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Schimmelpilze
und deshalb specifisch leichtern Sporen zwar wie gewöhnlich in die Höhe gebracht, ‘ ?
unmittelbar an die Luft zu treten, wurden sie großentheils an die obere Wand des R » ^rvhrs gelagert, um da unter Wasser zu bleiben. Er schüttelte die Flüssigkeit täglich ew" „schon am zweiten oder dritten Tage bemerkte er bei + 15 — 16° R., daß sich um die ®P Dren 4i u nävon Pilzmycelium ausbildeten und daß hier, und ausschließlich in diesen, eine Gasentw'begann. Da das Gas die jungen Flocken nun doppelt so leicht an die freie Oberfläche bei’keit hob, so war von da an ein häufigeres Schütteln nöthig, um sie wieder hinunterzum ^Dieser Versuch, auf das Mannichfaltigste modificirt, ergab stets dasselbe Resultat unbkein Zweifel, daß die Gasentwickelung an die Vegetation dieser Pilze geknüpft war. Naw ^Zeit wurde die Flüssigkeit sauer von Bildung von Essigsäure und die GasentwickelungkftrAls nun die trüb gewordene Flüssigkeit untersucht wurde, so ließen sich neben einigenund Keimkörnern mit kurzen oder langen Fäden noch eine sehr große Anzahl vonallen Stufen der Brutbildnng erkennen. Die Untersuchung bewies, daß hier mehratype Fruchtfäden von Penicillium vorlagen, welche den bereits von Meyen erwähntender knieförmig gebogenen Zweige tragen. Die Hefenzellen, welche sich an den Wafserfäden ^unterscheiden sich vor den normalen, an der Luft gewachsenen Keimkörnern des ksnioiluudurch ihre bedeutende Größe, ließen aber alle Uebergänge leicht erkennen und behielten ' ^ . u c()gung zur Brutbildung mit Abschnürung sotvie zum leichten Zerfallen bei, die imdie Sporenketten des Penicillium kennzeichnet. Sie schnüren Brüt ab und bilden kleine w ^welche bei der geringsten Erschütterung schon zerfallen. Weiter entsteht Hefe durch eine das ^senktsein in die Flüssigkeit voraussetzende Knospung der Sporen selbst und endlichConidienbildung einzelner Aeste des Wassermyceliums. Bail beobachtete eine endogone L e rnvon Keimzellen, die H. Hoffmann, unser neuer Gewährsmann, nicht traf. Bail sah sie ^Schimmel auf ausgekochtem Malz. Die Fruchtfäden bilden sich nur an der Luft, dagegendie Entwickelung Hefe gebenden Myceliums (Schizomycelium) bedingt durch eine Flüssim^^ ,u
womöglich schleimiger Beschaffenheit. Anwesenheit von Zucker scheint ganz unbedingt 0 t ,sein. Bei der Hefebildung kommt es aber auch auf die Lage der Sporen an. Der Joha»und Stachelbeerwein wird bekanntlich so bereitet, daß man den rohen Saft mit Zucker s"Thcilen Wasser vermischt und der freiwilligen Gärung überläßt. Schüttelt man aber ftugepreßten Stachelbeersaft anhaltend und tüchtig in einem Reagensrohr mit 1 Volume»und stellt die Flüssigkeit dann völlig ruhig und senkrecht hin, so gürt dieselbe nicht, dielmev^.^,,sich ein Filz vom Penicillium auf der Oberfläche. Der Grund liegt darin, daß die nowPilzzellen in der Flüssigkeit alle an die Oberfläche steigen, wo sie Fruchtfäden entwickelndes Hefenmyceliums. Wenn man indessen das Schütteln im Verlauf mehrerer Tagewiederholt, so tritt die wirkliche Gärung ein, da dann auch das längere Untersinken dsporen erreicht wird. Unter allen Flüssigkeiten, mit denen H. Hoffmann arbeitet, zeigtso günstig für die künstliche Erzeugung einer fast fadenfreien Hefe, als die Bierwürze. ' ^0die Hefe lebhaft vegetirte, fand sie sich in Gestalt von vier- bis zwölfgliederigen Kette»' . (lll iMeyen als Saccliaromyces aufgestellt hatte. Ost auch sind sie dendritisch verzweigt.nach trennen sich die Glieder und sinken als Pulver zu Boden, wo sie dann als einzeln tet iioder mit Brutknospen versehen, liegen. Richt blos mit Penicillium, sondern mit vielen ^1;-Pilzsporen erzeugte H. Hofsmann stärkere oder schwächere Gärung. Er setzte asierha»^.^xhsporen oder ganze mit Staubpilzen besetzte Blätter, Flüssigkeiten, wie Johannisbeersaft ,^ „tffbeersaft, Zuckersaft, frischgekochter Bierwürze zu und leitete so bei 15—20° R. st»e s „istschwächere Gärung ein. Indessen mögen freilich Keimkörner angeflogener Schimmelai ^beigemengt gewesen sein, da es fast absolut unmöglich ist, die Sporen im reinen 3 11erlangen. Auch der von Büchern abgekehrte Staub brachte bei gleicher Behandlung ^hervor. Die Flüssigkeit hielt zuletzt Hefe und mehr oder weniger zahlreiche Bacterie»' ^ a (iebildete sich auf der Oberfläche Penicillium und Ascophora aus. Die so erzeugte Heft „>»Eigenschaften der gewöhnlichen Hefe roher Fruchtsäste und einzelne Zellen schwankten 'das Funfzehnfache ihrer Größe, wie bei jener. Besonders ist die aus Penicillium in d^ns^mit Bacterien untermengte Hefe zum Verwechseln der gemeinen Bierhefe ähnlich. Die w je*Eigenschaften sind dieselben. Die Kohlensäurebildung ist beständig. Es setzt sichebenso schön steigt und gerade so große Poren bildet, wie mit der besten käuflichen Heft-, nl i e 0'gelang es nicht, mit Sporen von Agaricus und Boletus irgendwelche Hefebildung el , na gjgett 5obschon sie sehr gut unter die Flüssigkeit sinken. Demnach haben nur gewisse Pilze tiethümlichkeit, zuckerhaltige Flüssigkeiten unter Gasentwickelung zu zersetzen oder andere org