r befindet sich gut an thonigen, feuchten Plätzen. Sehr zeitig trägt er bereits Früchte. Solche"rzeitige Träger aber muß man ihrer Früchte berauben, da sie sonst unter der Production. n ; Hochstämme tragen sehr stark, und man darf durchaus nicht viel an ihnen herumkünsteln,bil sie besonders an den Zweigspitzen Frucht bringen. Man zieht sie aus Samen, Ablegern,^cklingen und Ausläufern. Endlich veredelt man auch Quitten, auf Birnstämme. Die Ableger'bgt man im Frühling nieder und drückt sie unter die Erde. Wenn man sie feucht hält, so hat
man in der Regel schon im Herbst sobewurzelte Bäumchen, daß man sie imnächsten Frühling umpflanzen kann. ZuStecklingen nimmt man Sommerschoffevon 2 — 3 Linien Stärke und setzt sieschattig. Man muß sie fleißig begießen.Die Bewurzelung geht langsam vorsich. Die Wurzelauslüufer sind sehr gutbrauchbar und schnellwüchsig. Man räth,die Schleimschicht der zu säenden Samenvorher durch Waschen zu entfernen.Wir bilden unter a einen Blütenzweigin y 3 natürlicher Größe ab; b ein Blu-menblatt, in 14 natürlicher Größe; ceine Frucht, in % natürlicher Größe;d dieselbe im Längsdurchschnitt, in '/ 3natürlicher Größe. Eine zweite Quitteist C. Japonica P. Sie ist ein Strauchmit abstehenden oder niedergebogenendornigen Zweigen. Die Blätter sindkurzgestielt, lanzettlichspitz, glänzend,sägerandig, in der Jugend etwas be-haart, die Nebenblätter groß, blattig,ziemlich herzförmig oder nierenförmig,hinfällig. Die Blüten erscheinen vor^ den Blättern und stehen in Büscheln
a 011 öwei bis sechs. Man hat eine besondere Gattung, Chaenomeles Lindl., aus ihr gemacht.^ Jahre 1796 wurde diese Art aus Japan nach England eingeführt und erst 1810 in Frank-Man zieht den hübschen Strauch frei und am Spalier. Er fordert in sehr harten Winterngute Decke. Am Spalier bringt er leichter Frucht. Dieselbe schmeckt roh ganz entsetzlich.g! 1 ' 1 Psd. Obst rechnet man 1 Pfd. Zucker. Der Name der Art nennt das Vaterland. Vonle botb führte neuerlich eine weiße und eine hcllrosenrothe Abart ein, letztere mit tiefgenabeltcr"cht (Cydonia Japonica rnobilicata).
Zum Genusse werden die Quitten geschält, je nach ihrer Größe in 4—6 Theile geschnitten,^gekernt und entweder als Würze zu Apfel- und Birnencompot verwandt oder als selbständige^?ychte zubereitet. — Quitten in Zucker eingemacht. Man richtet sie in der beschriebenenste^ Bor ' sie in Wasser fast gar, gibt sie dann auf ein Sieb zum Abtropfen und trocknet. dann noch mit einem Tuche sorgfältig ab. Während dieser Zeit hat man für jedes Pfunduchw 3 /^ Pfv. Raffinadezucker mit einem Glas Wasser miteinander gekocht, geschäumt undtz ,^^ocht, bis die Lösung Fäden zieht, da hinein thut man die abgetrockneten Früchte, läßt sie“Kbä weich kochen, legt sie dann mit dem Schaumlöffel in eine Einmachebüchse, läßt den Saft>eder zur frühern Eonsistenz einkochen, gießt ihn über die Quitten und verwahrt die Früchte mit
Der gemeine Quittenbaum (Cydonia vulgaris).