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Hake«.
Balkcnpflügen der Stoppeln im Herbste als Vorbereitungsfurche zum Früh«jähre ist jedoch dieser Haken ganz besonders zu empfehlen, so wie er auchzur Saatfurche zu gebrauchen ist. In steinigem Boden, wo er auch an«gewendet wird, ist er fester gebaut, die Sohle starker'mit Eisen beschlagenund auch die Ohren, so wie das andere der Reibung sehr ausgesetzte Holz-werk ist mit eisernen Schienen und Blechen überzogen. Man gebrauchtauch diesen Haken stark gebaut zum Aufreißen des Neulandes, er hat dannaber keine Ohren, sondern anstatt dieser, da, wo diese hinten in der Sohledurch das Querholz aus einander gehalten werden, einen starken, quer durchgehenden eisernen Stift, welcher zum Zerreißen der durch den Haken auf-gerissenen Vodenstreifcn beiträgt. Um das Anlegen der Erde zwischen derSohle und den Ohren zu verhörten, und hierdurch den Gang dieses Hakenszu erleichtern, sind über den Ohren noch zwei besondere Slreichbreler auf-gesetzt, und ein solcher Haken wird ein Kasten haken genannt. — Dieverschiedenen andern Hakenarten unterscheiden sich mehr oder weniger voneinander und sind nach den stattfindenden Verhältnissen mehr oder wenigerpassend. Die o stpreußische Zoche ist ein dem Haken sehr ähnlichesAckecinstrument, es unterscheidet sich aber von diesem hauptsächlich dadurch,daß es vorn anstatt eines Schares zwei Spitzen, die nach hinten zu breitersind, hat, von denen die eine mit der Sohle gerade aus, die andere aberan der Seite der Sohle so angebracht ist, daß sie mit ihrer breiten Seitein die Hohe steht. Dieses Ackerwcrkzeug, welches an Ueberwindung desWiderstandes auf zähem Thonboden den deutschen Pflug um vieles über«trifft, und den fast zur Ziegclhärte vertrockneten Lehm mit einer Bespannungzerbricht, die unter diesen Umständen vielleicht mit keinem bis jetzt bekanntenPfluge hinreichen würde, ist besonders zur Zurichtung des bindigen Bodenszu empfehlen. Der kurländische Haken, so wie der Uefländische,die sichkvohl beide gleich sein mögen, hat ebenfalls zwei Spitzen und wirktim Boden mit seinem scheren- oder gabelartigen Eisen, welches vorwärtsgekrümmt, mit seinen zwei Spitzen in die Erde eingreift und solche auf«sängt. Vermittelst eines andern Eisens, welches an einem Stiele befestigtist, von der Form eines Pflugreutels, nur größer, wird die Erde wiederherabgeschoben. Dieser Reutet ist an seinem Stiele mit Stricken an diebeiden Gabeln fest gebunden, welche vom Hintern Theile des Instrumentesausgehen und zur Anspannung dienen, und zwar so, daß er in einer be-stimmten Richtung erhalten wird. Auf die richtige Handhabung dieses Rcrttelskommt es hauptsächlich an. Das Instrument muß, wenn es nicht zu ciesin den Boden eingreifen soll, hinten getragen werden. Seine Wirkung betder Zwischenfurche soll nicht unbedeutend sein, und es soll sich überhaui^dasselbe als ein brauchbares Ackerwerkzeug empfehlen. — Das Stelle»Hakens, damit er in der verlangten Tiefe fortgehe, verlangt eine gering^Aufmerksamkeit und Mühe, als das Stellen eines gewöhnlichen Pflugsda fast jeder Theil ain Haken zu diesem Zwecke gebraucht werden kann. ^Die wesentlichen Vortheilhaften Eigenschaften dieses Ackerinstruments si"^s) daß es sehr leicht zu construiren ist, und daher vom Ackerwirihe f*! 1 ’nörhigenfalls zusammengesetzt werden kann; b) es ist wohlfeiler anzruchafl'und zu erhalten als der Pflug; c) es beschafft das Unterbringen desbes Moders, des Composts, ja selbst des klaren, sehr verrotteten i<l 1ouf vortheilhaftere Weise als der Pflug, weil bei jenem eine vollkomni»Mischung dieser Dungstoffe mit der Ackerkrume stattfindet; >1) auf v