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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Haselnußstrauch.

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jüglich solche, worin Laub- und Nadelholz von verschiedener Größe untereinander steht und viel Haselgesträuch befindlich ist. Im rauhen Klima fin-det man sie am zahlreichsten. Es sind Standvogel, die sich nicht weit vonihrem Geburtsorte entfernen. Ihre Nahrung besteht in Holzknospen, Blü-khenkätzchen, Vogelbeeren, Wachholdcrbeeren, Heidelbeeren, Würmern, JnsectenAmeiseneiern u. s. w. Auch verschlucken sie, wie alle hühnecartigen Vogel, kleineKieselsteinchen, und baden sich gern im Sande oder Staube. Die Balz-vder Begaltungszcit der Haselhühner fällt in den März und April; sie lockenstch dann durch ein ziemlich lautes Pfeifen oder Spissen zusammen und be-gatten sich auf der Erde. Nach der Balzzeit bereitet sich die Henne untereinem Strauche ein sehr kunstloses Nest, legt 8 bis 16 hell rostbraune,wit dunkleren Flecken besprengte Eier, und brütet dieselben binnen 3 Wochen"us. Die draunwolligen Jungen laufen alsbald mit der Mutter davon undbleiben bis zum Winter, oft auch bis zum Frühjahre, in einer Kette beiihr. Sie sind bis zum Herbste schon ausgewachsen. Den alten Hahn fin-bet man fast immer bei der Kette. Junge Haselhühner sind oft so dumm, daßMehrere auf einem Aste sitzen bleiben, wenn man eins davon herunter ge-gossen hat. Ob sich gleich das Haselhuhn stark'vermehren könnte, so ge-ichicht dies doch nicht, weil Füchse, Katzen, Marder, Wiesel und alle Raub-vogel die auf der Erde brütenden Hennen rauben, und die Jungen, so!""ge sie noch nicht beflogen sind, wegnehmen. Das Haselhuhn hat dasvorzüglichste Fleisch unter allem wilden Geflügel, vorzüglich delicat, wenn eshalb Wein, halb Weinessig gebeizt wird.

Haselittlststrauch , Haselstrauch, Haselstaude (6oi-)'Ius),sommergrünec Strauch der ersten Größe. Die Rinde der jungen Triebe![ grünbraun, mit weißen Punkten und blättrig, bei ganz jungen Trieben auch^»rig; an ältern Stämmen ist sie braungrau mit weißen Flecken. Diebwechstlnd sitzenden Blätter sind gewöhnlich 3 bis 4 A. lang und 2^ bis-e 3. breit, fast rund, am Grunde herzförmig, am obern Ende mit einer^rzen Spitze. Auf der untern Fläche sind sie mattgrün und mit kurzen Haa-r. c " besetzt, am Rande unregelmäßig gezähnt, und haben lanzettförmige Blattan-^be. Diese Holzart trägt männliche und weibliche Blüthen getrennt auf derselbenpflanze. Die bräunlichen, männlichen Kätzchen (Schäfchen) erscheinen schon^ Nachsommer, und die weibliche Blüthe, welche sehr klein und kaum be-erkbor ist, wird im folgenden Februar und März sichtbar. Sie ist in^/>len Knospen verschlossen, und es ragen zur Blüthezeit nur die carmoi-, weiblichen Geschlechtstheile und Narben aus der Knospe. Die^chte sind die allgemein bekannten Haselnüsse, die im September und^ reifen, und wohlschmeckende Kerne enthalten, die viel süßes Del ge-djj * Sollen sich die Haselnüsse gut halten, so müssen sie vollkommen reifd^nvmmen werden oder von selbst ausgefallen sein; unreif gesammelte wer«H^ü'sht ranzig und die Kerne trocknen auch zu stark ein. Die cntschälten»n I u ''geben durch Auspressen 60 Proc. oder noch mehr Ocl, welchesschmierig bleibt, sehrblaßgelb, geruchlos, von mildem Geschmack,ist, leicht mit Heller, klarer Farbe fast wie Mandelöl brennt undNüss" speisen gebraucht werden kann. Vor dem Pressen läßt man die'^öst .!?"^chlngen, die Kerne mit kochendem Wasser, in dem etwas Salzfcie übergießen, gießt aber dies gleich wieder ab, trocknet und darrt

f< ' Die meisten Haselnußsorten lassen sich unter folgende 3 Klas°.

"gen: .->) Eigentliche Haselnüsse, wozu alle die bei uns wild