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stuf werden die Gänse in grobe Leinwand genäht, wobei nur Hals, Beineund Steiß frei bleiben, und an Stricken in einer dunkeln Kammer ausge-hängt, und zwar so hoch, daß man sie bequem auf den Schoß nehmenkann, um sie zu stopfen. Au den Nudeln zum Stopfen nimmt man ge-sthrotenen Mais, Gerste und etwas zerkleinertes Aiegelmehl. Außerdemwacht man aber auch noch zweierlei Nudeln aus gleichem Teige, thut aberin die erstem zu jeder eine kleine Messerspitze voll feinen Hammerschlag, undin die letztem eine größere Messerspitze voll sein gepulvertes Spießglas. Alle8 Sorten werden hart gebacken. Im Anfange der Mästung stopft mantäglich 3 mal, jedesmal 9 Nudeln, so daß aus 2 gewöhnliche Nudeln einewit Hammerschlag folgt und die siebente Spießglas enthalt. Am zweitenTage werden jedesmal 12 Nudeln gereicht und so stufenweise fort bis auf30, welche Erhöhung bis zum 7ten oder 8ten Tage erfolgt, wobei mandann bleibt, so daß eine Gans täglich 90 Nudeln erhält. Nach dem I2tenoder I4ten Tage, je nachdem die Mast mehr oder weniger anschlägt, wirddiese Anzähl von Nudeln in 4 Gaben verabreicht. In den Wassertrog, derihnen bequem zum Saufen zur Hand sein muß, wird täglich kaltes Wassergethan und warmes nachgefüllt, auch thut man öfters frischen Sand hin-ein. Einige thun auch unter die Nudeln sein zerstoßene Wachholderbeeren,Salz und Fenchel, und in das Wasser gestoßenen Schwamm vvm Larchen-baume. Wenn man sich ganzer Körner zum Stopfen der Gänse bedienenwill, so muß man solche wählen, die nicht zu klein und spitzig sind, weilvon diesen sonst eins oder das andere in die Luftröhre schlüpfen kann. Diedazu geeignetsten Körner sind demnach der türkische Weizen und die großenErbsen. Sehr zweckmäßig werden dergleichen Körner vor dem Gebrauch ersteingequellt, oder noch besser, gekocht, weil sonst das Thier in Folge des Auf-quellens derselben im Kröpfe leicht ersticken kann. Um zu verhüten, daß dieGans nach dem Stopfen die Früchte nicht wieder aus dem Halse schleudere,steckt man ihr zuletzt eine etwas starke Stopsnudcl von Brot in den Halsstuf die Körner. Um vorzüglich große Lebern zu erhalten, giebt man denGänsen in den ersten Tagen der Mästung alle 48 Stunden eine Messer-voll gepulvertes Spießglas in einer Nudel; oder man thut unter einen^heil des Nudelteiges etwas Pfeffer, halb so viel Ingwer und Salz, machtIstdann aus diesem Teige besondere Nudeln und stopft so den Gänsen wö-chentlich ein paarmal, jedesmal 2 dergleichen, ein. Ueberhaupt aber kannss>stn auch zu diesem Zwecke wahrend der Mastzeit Holzkohlen im Saustrvgehalten, oder auch etwas Kohlcnpulver unter den Nudelteig kneten. JeneMittel, deren man sich, um große'Lebern zu erhalten, bedient, wobei manb>e Thiere in ganz enge Behälter sperrt, die ihnen jede nur mögliche Bewe-gung rauben, sogar noch die Füße durch die Schwimmhaut auf ein Fußbretuagelt, ihnen wohl auch noch die Augen ausstickst u. f. w., sind als un»^tnschlich zu verwerfen und verdienen keiner nähern Darlegung. EineHauptsache bei Allem bleibt es immer, daß man die Thiere so füttere, daßsie recht fett werden; in diesem Falle wird auch die Leber an sich schon^ne ansehnliche Größe bekommen, indem das Fett sie vorzüglich ausdehnt.Ferner darf es hierbei den Thieren niemals an reinem Wasser fehlen, daite tn Folge ihres > fetten Zustandes immer zum Trinken gereizt werden,grober Sand und Sah ist aber schon zur bessern Verdauung nöthig, sowie Kohlenpulver sehr zuträglich, da die Mastgänse häufig an Fäulniß desvutters im Magen leiden. Das Gewicht einer ausgemästeten Gans hängtC°nv. Lcr. d. ges. Land- u. Hausw. IV. 3