säur.
Salzfluß 421
die essigsauren Acetate, die ameisensauren Formiate u. s. w. Eine Auf-Nur ^^ilicher Namen ist hier unmöglich, da die Zahl der betreffenden Säuren zu groß ist.S U 1 ! ei erlB ^ nt ' daß alle Namen dieser Art im Deutschen auf at, im Lateinischen auf as endigen,ßnde Mi' ^ras, Acetas u. s. w. Um dann die Basen zu bezeichnen, setzt man blos das betref-'tii'bn ^ ^aU als Grundwort vor, z. B. Quecksilbernitrat, d. i. salpetersaures Quecksilber; Kalium-kohlensaures Kali u. s. w.
dksse, Salzfluß ist die volksthümliche Bezeichnung für eine besonders ausgeprägte Form
schied'^" Hautausschlags, welchen man in der Medicin als Ekzem bezeichnet. Diese in sehr ver-<ill. Form auftretende Krankheit soll hier, im Anschluß an den Salzfluß insbesondere, imleiten' 5111611 k e Ü ,roc f) eK werden. Das, Ekzem ist nämlich die häufigste Form derjenigen Krank-*° e ^ e auf einer Entzündung der Haut beruhen. Sein Wesen besteht in entzündlichen
0lU) ,, », - ■ .uCn der obersten Hautschichten, verbunden mit reichlicher Absonderung von
fette f t r 1 Untcr Oberhaut, d. h. die oberste hornige Schicht der Haut, oder aber, wenn die-Isxj ^d"' auf die freie Fläche der Haut. Außerdem charakterisirt es sich dadurch, daß es dietztx^^ l>at, mehrere Partien der Haut zu befallen und sich, wenn es zunächst an einer kleinenW . Sonndt hat, weiter auf der Haut zu verbreiten. Das Ekzem ist in gewisser Art analogdjxsbEntzündungen der Schleimhaut, welche man als Katarrhe zu bezeichnen pflegt; wiet 0 ’ e häufigste Erkrankung der Schleimhaut darstellen, so die Ekzeme die am häufigsten vor-der Erkrankung der äußern Haut. Außerdem ähneln sich beide Afsectionen dadurch, daßtief Clr ,! e bort die obersten Schichten der Haut von der Erkrankung befallen werden, weniger dasIjjl J 1 ?®! Gewebe der Haut oder Schleimhaut. Beiden ist eine reichliche Absonderung von? "t gemein, und beide pflegen sich leicht über größere Partien der Haut und Schleimhaut^berl re ' ten ’ Die erwähnte Absonderung von Flüssigkeit und Ansammlung derselben unter der^ ern dieselbe noch besteht, hat, wenn sie an einzelnen Stellen besonders reichlichHopfen bildet, die Entstehung entsprechend großer Bläschen auf der Haut zur Folge,ki e j,,."" eine große Anzahl von Ekzemen in der Form eines Bläschenausschkags auftreten. IstÄnderung weniger reichlich, so wird die Flüssigkeit die Oberhaut nicht zu Blasen erheben,5S et j ttl >vird nur eine gleichmäßige geringe Schicht unter der Oberhaut bilden, welche im weiternkg^^dfe eintrocknen und sich später mitsammt der Oberhaupt in Form von Schuppen abstoßent)Lj 'Sft andererseits die Absonderung sehr reichlich, oder auch bei geringerer Absonderung die§«ut Ut - sehr dünn und leicht zu durchbrechen, so wird sich die Flüssigkeit auf die Oberfläche derExs^bkgießen, und es wird sich eine nässende Stelle (nässende Flechte) bilden. Enthält dastüty_b* h. die abgesonderte Flüssigkeit, reichliche Mengen von Zellen (Eiterzellen oder Eiter-^ dadurch mehr oder weniger milchig getrübt, bekommt mehr oder weniger
^klw lnit Eiter, und die gebildeten Bläschen erscheinen dann nicht als Wasserhelle Bläschen,^ Eiterbläschen. Ist infolge reichlicher Absonderung die ganze Oberhaut abgestoßeniti^t ^kgt also die oberste Schicht der Lederhaut ohne Bedeckung frei, so zeigt sich dann eine
ini[,e[ r "under große, stark nässende, intensiv gerathete Hautsteüe, und zwar wird eine solche
die Ubs"^re mit dem Namen Salzfluß bezeichnet. Ist auf einer solchen oberhautlosen HautstelleUnbiQ 0 '^ ei ‘ung minder reichlich und dickflüssiger, so trocknet sie leicht ein, es bilden sich Schorfeg«t tz ^ welche oft eine große Dicke erreichen und dem Laien den Eindruck einer ganz undTchj^^udenen Krankheit machen. Bei allen Ekzemen sind infolge der Entzündung der obersten»lz bet Lederhaut (d. h. der sogenannten Papillarschicht) die Blutgefäße dieser Schicht stärkergerhj' Änlich mit Blut gefüllt, und deshalb erscheint das kranke Hautstück mehr oder minder^ ""chdem die Blutüberfüllung größer oder geringer, andererseits die Oberhaut mehr oderZ»>,^?""chflchtig ist oder ganz fehlt. Die Ursachen der Ekzeme sind außerordentlich verschieden,ist n? ‘ 6ibt es sehr viele, welche infolge eines auf die Haut ausgeübten Reizes entstehen. So^"sfall' ä" hohe, die Haut treffende Hitze, sei dieselbe nun eine künstliche oder durch directes^äetnp 6 -* ^ et Sonnenstrahlen auf die Haut erzeugte, eine sehr häufig vorkommende Ursache starker"'^besondere des Gesichts. Eine unter den Tropen sehr häufig vorkommende Haut-e iit bitt* tD . e ^ e "is sogenannte Flechte der Tropen bekannt ist, scheint nichts anderes zu sein alsder (g * die intensive Hitze jener Gegenden erzeugtes Ekzem. Das durch directe Einwirkungen^I^"fl"ahlen erzeugte Ekzem nennt man insbesondere das Sonnenexanthem, sxantbawa§aut j: dauernder Gebrauch warmer Bäder oder heißer Mineralwäsier ruft zuweilen auf der
^""tass" ,?^3emein verbreitetes Ekzem hervor, welches einen Theil der als Badefriesel bekannten^ctb e ;J. e , c lDnen bildet. Diesem sogenannten Badefriesel wurde von den Aerzten, besonders von den» e " früher eine sehr große Bedeutung beigelegt; man betrachtete es als ein kritisches, d. h<