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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Hnrbk Harke.

Die Höfebcsitzer überlassen gewöhnlich die Einerntung des Obstes und denVerkauf desselben Leuten, die sich lediglich damit beschäftigen, und welchesvdann mit dem Eigenthümer den Erlös theilen, diesem auch wohl ^ bestselben abgeben. Der Verkauf des Obstes, dessen Kultur hier so bedeutend ist,beschäftigt beinahe das ganze Jahr hindurch eine ansehnliche Menge Menschen,welche dasselbe in den Städten Hamburg, Alton», Lüneburg , Stade u. s-n>-herumtragen und nach weiter entlegenen Gegenden verschiffen. Die Altlan-der haben von Alters her Bedacht genommen, sowohl frün - als spätreife»^Obstsorten zu ziehen. Eine Sorte schwarzer Kirschen, Maikirsche genanntvon vorzüglicher Güte, wird in großer Menge gebaut und der Handel dceJahres damit eröffnet. Recht feines Tafelobst fehlt, indem ^die Aepfel »nBirnen meist mittelmäßig sind, und man scheint mehr auf Lorle» Bedachgenommen zu haben, welche sich auf weitem Schiffstransporten gut habreu. Der ehemalige große Obstabsatz nach England hat aufgehvrc z dagejh'sch.int sich ein vortheilhafler Markt dafür in Petersburg zu eröffnen. Se>l'dem der Obstbau sich mehr verbreitet, sind die Preise desselben im Alr-stLande und auch in den nächst gelegenen Orten, selbst in Hamburg, °>spöttlich. Mit dem Trocknen des Obstes befaßt man sich gewöhnlichinsoweit, als allenfalls zuni häuslichen Bedarf erforderlich ist. Die 5 "Ergänzung der Obstgärten nöthigen Stämme werden im Alten Lande sts^gezogen, indem man fremden Stammen kein rechtes Gedeihen zutraut ^Verkauf junger Stämme in entferntere Gegend ist für manchen Allla»ein Erwerbszweig geworden.

Harde, in Schleswig, die Verbindung mehrerer Dörfer oder Hos'die unter einem Unteramtmanne stehen.

Hären, so viel als schärfen, dängeln.

Httvle, Rechen, ein bekanntes Werkzeug, dessen man sich ^Gartenbau, bei der Landwirthschaft und beim Forstwesen bedient.Gartenbau hat man größere und kleinere Harken mit eisernen und ho>T^nen Zinken. Die mit eisernen Zinken werden zum Berechen des gegraben^Landes, zum Aufrechen der Gartengänge; so wie der Gänge zwischen,Beeten u. s. w. benutzt, und man hat sie, je nachdem es nöthig ist/ 9 r ljLoder kleiner. Die hölzernen Harken werden beim Gartenbau zum Ein"der Samen, Zufammenrechcn des Unkrauts u. s. w. gebraucht. AuchFeldbau hat man Harken mit eisernen und hölzernen Zinken. Die { ,i

werden zum Znsammenrcchen der Quecken, zum Berechen der aufgewdcsi ^Wasserfurchen u. s. w. gebraucht und sie haben zu diesem Behufeetwas nach dem Stiele zu gebogene Zinken. Die hölzernen Harken >0^zum Rechen des Heues, des Getreides u. s. w. gebraucht. Die P_ bt ,derselben müssen verhältnißmäßig dicht stehen und hinreichend langsonders aber ist es von Wichtigkeit, daß sie gehörig abgerundete « n&zu spitzige Zinken haben, so daß sie gehörig greifen und Alles genügst^ ^,,efassen, aber nicht in den Boden mit den Spitzen eindringen, wodnrw^,^.springende Bewegung entsteht, welche kein reines Zusammenrechen iAuch in der Scheune sind zum Ausrechen des Strohes aus dem .droschcnen Harken nöthig, dieselben haben aber längere Zinken undhen auch weiter von- einander. Doch bedient man sich auch hier i"harken der abgedroschenen Aehren, bei Roggen und Gerste vornechn ' ^ heüden Körnern, Harken mir kurzen und cngstehenden Zinken.

-- -.. - . kurzen und cngstehenden Zinken.

man auch noch große Harken zum Nachrechcn des Getreides aus be>