Härnatin — Hänfling.
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^23^ Quadratklafter wiener Maß. Zu einer Hagerhufe gehören 1^ Trip-Pelhufe^oder 2 Landhufen oder 3 Pciesterhufen oder 4 Haken.
Hämatin (rolhfärbender Stoff des Blutes), unterscheidet sich vonFibrin, vom thierischen Faserstoff (s. d.) vorzüglich durch seine rothe Farbeund die Eigenschaft, auch im getrockneten Zustande seine Auflöslichkeit imWasser nicht zu verlieren, während der Faserstoff bei jeder Temperatur ge-rinnt. Wenn die Auslosung dieses Stoffes in Wasser in einer flachen Schaleeiner Hitze von 40 Gr. R. ausgesetzt wird, so wird sie schwarz, trocknet ohneGerinnung ein, laßt sich aber in kaltem Wasser wieder auflösen; durch Al-kohol und Acther verwandelt er sich in eine fette, wallrathartige Masse, inEssigsäure erweicht er sich und bildet eine schwarze Gallerte, welche mit lauemWasser eine röthlichbraune Auflösung giebt; kochendes Wasser wirkt auf ihn,Urie auf den Faserstoff, ein Theil löst sich in Wasser auf, und der übrigebleibt unaufgclöst in etwas zusammengezogenem Zustande zurück. DieserStoff zeichnet sich durch großem Eisengehalt vor andern thierischen Stoffen"us, wiewohl dieses nicht allein die Ursache seiner rothen Farbe zu seinscheint. .
Hände, nennen die Falkeniere die Beine oder Fange der zum Beizenabgerichteten oder abgetragenen Falken und Habichte.
Hänfling, gemeiner oder grauer Hänfling, Bluthänfling, Flachs-Unke Hanfig, Gschösle (Fringilla cannabina), ist ein beliebter, recht artigbezeichneter Stubenvogel, und das Männchen, welches aber erst im 3ten»sichre seine vollständige Farbe erhält, besonders schön von Gefieder. Er hat^ie Größe eines Feldsperlings, ist 6 Z. lang und 9 s Z. breit. Der Schna-ll ist blaugrau, der Augenstern braun und die Füße sind schwarz. Beidiesem Vogel ist die Farbe nach Verschiedenheit des Alters und der Jah-^szeit sehr verschieden. Das alte Männchen hat im Frühjahre und Som-mer einen hell blutrothen Vorderkopf, das Uebrige des Kopfes, der Hinter-es und die Halsseiten sind grau, der Mantel oder Rücken ist rostbraun,^ Schwung- und Steucrfedern haben weißliche Federränder, der weißlicheUnterkörper ist an der Oberbrust brennend blutrvlh. Die einjährigen Mann-en haben ein weniger schönes Noth, als die ältern und im Herbste undhinter ist das Roth matt und unter graue Federränder versteckt. In derGefangenschaft werden alle Hänflinge grau, wenn sie nicht der freien LuftAusgesetzt sind. Die grau- oder gelbbrüstigen Hänflingsmannchen sind aus-artete Vögel. Das Weibchen, welchem die Jungen ähneln, hat kein.ach an der Brust, sondern an ihr braune Streifen. Der Hänfling ist* ltl in Deutschland, so wie überhaupt in ganz Europa anzutreffender Strich-Mel, lebt in dem Gebüsche der Laub- und Nadelhölzer, der Feldraine und^tten, wandert oder streicht im Winter, ist ziemlich scheu und vorsichtig,?'ßt in der Freiheit Gras und ölige Sämereien, im Zimmer Sommecrüb-^ Und Mohn, legt des Jahres zweimal 4 bis 6 blaßbläuliche, roth undHochgesteckte Eier, die binnen 14 Tagen abwechselnd von Männchen undchfibchen ausgebrütet werden. Ihr Nest, welches sie in Büsche und dichte^scken bauen, besteht auswendig aus zarten Wurzeln, Grashalmen und“QS, oder, wenn es sein kann, aus lauter dürren Stengeln von Katzen-inwendig mit Wolle und Haaren ausgefüttert. Man fangt die«oc! auf dem Finkenherde (s. d.), indem man für sie einen Läufer undixivauf anbringt. Man kennt die Männchen schon in ihrer frühe-
^ugcnd an der braunern Rücken- und Flügclfacbe und dem mehrcrn