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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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498
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Harze».

nun in große, aus Dichter» inde gebildete, cylindrische ringförmiae Gefaßtgeschüttet, darin fest zusammengestampft, und so auf die Pechhütten gelie-fert. Ein iolcher Ring saßt 3 bis 4 Etr. Harz. Ebenso wird auch derFluß in ähnliche Rindenringe zusammengestampft und an die Kienrußhütte»verkauft. In manchen, besonders den wärmer» Gegenden von Frank-reich, befolgt man beim Lachten und Harzscharren eine etwas abgeänderteVerfahrungsweise. Alan nimmt nehmlich über dem Fuße des LtamM-"einen 3 Z. breiten und 6 bis 8 Z. langen Streifen Rinde mit der Zf}weg bis auf das Splintholz, und hebt dann mit einer krumm.» Axt nocheinen dünnen Span vom Splintholze heraus. Das Harz fangt danngleich zu laufen an, und man sieht es in durchsichtigen Tröpfchen durchdie Holzfasern hindurch schwitzen; es läuft dann weiter an der Rinde desBaumes herab und in eine am Fuße des Stammes zur Aufnahme be-stimmte Grube oder ein Gefäß. Fängt das Ablaufen des Harzes zu stocke»an, so erweitert man den gemachten Rindeneinschnitt nach oben zu, uunimmt eine neue dünne Lage vom holzigen Theile des Stammes weg'Dieses Verfahren wird in der Folge alle 2 bis 3 Wochen wiederholt, wo-durch dann der Einschnitt gegen Ende des Jahres eine Länge von 1 F»'erreicht. Man hält aber mit der Arbeit inne, sobald gegen den Herb!zu durch kältere Temperatur das Harz fest wird und der Abfluß nicht nw^gehörig von statten geht. In folgendem Frühjahre öffnet man aberWunde (Lacht) von Neuem, und in 5 bis 6 Jahren erreicht sie dann e>»Länge von 5 bis 6 F. Sobald die erste Lacht diese Höhe erreichtmacht man eine neue Lacht nahe zur Seite der erster» und parallel »Hderselben, so daß in der Folgezeit nach und nach rings um die Peripb^des Stammes eine Lacht nach der andern angelegt wird; bis zur Zeit, j®man die letzte Lacht anlegt, hat sich die zuerst angelegte schon wieder ^neu gebildeter Rinde überzogen, so daß hernach die vernarbte Stelle »Neuem gelachtet werden kann. Bei der Anlegung und Erneuerung ^Lachten muß man stets recht scharfe Werkzeuge gebrauchen, und icto* r i (nur sehr dünne Späne Holz aus der Lacht ausheben. In der Prove^legt man auf dem Boden der Grube, in welche das Harz abfließt, 11 ^eine kleinere Grube an, oder setzt ein kleines Gefäß ein, besten»ö»^oben mit dünnem Reisig belegt ist, das gleichsam ein Filtrum bildet, bU ^welches das vom Baume abfließende Harz hindurch und gereinigtGefäß läuft. Dieses geläuterte Harz kommt unter dem Namen 25in den Handel. Man rechnet im Durchschnitt vom Morgen g»l ,,standcnen 120 jährigen Holzes, von welchem ^ als Nutzholz ausgezo'^und also nicht zum Harzgewinn verwundet wird, in 4maligem Sch »'$also in 8 Jahren, eine» Ertrag von 2 bis 2^ Clr. Pech und et>o» ,gt20 bis 25 Psd. Kienruß. Im Badischen nimmt man im Durch!jährlich den Ertrag von 1 Fichte auf 10 Pfd. (£ Hoken) Harz an, u

net, wenn man dieselbe 60 Jahre harzt, -33 Hoken, erhält aber ^^071 Cubikfuß Holz weniger, als von einem nicht geharzten Baume. - ß,if)!man die Harznutzung verpachtet, so werden dem Pächter eing 8^^'" ^rstl-von Bäumen angeschlagen, und nach diesen, so wie nach der Große,den, der Pacht bestimmt. Uebrigens kann das Harzscharrennur in solchen Wäldern, wo das Holz gar keinen Werth hat, s° rU c ßf* 1 'lo8 betrieben werden, daß alles Holz ohne Ausnahme, und so^fclÄ es schadhaft zu werden anfängt, auf Harz benutzt wird. -5°*