Hanrschopf — Haarseil.
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Messer, als die meisten andern Grasarten. Alles Vieh, und besonders dasRindvieh, frißt es grün und trocken sehr gern, weil es so zarte und zahl-reiche Blatter hat.
Harrrsrhopf (Lama), nennt man den Büschel langer Haare, wel-cher auf dem Hinterkopfe zwischen beiden Ohren an vielen Säugclhiercnsich befindet.
Haarseil, Eiterband, nennt man ein, unter die Haut zwischen dasZellgewebe und die Muskeln, oder auch durch andere Theile gezogenes Band,Welches ein bei vielen Krankheiten der Thiere unersetzliches Heilmittel ist,indem es einen freien Abfluß des Eiters gestattet, in vielen FällenFontanell vorgezogen werden muß. Das Haarseil hat theils eine rei-fende, erregende und ableitende, theils eine durch die herbeigeführte Eiterungfcrstörcnde Wirkung und verschafft überdies auf eine leichte Weise verschie-denen angesammelten Flüssigkeiten einen freien Abfluß. Es kommt daherThieren in Anwendung: a) als Ableitungsmittel: l) bei innernfd äußern Entzündungen, besonders wenn sie chronisch und rheumatischwid, z. B. im Anfange der Lungenseuche zur Seite der Brust; bei man-Mn Augenentzündungen, besonders der Monatsblindheit, auf dem Backen;«.'i chronischer Huflähme durch den Ballen; bei rheumatischer Bug- und"ikeuzlähme auf der Schulter oder dem Kreuze u. s. w. 2) Bei krankhaftenreichlichen Absonderungen, Geschwüren, als beim Augenschleimfluß,frahlkrebs u. s. w. — b) Als Erregungsm ittel: I) bei verschie-den, besonders nervösen Schwachczuständen einzelner Theile, z. B. Kreuz-^hme; 2) als Präservativmittel gegen mancherlei seuchenhafte Kränk-sten, als Brustseuche und Influenza der Pferde, Hundeseuche, Milzbrandr-s. w. — c) Als Beförderungsmittel des freien Abflusses cinge-Mvssener Flüssigkeiten, besonders des Eiters und Blutes, wie bei canal-^tmigrn, gewundenen, sackförmigen Wunden und Geschwüren, als Schuß-faden, Widerristfisteln u. s. w. — d) Als Zerstörungsmittel bei^härteten Geschwülsten, die wegen ihrer Lage und sonstigen Beschaffenheitausgerottet werden können, e) Als Hülfsmittel zur Heilung ver-?tgener eiternder Stellen und Geschwüre, indem man mittelst des Haar-seil ^zncien auf dieselben einwirken läßt. — Die zum Ziehen der Haar-fcj nöthigen Instrumente sind: ein Bistouri, eine gewöhnliche Haarseilnadel,f fta größere Thiere 12 bis 14 Z. lang, vorn mit einem mäßig stumpfen,z, Eiförmigen und ^ Z. breiten Blatte, an dem andern Ende mit einemf ( i» ^ u f nst ^ mc ^s Bandes gehörig großen Oehre und in der Mitte rundbj e n .* llu fj> bequem ist es, wenn das Instrument aus zwei Hälften besteht,tz ^ der Mitte zusammen geschraubt werden können, und endlich ein Stück^ am besten Tuchecke, das je nach der Größe des Haarseiles verschieden8, 10 Z..lang und 1 Z. breit und, wenn man die Enden deshzfi^ils nicht mit einander verbinden will, an dem einen Ende mit einemA Cn Knebel mittelst einiger Stiche gehörig fest versehen sein muß.df Operateur bildet an der Stelle, wo das Haarseil gezogen werden soll,der zu oberst zu machenden Oeffnung, mit einem Gehülfen»Itz feine Langenspalte der Haut und schneidet diese so weit quer durch,schff Band breit ist; hierauf faßt er mit der rechten Hand die Haar-ig be/f, ""f die gemachte Oeffnung und stößt sie unter der Haut,
^»b h C erachteten Richtung, indem er gleichzeitig mit der linken"i freien Wundrand abzieht, so weit fort, als die Länge des Haarsiils