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6 (1864) Sechster Band. Pacht–Stapelia
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359
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Rochen 359

nua*^ 611 ^Eifen Europas, Asiens und Amerikas rüsten alljährlich viele hundert kleinere Schisse*7> die an den Küsten des Eismeers aus den Robbenfang gehen. Man sucht namentlich diecharen, welche oft meilenweit in das Land oder auf das Eis sich vorgewagt haben, zu überrascheng etfdjtägt dann die mühsam Fliehenden mit langen, dicken, eisenbeschlagenen Stöcken oder^ulen. Ein Schlag auf die Nase streckt den größten Seehund zu Boden. Auch harpunirt man/ oder schießt ihnen mit Schrot ins Gesicht, um sie dann zu spießen. Die Felle, die stets einstraffes Haar haben, werden zu Ueberzügen, Taschen und Fußdecken verwendet, der Thran9 der Speckschicht ausgesotten, das schwarzrothe, grobfaserige Fleisch meist als Haisischköder ver-ödet und nur das Herz von den europäischen Matrosen gegessen,j. lassen sich in dieser großen und artenreichen Ordnung der Säugethiere zwei Familien^unterscheiden: die eigentlichen Seehunde, Fischfresser (Phocina), mit echtem Raubthier-y spitzzackigen Backzähnen, kegelförmigen Eckzähnen und kleinen Schneidezähnen, und dieGlosse (Tricliecliida), mit verkümmerten Schneidezähnen, hauerartigen Stoßzähnen, die weit^ dem Oberkiefer nach unten ragen, und cylindrischen Backzähnen, die sich besonders von"schein nähren.

, dinier den eigentlichen Seehunden finden sich welche, die eine kleine, rudimentäre Ohrmuschel» die Ohr robben (Otaria), zu welchen die Seebären (0. ursina) und die Seelöwen^"'ludata) gehören; erstere, die namentlich an den Aleuten Heimaten, gleichen im Alter durchmgen Pelz, brummiges Betragen einigermaßen den Bären, letztere durch eine gelbbraune"^de, Halsmähne und Gebrüll dem Löwen. Der Seebär erreicht bis 18 Fuß, der in den süd-

Fig. 2. Das Walroß (Tricheclms rosmarus).

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iDleeten hausende Seelöwe nur bis 6 Fuß Länge, während dagegen die Blasenrobbenl Mophora), welche entweder, wie der Seeelefant (0. proboscida), eine rüsselförmig ver-werte Nase (nur das Männchen) oder, wie die Mützen robbe (6. cristate), einen kapuzen-CP^^en Sack auf der Nase tragen, bis 30 Fuß lang werden. Die gewöhnlichen Seehundes "°ca), von denen viele Arten bekannt sind, erreichen dagegen höchstens 78 Fuß Länge.

Die Walrosse (Trichechus rosmarus, Fig. 2), die hauptsächlich um Spitzbergen vorkom-und höchstens 20 Fuß Länge erreichen, unterscheiden sich auf den ersten Blick durch die bis. Tuß langen, etwas gebogenen Stoßzähne, die aus den unförmlich aufgewulsteten Lippen undmen Schnurren hervorstehen. Die wenigen Backzähne sind meist abgerieben, denn die Nahrungosteht wesentlich aus Muscheln, die sie mit den Stoßzähnen aus dem Grunde wühlen. Daswer bildet einen Uebergang von den fischfressenden Robben zu den Dickhäutern und pflanzen-oessenden Walthieren. Man jagt es der Haut, des Fettes und der Stoßzähne wegen, die das°"e Elfenbein liefern, die Jagd ist aber außerordentlich gefährlich, da das harpunirte Thieruthend mit den Hauern um sich schlägt, während seine Genossen ihm unter entsetzlichem Gebrüllosttehen und das Boot mit den Zähnen zu zerfetzen oder umzureißen suchen. Nichtsdestoweniger^ Egt man jährlich nur bei Spitzbergen wol 20000 dieser Thiere. Das Fleisch wird geschätzt.

Rochen (Rajas). Eine große Familie der quermäuligen Knorpelfische (Plagiostomen, s.P'lw), welche sich auf den ersten Blick durch die auffallende Körpergestalt unterscheidet, wenigstensihren typischen Formen. Schiller's Taucher sieht bei seinen unterseeischen Expeditionendes"i°chens greuliche Ungestalt", und in der That ist der scheibenförmige, platte, bald runde, bald