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Häckselschneidemaschinen-
allgemein bekannt und verbreitet; es giebt davon größere und kleinere mitmancherlei Abänderungen in der Eonstruction. Man hat nehmlich die größernmit einer Gabel zum Forrschieben des Strohes, und die kleinern ohne Ga-bel, wo das Stroh nur mit der Hand fortgeschoben wird. Auf der kleine»wird weniger geleistet als auf der großen, welche das Stroh auf einem größer»Raume dem Schnitte darbietet und mit einem großen Messer versehen ist,aber auch eine stärkere Person zur Handhabung erfordert. Auf der kleinenvermag ein Mann zu feinem Häcksel täglich nur 10, zu gröberem 18bund LOpfündiges Stroh zu schneiden, auf der größern dagegen zu feinemHäcksel 16, zu gröberm 30 Gebund. Bon den großem Maschinen z»mHäckselschneiden giebt es mancherlei Arten, unter denen folgende die Haupt*sächlichsten sind: a) Die sogenannte englische Häcksclschneidema'schine, welche, da sie in der Eisengießerei zu Berlin gefertigt, auch dieBerliner heißt. Sie wird auch mit einigen Abänderungen auf dem HaM-mecwerke Morgenröthe in Sachsen gefertigt, ihr Preis ist 50 Thaler. Siehat 3 bis 4 Messer, welche auf zwei neben einander gehenden Scheibe»gleichsam wie auf einer Trommel, querüber in einer etwas schrägen Rieh"tung in der Art befestigt sind, daß sie sich vor dem Halse der Maschineumdrehen und durch einen schrägen Druck das Schneiden bewerkstellige»-Durch die zwei Scheiben, an welchen die Messer befestigt sind, oder dieTrommel, geht eine Welle mit einer Kurbel zum Drehen auf der eine'''und einem Schwungrade auf der andern Seite. Die Vorrichtung z»>"Fortschieben des Strohes besteht aus zwei, sich gleichmäßig drehenden, f»»*nelirten Walzen, wovon die eine ober-, die andere unterhalb des Str»'hes befindlich ist., und die beide durch Räderwerk von der oben bemerkte»Welle in Bewegung gesetzt werden. Die obere Walz» wird auch durch arl>gehängte schwerere und leichtere Gew'chte an die untere mehr oder wangepreßt. Als eine Vervollkommnung hat man auf dem Boden des' stens zum Fortschieben des Strohes ein Tuch ohne Ende, welches über z»'^sich drehende Walzen geht, wie bei den nachfolgenden angebracht. Es »'»dazu ein Mann zum Drehen der Messer und einer zum Einlegen des Sir^hes nöthig. Im Allgemeinen wirft man dieser Maschine vor, daß sie * ll fBewegung viel Kraft erfordere, ohne die Arbeit besonders zu fördern;der Schnitt überdies nicht rein sei, sondern unten ein beträchtlicher ® J1stehen bleibt, aus welchem Grunde auch die Messer bei starkem <S ir0 "außerordentlich angegriffen würden; ferner, daß das Fortschieben d.shes durch die kannelirlen Walzen nicht ganz gleichmäßig erfolge, indemwelche die Kanten der Walze an den Knoten treffen, mehrschoben werden, als diejenigen Halme, von denen die Walzen nur dieMche erfaßten. Daß endlich nur einerlei Häcksel auf dieser Maschine.4schnitten werden könne, da keine Vorrichtung vorhanden sei, durch ,das mehrere oder mindere Fortrücken des Strohes zu längerem oder kürzet'Häcksel bewerkstelligt werden könne. Diesen Uebelständen ist nun zwar, d»'das oben genannte Tuch ohne Ende auf dem Boden des Kastens, d»^eine Vorrichtung zum Stellen zu gröberem und feinerem Häcksel,aber dadurch abgeholfen worden, daß man auf der Trommel nur zweiangebracht hat, welche eine um so schrägere Richtung erhalten können, wos>sie mehr im Zuge, als durch den Druck schneiden, aber dessen ungeachtet (j
'hr doch Viele andere dergleichen Maschinen vor. Es sollen 2 Man»' ,,
He zu ihrem Gange erforderlich sind, nur 4mal so viel leisten als ein