Hadere»! — Häckselschneidemaschinen. 389
r>g und matt rechnet den Reinertrag des badenschen Morgen auf 3 Guldenchein. jährlich, und die einjährige landwirthschafkliche Benutzung II Gulden.Dieser Ertrag wird vornehmlich durch die Benutzung der Rinden zur Ger-berlohe so hoch. Im badenec Odenwalde werden die Hackwaldungen nach18 Jahren im April oder Mai abgetrieben und dann 2 Jahre besäet. Dieerste Bestellung geschieht mit gemeinem oder tartarischem Buchweizen, der,obgleich der Boden des Odenwaldes meistens sehr sandig ist, doch 3 bis 4 F.Höhe erlangt. Die zweite Ernte ist Winterroggen, der ebenfalls zu gera->hen pflegt.
Haderer , werden die kurzen, dicken Zähne im Oberkiefer eines Mil-ben Keilers genannt, woran derselbe die Gewehre oder Gewerfe wetzt.
Hadern , nennt man die Windhaufen beim Heumachcn in Baiern.
Hacker , Häckerling, s. Häcksel.
Häcksel, ist klein geschnittenes Stroh oder Heu, welches dem Vieh>Uit anderm Futter gemengt gegeben wird; auch wird mit dem Stroh zu-gleich grünes Futter geschnitten. Man beabsichtigt bei der Häckselfütterung,nächst dem nahrhaften Futter, welches nicht in so großer Menge verabreichtwerden kann, als daß sich das Vieh daran vollkommen satt fressen könnte,s>uch eine gehörige Quantität von Sättigungsmasse zu verabreichen, da sichlches Vieh, und besonders das Rindvieh, bei vollem Magen besser befindet.Da das Stroh nur wenig Nahrungstheile hat, so würde das Vieh von, bensselben nur wenig fressen, wenn derselbe nicht mit anderm Futter ge-I wengt würde. Am besten geschieht diese Mengung für Rindvieh und Schafewit saftigem Futter, namentlich den sogenannten Hackfrüchten; auch sagt esbem Rindvieh zu, wenn der Häcksel aufgebrüht wird, besonders, wenn inbem heißen Wasser, welches zum Brühen genommen wird, solche Gegen-wände mitgckocht werden, welche demselben einen angenehmen Geschmackökben, der sich auch dem Häcksel mittheilt. Das Rindvieh frißt von sol-älsm Mengfutter mehr, als wenn der Häcksel mit trocknem Futter verab-^'chl wird. Grünfutter ist nur als noch zu jung, ohne dem Vieh ohne^ffahc gegeben zu werden, oder wenn man solches, bei Mangel daran, zurÄssern Ausnutzung des Strohes, sehr eintheilen muß, zu Häcksel zu schnci-, weil das Vieh alles grüne Futter in dem natürlichen Zustande weit?ber frißt, als wenn solches von dem, durch die eisernen Schneidcwerkzeuge' c Häckselmaschine erzeugten, Saft zum Theil braun gefärbt erscheint. Manst »n zwar alle Arten Stroh zu Häcksel schneiden, doch ist das Lagerstrohbesten dazu, und zu Häcksel für die Pferde, wobei man auch wohl die.sberkehricht mit einzulegen pflegt, eignet sich nur dieses. Der Häcksel für^ Pferde und Schafe muß möglichst kurz sein und bedeutend kürzer alslc Körner, welche als Futter verabreicht werden; auch muß das dem Pferde^Sebene Häckselfuttcr angefeuchtet werden, und zwar um so mehr, wennjff ^ statt der Körner Schrot oder Kleien mit demselben füttert. Dasselbe. ^uch tzxj den Schafen nöthig. Für das Rindvieh wird der Häcksel län-geschnitten, doch ist zu langer nicht tauglich. Man rechnet für ein Pferdhf'ch f£, r ein Stück Rindvieh £ bis 1 preuß. Scheffel. Der Scheffel^''ck!-l vom Winterstroh wiegt 10, der vom Sommcrstroh 8 Pfd., vergl.tu bfutter.
ii 4 Häckselschneidemaschinen. Man theilt diese, in die gewöhn-
^""Häckselschneidemaschinen, auch Häckselbank, Häcksellade ge-" nt / und in die eigentlichen Häckselschneidemaschinen. Die erstem sind