Garten.
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Zwiebelgewächse, Sommerlcvcoien, chinesische Astern oder andere Sommer-blumen, die man zu diesem Zwecke spater auf kalte Mistbeete oder aufwarme Rabatten im Gemüsegarten aussäet, so wie man überhaupt nur die-jenigen einjährigen Pflanzen, die sich nicht leicht verpflanzen lasten, wieRittersporn u. dgl. sogleich auf die Blumenbeete aussäet. . Die Hyacinthen-,Tulpen-, Ranunkel- und Anemonenbeete bepflanzt man mit 3 bis 4 ReihenSvmmerblumen gleich nach Herausnahme der Zwiebeln und Knollen, nach-dem zuvor die Beete umgegraben worden sind. Da es gut ist, mit demBoden für Hyacinthen und Tulpen jährlich zu wechseln, solche aber imOctvber gepflanzt werden müssen, so muß man dazu immer einige Beete,die allenfalls im Mai mit Sommerblumen bepflanzt und anfangs Septemberabgeräumt, mit reinem verrottetem Kuhmist gedüngt und gegraben werden,bereit halten. In allen Theilen des Blumengartens suche man aber durchNachsäen und Nachpflanzen die durchs Verblühen der Pflanzen entstehendenLücken wieder auszufüllen. Einige kreisrunde Beete kann man mit Päonien,Hortensien, Heliotrop oder Monatrosen bepflanzen und mit einem zierlichenund leichren Korbe von 1 bis F. Höhe umgeben. Der Eingang zumBlumengarten kann eine 10 F. weite, 16 bis 20 F. lange, 12 F. hoheLaube bilden, mit den schönsten Kletterpflanzen decorirt, worein man Bänke,Stühle und Tische stellen kann. Auf einem beschützten, halb beschattetenPlatze bereitet man die Kiesbeete zur Aufnahme der Glashauspflanzen wäh-rend des Sommers. Desgleichen bringt man daselbst oder an der Begren-zung des Gartens die Gestelle für solche Topfpflanzen an, die zärtlich sindund wenig Nässe vertragen, und zwar für Schattenpflanzen gegen Ost-Nord-Ost, für die andern gegen Ost-Südost gerichtet. Ueberhaupt schmücken ein-zelne Stellagen in Pyramldenformen u. dgl. zur Aufnahme der Topfgewächse,Orangeriebäume, Oleaster, Granaten u. dgl. einen Blumengarten sehr gutaus; häufig benutzt man sie aber auch zur Decorakion der Treppen oderder Fa^ade des Wohngebaudes, oder zur Deckung einzelner Mißstände. Jekleiner der Raum für Blumenpflanzung ist, eine desto sorgfältigere AuswahlMuß man mit den Zierblumen treffen. Man umgiebt den Blumengartenund selbst auch einzelne Beete zweckmäßig mit feinem Gitterwerk von Hol;mit Draht geheftet, das man weiß anstreicht. Liegt das Wohngebäude ineinem Lustgebüsche, so legt man statt des Blumengartens einige Blumen-körbe vor und in der Umgebung desselben an, und umzieht den Fuß desHauses mit einer Blumenrabatte; steht aber das Haus in einem kleinenGarten, der zugleich als Gemüsegarten dienen soll, so benutzt man dieRabatten der Hauptwege zur Blumenzucht. — C Gemüsegarten(Küchengarten). Wenn man in Rücksicht auf den Platz zur Anlegungeines Gemüsegartens freie Wahl hat, so wähle man einen nahe amWohnhause liegenden Platz, theils der Sicherheit wegen, theils, um dieGemüsepflanzen sogleich bei der Hand zu haben. Manche halten eine offeneLage gegen Mittag, Andere gegen Morgen für die zweckmäßigste. JedenfallssoU aber der Platz gegen kalte Nordwinde entweder durch Gebäude oder durchAnpflanzung hochstämmiger Bäume auf der Nord- und Nordostseite mög-lichst ^geschützt werden. Sonst müssen alle hochstämmigen Bäume aus demGemüsegarten entfernt bleiben, will man daher Obst im Gemüsegartenbauen, so darf dies nur an Spalieren und an Iwergbaumen, die man aufdie Rabatten setzt, geschehen. Waldungen in der Nähe des Gartens sindnachtheilig, indem sie theils viele der Vegetation schädliche Dünste bilden,