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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Haken.

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Innigst«, und unebensten Boden setzt der Haken selten aus, sondern arbeitet^8sr an steilen Höhen nach allen Richtungen, stürzt die Erde nach jederbeliebigen Seite und findet mit seiner Spitze überall gut den Weg zwischen^en Steinen hin. v) Gehakter Dreisch ist weit leichter im Frühjahre mürbeiu machen, als gepflügter, auch kann die Atmosphäre besser auf denselben^vn allen Seiten einwirken, t') Der Haken erfordert, zumal im gemergeltenAchtern Boden, weniger Zugkraft bei gleicher Tiefe, als der Pflug untersknselben Umständen, g) Unter den meisten Umständen wird der Haken^nen weit größer» Flächenraum als der Pflug umarbeiten. Bei langenSendungen und gleichbrciten Flachen gewinnt zwar der Pflug im Vergleich^>st dem Haken, theils weil es nicht nöthig ist, ihn so oft umzuwenden,^d theils auch schon aus der Ursache, weil die Thiere in'der Regel amMuge rascher gehen können; dagegen arbeitet der Haken bei kurzen und"'ilförmigen Ackerstücken dem Pfluge vorbei, b) Wenn auch weniger un-mittelbar, doch mittelbar, veranlaßt der Hakest eine stets schnellere undMere Krümelung und- Pulverung des Ackers, da die Egge in aufgehacktem^ande besser eingreift und die Soden zerkleinert; auch giebt der Haken inmeisten Fallen reineres Land als der Pflug, da er Quecken und Gräser^rausreißt, ohne sie bloß abzuschneiden; die Distel bedeckt er entweder oder^ht sie sammt der Pfahlwurzel aus. Erwiesene Mangel sind dagegen:

daß der gehakte Acker vom Zugvieh getreten wird und dies bei feuchterBeschaffenheit des Bodens auf lehmigem Felde feste Ballen zu Wege bringt, lf , wenn sie trocken geworden, und durch günstige Witterung nicht wiedergelöst werden, als Schollen in dem Acker verbleiben. Das Saatkorn mußllll f einem gehakten Acker, weil der Tritt des einen Zugthieres in die schonAckerte Krume fällt, stets ungleichmäßig fallen. Indessen fällt jener Nach-fW gänzlich weg, wenn man beim Gebrauch des Hakens mit einem Vor-M^gestell, letzterem nach den; jedesmaligen Umwenden stets eine solche Nich-^"g giebt, daß fortwährend ein Zugthier um das andere in der Furchekann; diesem Uebel kann man aber zum größten Theil dadurch ab-ästen, daß man den gehakten Acker vor der Aussaat mit langzinkigen'lernen Eggen voreggt. b) Das Umbrechen der Stoppeln wird der Haken? den meisten Fällen nur unvollkommen verrichten können; auch zum ein-^^ligen Untecackcrn grüner Saaten, als vegetabilischer Düngung taugt der?"ken ebenso wenig, als zur Unterbringung des frischen Düngers. Ueber-^>pt aber paßt der Haken in Ebenen nur zur oberflächlichen Lockerung,Ak aber zur Wendung des Bodens, und er paßt daher am besten auf. '*1 Sandboden, oder auf einen Acker, der früher schon durch den PflugWendet worden ist. Da die Ohren (Federn, Streichhölzer) den abgeschnitte-^ Erdstreisen nicht vollkommen herumwenden, so kann auch der cigent-^ Zweck des Pflügens mit dem Haken nicht erreicht werden. Ueberdies»^ngt er noch von Seiten des Führers mehr Kraftaufwand und einefenK Ctc Aufmerksamkeit aus die Arbeit, weil sein Gang unstät und schwan-ist. Um den Acker mit dem Haken gut und doch auch, ohne leere,"^)en zu lassen, zu pflügen, hat man die beiden Ohren an dem Haken^Senommcn und dafür ein schmales Streichbret angebracht,. das in die^'Mule eingehängt, und nach jedesmaligem Umwenden gestellt wird (Wende-Ä). Neuerlich hat man, namentlich in Mcckl-nburg, mehrere sinnreichesserungen dieses dortigen Hauptackerinstrumcnts vorgenommen. Man>^h den Pserdehaken mit einem Zughakcst, der an dem des Hakens so