Rheinweine 343
2? e «. Im Kelchgrund findet man, vergleichbar dem Fall bei den Celastrinccn, eine ange-'Jlcmii Scheibe. Der Blumenblätter sind so viel wie Kelchblätter, vier oder fünf, meist amSie stehen abwechselnd mit den Kelchblättern und sind oft genagelt, meist>veLi, 'Knospenlage gefaltet. Oft fehlen sie. Die Staubgefäße stehen vor ihnen undsie f . a ^° ab mit den Kelchblättern. Oft sind sie in die Blumenblätter eingeschlossen, welcheHingeben. Die Fäden sind walzig oder gedrückt, meist sehr kurz. Die Staubbeutelr>Md ^Olich, eiförmig, zwcifächerig, mit Längsspaltcn, oder uiercnförmig und kreisrund, mits l ^"^ipalt. Der Fruchtknoten ist frei oder eingesenkt, zwei- bis vierfächerig. Ebenso viele$>ie c-' h,e ^ e mehr oder weniger miteinander verwachsen. Narben einfach, frei oder verwachsen,ist^ .?'»^knospen in den Fächern einzeln oder doppelt, sitzend oder gestielt, anatrop. Die Fruchte * l,e Simubcere m j t e in, ^ei, drei Fächern. Es kommen auch Nußfrüchte und zwei- bis"opfige Früchte vor. Die Samen sind in den Fächern einzeln, selten zwei, vom Grundeschi ai' ^ en mit Samenmänteln. Die Außenhaut ist glatt oder faserig. Das Eiweiß ist flei--isl.^msaur, gelblich. Der Keimling ist groß, geradlüufig, oft gelb. Die Keimlappen flach,
»litt ^ iPaliureae: die trockene Frucht geflügelt, Paliurus T., ein dorniges Gesträuch desmaischen Gebiets. II. Franguleae: die Frucht eine Steinfrucht oder Kapsel, ober- oderg e u » te ‘'ftanbig, vom Kelchbecher umgeben. Bäume und Sträucher mit wechselständigen oder^^^»stehenden Blättern. Zizyphus T., s. Brustbeere; Rhamnus Juss., s. Kreuzdorn undCtx- III. Colletieae. Frucht oberständig, trocken, ungeflügelt, mit Kelchbecher. Dornige
^ ^^hbr. IV. Phyliooao. Frucht eine flügellose unterständige Kapsel. V. Pomaderreae.Stuüf e -”' e flH9 e ü°f e Kapsel, deren Knöpfe am Grunde Hautfenster haben. VI. Gouanieae.auk.v . unterständige Kapsel mit oder ohne Flügel, deren Knöpfe innerseits mit Spaltenisprmgxn.
^er ^E^^wrille. Das Rheinthal von Rheinhessen bis zur Mündung der Ahr ist die Heimatsoll deutschen Weine. Die Weincultur in diesem Gebiete ist uralt; schon im 3. Jahrhunderti>«it k" ^mische Kaiser Probus die Rebe an den Rhein verpflanzt haben; den rüdesheimer Wein-s>»nd ^ Tradition auf Karl den Großen zurück, historisch ist er seit 1074; aus dem 9. Jahr-m »ett liegen Urkunden des Erzstiftes Mainz über Weingewinnung im Rheingau vor. Beide^ des Flusses und seine Seitenthäler liefern eine Menge der edelsten Weißweine, weniger^ ’ l0e ine; jene sind wenig süß, aber reich an Alkohol und Bouquet und sehr haltbar; im Alterden sie dunkler, aber auch stärker und bekommen ein eigenthümliches, starkes Aroma, diej| c » e > die Nothweine sind mild, weich, bouquctreich und stehen dem Burgunder wenig nach. AlsPj°^,des rheinischen Weingebicts gilt der Rheingau, welcher sich auf dem rechten Ufer von\f t ,f bis Lorch erstreckt, dem aber gewöhnlich noch Hochheim a. M. zugerechnet wird. Hieret . ein »9 e tt sich alle Bedingungen, um auch in weniger guten Jahren einen vortrefflichen Wein zurf U * klimatischen Verhältnisse sind die günstigsten; die von Osten nach Westen sich cr-l^ bnde, gegen Norden durch den Taunus geschützte, gegen Süden in das rheinhessische Hügel-»uf ^^in geöffnete Thal entbehrt weder reichlichen Sonnenschein noch die herbstlichen Nebel,£< welche der rheinische Winzer einen so hohen Werth legt; der Boden ist kalireicher verwitterter. »schiefer; die edeln Traubensorten, meist Riesling, in Rüdesheim auch Orleans, werden ra-. » niedern Pfählen und in weiten Zwischenräumen gebaut und reichlich gedüngt; die Wein-»Mi -^» bet f e ^ r spät, im November, wenn viele Trauben schon die Edelfäule erlangt haben, stattsorgfältiger Auslese verbunden. Die Perle des Nheingaues ist der Johannisberg,p ichen . Winkel und Geisenheim, seit 1814 als österreichisches Lehn Eigenthum des Fürstensju t^nich. Derselbe liefert von etwa 60 Morgen in günstigen Herbsten bis 40 Stück Wein im^ "he von 75 —80000 Fl.; etwas geringer sind Johannisberg-Claus und Dorf Johannisberg.t>exJohannisberg rivalisiren der dem Herzog von Nassau gehörige Steinberg bei Erbach,»nh ^Hmer Berg, das größte rheinische Weingut von 400 Morgen, welcher aus den großenIjeii gkivürzreichen OrleanStrauben den hochfarbigsten und feurigsten Rheinwein liefert, Rüdes-zj »br Hinterhaus und Oberfeld, Hochheimer Domdechanei und Stein, Geisenheim, welches im^ . ^"berge die beste», im Kosackenberge, Morschberge und Kappelgarten etwas geringere Weineg°"t, ver Markbrunnen auf der Grenze der Gemarkungen Hattenheim und Erbach, in dessen^ 'gebuug der liebliche Markobrunner wächst, der Gräfenberg bei Eltville und das Rauenthal.derU"^^ Gewächse gelten die Weine von Hallgarten, Winkel, Hattenheim, Elfeld, Erbach undBodenthaler aus einer Thalschlucht bei Lorch.
^"3inpreußen zwischen Bacharach und Koblenz liefert die leichtern, angenehmen Rheinthal-»». Die besten wachsen aus dem linken Ufer bei Bacharach, welches im Mittelalter als Stapel-