Hängkdvhlie» — Häriug.
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Wei? in Schwanz und Flügeln, nimmt nur diese aus dem Neste und läßtdie Weibchen liegen. Sie nehmen gleich in Milch eingeweichte Semmelmit Mohn vermischt aus einem Federkiele, und lernen bald selbst einge-quellten Rübsamen fressen, so wie sie überhaupt gleich zahm sind. Jungaufgezogen bekommen sie nie eine rothe Brust, lernen andere Vogelgesange,selbst den Finken- und Nachtlgallschlag, nachahmen, auch Worte sprechenund Lieder nachpfeisen, worin sie, bei gutem Unterricht, dem Gimpel wenignachstehen. Der natürliche Gesang des Männchens ist sehr angenehm, lautund flötenartig, besteht aus vielen an einander hängenden Strophen undist desto schöner, je öfter einige hell rauschende, dem Hahnengesckrei ähnliche,daher Krähen genannte, Töne darin vorkommen. Im Zimmer setzt mattdie Hänflinge entweder in Glockenbauer oder in 4eckige kleine Finkenbauer,in welchen letzter» sie noch besser singen. Man darf sie nicht zu stark füt-tern, weil sie sonst leicht im Fette ersticken; sie bedürfen hier weiter nichtsals ungequellten So.mmecrübsen; Hanf ist ihnen schädlich und Winterrüb-samen tödtlich. Auch an Hafergrütze, Canarien-, Mohn- und Leinsamenkann man sie gewöhnen. Salz lieben sie vorzüglich, und man kann ihnensolches, so wie etwas Grünes, mitunter geben, da es sie vor verschiedenenKrankheiten schützt. Ueber die Behandlung ihrer Krankheiten s. Singvö-
.gel. Im Zimmer lasten sie sich 10 bis 14 Jahre erhalten. Bei wildeingesangenen Vögeln muß man lange warten, ehe sie sich gewöhnen undsingen; doch thun sie dies dann sehr fleißig. Mit Canarienvögeln erzeugen st^selbst die alt gefangenen, Bastarde. Sie lasten sich auch zum Aus- u»dEinfliegen gewöhnen. Ihr Fleisch ist wohlschmeckend, doch nicht allzufund und besonders zur Leinzeit ölig.
Hängedohnen, s. Sprenkel.
Hängen , nennt man es, wenn Hunde, Wölfe und Füchse bei derBegattung an einander hangen.
Hättgenetz (Spmnengewebe), ist ein einfaches, ein längliches, recht'winkliges Viereck bildendes Netz mit Maschen im verschobenen Vierecke 5 ^Vogelfänge; durch die der obern Seiten geht ein Bindfaden, an desst''Ende sich kleine Holzkeilchen befinden. Diese steckt man, wenn das Ntsaufgestellt wird, so locker in Einschnitte, die in Baume oder Äulhen 6 !>macht sind, daß sie das Netz gerade tragen, es aber bei einem Stoß 9 c Ü fl1dasselbe loslassen; wenn nun ein Vogel durch dastelbc laufen will und daraUstößt, fällt es über ihn zusammen und fangt ihn. Unten ist es stetsPflöcken befestigt, damit er es nicht mitnehmen kann; zuweilen fällt caber auch ein, ohne den Vogel zu fangen. Daher ist ein StecknetzSteckgarn (f. tu) weit vorzüglicher und sicherer.
HättAeserß, wird der aus Hanf und Pferdehaaren gemachte ® £clgenannt, woran der Leirhund geführt wird.
HäNHcrvei'L , ist eine Verbindung von Balken, Streben, ® ,1l! ^Riegeln, wie sie bei Dächern, Böden, Brücken, angebracht wird, umteil freien Raum zu haben, die also von vbenher gehalten wird, nichtuntenker durch Streben oder Pfähle gestützt ist. . . fI ,
Hären, ist das Wechseln der Winter- und Sommerhaare beiThieren , _ besonders den Pferden. xte t
Häl'tNH, Hering (Clupea harengus), ein allgemein öeka ,buqfisch, der zu Anfange des Jahres das Polarmeec verläßt, um V ^tiis, wo sein Fang beginnt, an den schottischen Küsten ankommt, 0