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Haarwild — Habicht.
betrogen soll; alsdann drückt er mit der linken Hand die Nadel oben zurückund schneidet mit der rechten die Haut, welche durch das Spaltende bei''selben gespannt ist, durch und stößt die Nadel völlig heraus, worauf dasBand in das Lehr der letztem gezogen und in die neue Hohlwunde ein-gebracht wird, mittelst der durchgezogenen Nadel. Wenn das eine Endedes Bandes mit einem Knebel versehen war, so wird dies nun mit dein ■andern, an dem man das Band eingefädelt und durchgezogen hatte, eben'falls gemacht. In diesem Falle müssen die beiden Enden des Bandes 2bis 3 Z. langer, als die gemachte Wunde sein, damit das Haarseil leichlgezogen werden kann. Bedient man sich keiner Knebel, so werden die bei'den Enden des Bandes fest zufammengehängt, doch so lang gelassen, daßdas Haarseil sich ebenfalls leicht ziehen laßt. — Bei kleinen Thieren ver-fahrt man hierbei einfacher so: man bildet eine gehörig große Querfalte undstößt diese mittelst einer großen Heftnadel durch und zieht dann das Bandein. Bei schon vorhandenen Wunden oder Geschwüren hat man nur einsOeffnung an der abhängigsten Stelle zu machen, mittelst einer gcöhrten Trokac-nadel oder eines bloßen Bistouris, und durch das Band durchzuziehen.will man durch das Haarseil stark reizen, so wird auf das Band Terpen-tinöl mit oder ohne Eankharidentinctur getröpfelt, oder etwas reizendegestivsallle gestrichen, oder auch bei Rindern in der Lungenseuche ein Stü"Nießwurzel genaht. Für solche und ähnliche Fälle bedient man sich auchzu Bändern der Seidelbastrinde, frisch oder getrocknet und vorher in Esßßgeweicht, der Nießwurz selbst, der Wurzel des ährenförmigen Ehristophkrauts-auch wohl in gewöhnlichen Fällen der jungen Zweige des wolligen Schlißstrauchs. Sobald sich die Eiterung einstellt, wird das Haarseil täglich *bis 2 mal gezogen und mit lauem Wasser gut gereinigt. Sollte eineheftige, entzündliche Anschwellung eintreten, so werden warme Bähung^von einem Aufguß der zertheilenden- Kräuter gemacht und das Bandeinem milden Oele oder Fette bestrichen, oder dasselbe muß, wenndroht, auf einige Zeit ganz entfernt werden. Ist aber im Gegentheil ^dritten Tage noch keine entzündliche Anschwellung eingetreten, so muß ^Haarseil mit oben genannten reizenden Dingen verstärkt, geschärft werden- ^Man läßt das Haarseil nicht gern länger als 14 bis 21 Tage liegen,dem es leicht zu fistulösen Geschwüren Veranlassung giebt. Ist dieheit nach dieser Zeit noch nicht gehoben, so macht man lieber ein ncU^an einer andern Stelle. Immer muß man aber dafür sorgen, daßThiere sich nicht an dem Haarfeile reiben, noch dasselbe mit denfassen können; Pferde werden daher hoch und von dem Standbaum o.der Wand entfernt gebunden, oder das Haarseil wird mit einer Schbedeckt; Hunden legt man einen Maulkorb an.
Haarwild, nennt man alles eßbare vierläusige Wild. Die &aber werden, wenn sie eßbar sind, Federwild genannt. Mistole-
Haarzüge , nennt man die Züge in einer Büchse oderwenn sie so fein wie Pferdehaare sind. Gewehre der Art schießen c>strefflich^ und sehr weit; doch müsse» sie immer sehr rein gehalten werHaarzotten, sind Büschel von Haaren, die an den Fuße 'manchen Thieren auch an der Brust oder am Halse stehen. n jh>n
Hab Acht! ist der Zuspruch zum Hühnerhunde, wenn mbemerklich machen will, daß er vorsichtig sein soll. ,
Habicht, Hühnerhabicht, Taubenhabicht; s. 8 st ‘‘ '