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6 (1864) Sechster Band. Pacht–Stapelia
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422 Salzfluß ( (

als ein die Wendung der Krankheit andeutendes Zeichen, während es in der That lediglich die ^der Wärme des Wassers oder der reizenden Bestandtheile des Mineralwassers ist und f»Verlauf der innern Krankheit, derentwegen der Patient die Bäder nimmt, gar keine Bederuhat. Andere Ursachen sind die Einreibung reizender Salben, z. B. der grauen QuecksilbersauApplication reizender Umschläge, z. B. des Senfteigs bei Personen mit empfindlicherwiederholt angewendete kalte Umschläge und kalte Douchen und viele andere unter dem Ader Hautreize bekannte Heilmittel. Auch die sogenannten kritischen Hautausschläge derdoctoren, welchen ebenfalls von feiten der letztern früher und bisweilen noch jetzt eine 9Bedeutung beigelegt wurde, sind sehr häufig nichts anderes als Ekzeme, denen keine weite"deutung in Bezug aus den innern Zustand des Organismus zukommt. Zu diesen von "gebräuchlichen Reizmitteln kommen nun noch viele andere, welche zufällig auf die Hautund zur Ursache eines Ekzems werden können. Vor allen die Krätzmilben sind sehr häufig d" ^fache zum Ausbruch eines Ekzems theils durch den Reiz, den sie selbst auf die Haut^ausu ^theils durch das viele Kratzen, welches sie zu veranlassen pflegen. Der Krätzausschlag ist " ^Art. Krätze einer besondern Betrachtung unterworfen worden. An diese auf directe Reiz^S ^Haut beruhenden Ursachen des Ekzems schließt sich als häufige Ursache der gehemmte Abfi'w ^Blutes aus den Hautvenen an. Ohne weiter darauf eingehen zu wollen, aus was für G«»' ^eine solche Störung des Kreislaufs hervorgebracht werden kann, wollen wir doch erwähnen,solche Erschwerungen des Blutabflusses aus den Hautvenen vorzugsweise an den untern 0kmitäten häufig sind, und das; deshalb auch Ekzeme an diesen Theilen, und zwar besonders ®nische Formen derselben, etwas sehr Gewöhnliches sind. Endlich sind in vielen Fällen diedie Folge einer krankhaften chemischen Zusammensetzung des Blutes, ohne daß sich angeben 11 j,welcher Art diese Mischung eigentlich ist. Wir sehen aber bei sogenannten skrofulösen und "® (|ltischen Personen neben vielfachen Nährungsstörungen in andern Organen, insbesondere t» . ,Drüsen und den Schleimhäuten, auch sehr häufig Ekzeme. Ebenso sind dieselben ein nml j,tener Befund bei Bleichsüchtigen. Trotz den vielen Ursachen, die wir hier für das Ekzemsgeführt haben, ist es doch in sehr vielen Fällen nicht möglich, eine derselben in bestimmtem ,aufzufinden, und es mag wol sein, daß es noch gewisse, uns unbekannte Veranlassungen 3 ,Ausbruch dieser Krankheit geben kann. Jedenfalls haben verschiedene Personen eine verschl"Disposition für diese Krankheit, besonders wird eine zarte und leicht reizbare Haut unter >begünstigenden Umständen sehr zu ekzematösen Entzündungen geneigt sein, und auch eine 6"keit der Anlage scheint vorzukommen. , (1 i,

Die Krankheit ist besonders lästig durch das lebhafte und unwiderstehliche Bedürfniß zuein Symptom, welches ührigens, wie bekannt, allen Hautkrankheiten zukommt, bei deue»oberste Schicht der Haut, der sogenannte Papillarkörper, derselben, welcher die Enden der ^pfindungsnerven enthält, erkrankt. Die befallene Hautstelle ist, wie schon oben erwähnt,mit kleinen Bläschen, bald mit kleinen Pusteln oder mit Schuppen bedeckt oder stellt, weu"^Oberhaut bereits abgelöst ist, eine rothe und nässende oder auch eine mit Borken und Kruste ^setzte Fläche dar. Je nachdem die Krankheit rasch verläuft oder sich in die Länge zieht ol5et ,.%ioft wiederholt, unterscheidet man ein acutes und ein chronisches Ekzem, welche jedoch iu u ,,:Wesen wenig unterschieden sind. Das chronische Ekzem wird sich insbesondere allemal da , -wickeln, wo die Ursachen der Krankheit fortdauernde sind und daher der Krankheitsproceß ";unterhalten oder von neuem zum Ausbruch gebracht wird. Es wird auch eine längere 3^*idem Ekzem behaftete Hautstelle oft derart in ihrer gesammten Ernährung gestört und infeinern Baue derart verändert, daß eine Heilung des Ekzems doppelt schwer wird und sichhalb in die Länge zieht. Die Haut verdickt sich in solchen Fällen, fühlt sich fest und sehr derbist wenig dehnbar, läßt sich nicht leicht in einer Falte beben u. s. w. Zu gleicher Zeit w ^meistens stark geröthet. Man unterscheidet je nach der Ausdehnung des Ekzems ein allgen"' ^und ein partielles Ekzem. Das allgemeine Ekzem betrifft einen großen Theil der Hautnimmt jedoch nur in den seltensten Fällen die ganze Körperoberfläche ein. Es ist überhaup,ganzen ein seltenes und, wenn es chronisch geworden ist, ein sehr hartnäckiges, schwer zu $ cl ^des Uebel. Die partiellen Ekzeme beschränken sich, wie der Name besagt, nur auf einzelne, ,begrenzte Partien der Haut. Ist der Sitz dieses partiellen Ekzems z. B. ein Theil, der Koplb"^so tritt zunächst ein starkes Nässen des Ausschlags ein, weil die entstehenden Bläschenzerkratzt oder zerkämmt werden. Die Haare verkleben miteinander, und es entstehen baldweiche, oder dicke und harte Grinde, welche man früher als eine ganz besondere Form desausschlags behandelt hat. Die schwer durchzuführende Reinhaltung eines solchen Kopfes, besou