Gurkenkraut — Gyps.
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hak man die Pflanzen bei trockner Lust öfters mit lauwarmem Wasser znbesprengen und bei fortschreitendem Wachsthum die jungen Triebe der Pflan-zen an ein leichtes Gittcrwerk anzubinden, wobei man alle guten Blattersorgfältig schonen muß. Sobald sich die weiblichen Fruchtblüthen öffnen,müssen sie mit dem Pollen der weiblichen befruchtet werden. Da fernerdie Früchte der frühgctriebenen Gurken geneigt sind, sich nicht regelmäßigauszubilden, so muß man in diesem Falle um denjenigen Theil, welchereinige Mißbildungen wahrnehmen läßt, einen Faden Bast legen, wodurchdie gleichförmige Bildung der Früchte wieder hergestellt wird.. Zu AnfangNovembers legt man einige der stärksten Triebe der Gurkenpflanzen in kleineTöpfe ab, sie werden leicht Wurzeln schlagen und die Fruchtfolge für JanuarUnd Februar bilden. —.100 Theile frisch abgenommene, grüne, geschälteUnd von dem Samen befreite Gurken lassen bei völligem Austrocknen nur2,86 bis Sji Theil zurück, 100 Theile mit Samen 4 Theile. Die vonSamen befreiten Gurken enthalten eine Spur flüchtiges Oel, Chlorophyll,Eiweißstoff, gährungsfähigen Zucker, eine eigenthümliche, in Wasser undAlkohol lösliche, stickstoffhaltige Materie, Extractivstoff, Pflanzenfaser, Wasser,eine Spur Gallussäure, essigsaures, salzsaures und schwefelsaures Kali,Weinstein, phosphorsaucen Kalk. Die Samen der Gurke werden in derArznei benutzt, so wie man auch das frische Mark der Gurke zu kühlendenUmschlägen benutzt, und der daraus gepreßte Soft, auf flechtenartigeHautausschläge gestrichen, das Jucken und Brennen vermindert. Wegenchres großen Wassergehaltes sind die Gurken sehr wenig nährend, und ver-engen dabei einen gesunden, starken Magen, wenn sie gut vertragen wer-den sollen; sonst erregen sie Saure, Ausstößen, Blähungen u. s. w-, wogegenWan Pfeffer oder andere Gewürze beizufügen oder ein geistiges Getränk^>t zu genießen liebt. Gewöhnlicher Gurkensalat ist wegen der Zuthat vonEssig und Oel noch schwerer zu vertragen, als rohe Gurken; man hüte sich,Namentlich Bier dabei zu trinken. Man hält dafür, daß die verhältniß-^ößig langen und nicht zu dicken Gurken besser sind, als die kurzen und°>cken.
Gurkenkraut, s. Boretsch.
Gut, s. Landgut.
Gut bei Leib, nennt man das Wild jeder Art, wenn es nicht^ger ist. Gegenfalls sagt man: schlecht bei Leib oder auch schmal.
Gutedel, s. Weintraubenforten.
Gutsverwaltung , s. Administration,z Gyps, Gips, Gypshaloid, schwefelsaurer Kalk, besteht ausJ* Theilen Kalk, 46 Th. Schwefelsaure und 21 Th. Wasser; kommt in^hreren Abänderungen, theils ohne, theils mit Wasser, theils krystallisirt,hz d faserig, körnig u. s. w. vor. Bisweilen, jedoch bei weitem nicht sodie kohlensaure Kalk, tritt der Gyps als einfaches Gestein an
^ Oberfläche der Erde. Da er sich nicht selten in den jüngern Gebirgs-^.si>aiionen, auf welchen die zum Landbau dienenden Erdschichten oft un-3^ Cl ^ stc aufliegen, findet, so kann er auch leicht in die Gemengtheile derip, ^de selbst übergehn; unter gewissen Umständen kann er sich auch selbste” bttden, wenn z. B. leicht verwitternde Schwefelkiese und kohlen-sich e . c Ksük zugleich in ein Erdreich kommen; das Schwefeleisen verwandelt°chdm k‘ e f cn i Falle durch Absorption von Sauerstoff in schwefelsaures Eisen-' welches dann durch den kohlensauren Kalk zerlegt wird. Der Gvps
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