5lO
Hasclniißstranöh.
wachsenden und die kleinen, diesen ähnlichen, fremden Sorten gehören;ü) Lamb erts nüsse, Lambarts oder Langbarcü-, B a rtnrisse, cha-rakterisiirl theils durch ihre langen, über die Nuß in schmalen Spitzen weitvorragenden, Hülsen, theils durch ihre längliche Form, dünne Schale undwohlschmeckenden süßen Kern; c) Zellernüsse, worunter dicgrößern, ed-lebn, rundlichen und eckigen Haselnußsorren, meist mit starker Schale begrif-fen sind. — Am besten wächst die Haselnuß in ihren meisten Arten, wennman sie, ihrer Natur nach, als Strauch wachsen läßt, wo sie dann aucham reichlichsten trägt. Man kann damit Wände und Mauern dicht beklei-den , auch andere Orte schön damit bedecken und sie zu Einfriedigungen ver-wenden. Zuweilen glückt es sie hochstämmig zu ziehen, wozu man dasReis in einer Höhe von 6 F. abschneidet, damit es dort Zweige treibt,und die Krone bildet. An der Krone schneidet man dann nachher die all-zu langen und herabhängenden Zweige etwas ab, und andere überflüssigenimmt man ganz weg. Um halbstämmige zu bilden, schneidet man dieReiser 2 F. über der Erde ab und läßt sie dann nahe an der Erde fächer-förmig ihre Zweige treiben. A. Eigentliehe Haselnüsse, a) Die ge-wöhnliche Haselnußstaude (Corylus avellana). Schon unter denden Wäldern wild wachsenden Haselnüssen giebt es viel, sich deutlich vo»einander unterscheidende Sorten. Manche sind sehr klein, Manche größer/einer Zellecnuß ähnlich; manche sind länglich, einer Lambertsnuß gleichend!manche kugelrund, manche scharf, manche stumpf zugespitzt. Einige ecsche"neu in ihrer Form sehr eben, andere uneben und eckig; etliche haben einesehr dünne, andere eine sehr harte und starke Schale. Einige schließen einensehr zarten, süßen, wohlschmeckenden, andere einen gröbern, minder schmack-haften Kern in sich. Etliche bedecken mit der äußern Hülse fast die ganzeNuß, andere sind fast ganz nackt und fallen leicht aus. Etliche Sort-Utragen sehr reichlich, andere sehr spärlich. Die gemeine Haselnußstaude >!eine schnellwüchsige Holzart. Obwohl, wie oben bemerkt, ihre Früchte ge-wöhnlich im September und Oktober reifen, so sind doch einige Sorten sch^'im August reif, weshalb sie Augustnüsse genannt werden. Sie steb^theils einzeln, theils zu zweien bis zu zehnen. Meist hängen sie anSpitzen oder an dem Obertheilc der Büsche. Die gewöhnliche Haselnußstsuckwächst wild fast in jedem Boden, am liebsten aber in einem tiefen, 5'^lich trocknen, humusreichen, auf einem luftigen, etwas schattigen Stande, ^her man sie in den Gärten gegen die Nord - oder Nordostscite setzt, zu>^da sie ein ziemlich rauhes Klima verträgt. Unsere gewöhnliche wildenußstaude ist noch einer großen Kultur und Verbesserung fähig, undwürde durch Anpflanzung derselben auf gut zubereitetem, gedüngtem 23° D ...
unstreitig weit vollkommuere, größere und schmackhaftere Früchte davoU
er-
halten können. Besondere angelegte Haselnußpflanzunqen müßten gut
re»-
tiren, zumal da die Büsche zugleich einen vortheilhasten Holzschlag j.
Sind die Büsche vieljährig und stark geworden, so daß sie anfangen ;
ger zu tragen, und oben kleine Zweige dürr werden, so muß man \ xt , ^ten an der Erde abhauen, wo sie dann durch neue, starke, schnell rvath!^Triebe in einigen Zähren wieder verjüngt und tragbar dastehen. f 3"°^,
muß man dann darauf achten, daß nicht zu viel Wurzelausläufer ^
wachsen. Am längsten erhalt man die Sträucher in'ihrer Güte,man im Herbste oder Frühlinge immer etwas frische Erde um die t ,
2pffl I»m)n ftl> »1t \\*rts Wttshrt sV/» T.£(Vt —— ®
$cln bringt und sie nicht zu viel wilde Schosse treiben läßt.