Hasennetz — Haspel.
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röthlich gefleckte Stengel mit vielen Nebenzweigen hat siederspallige, gezähnteBlätter und gelbe Blümchen zu 5 in der zusammengesetzten Blume. DiePflanze ist den Schafen ein angenehmes und gesundes Futter.
Haseunetz, Hasengarn, worin auch Füchse gefangen werdenkönnen, ist gewöhnlich 150 Schritte lang und 5 F. hoch. Es .stellt mitBusen 100 Schritte in die Länge und 3^ F. in die Höhe. Das Gemäschist von starkem Bindfaden, und mißt von einem Knoten zum andern 3 Z.Ober- und Untrckeine sind eine starke Federpose dick, und werden an dereinen Seite an einen 3 F. langen Haken, an der andern aber an einen16 Z. langen Heftel gebunden, damit beide Heftel beim Stellen sogleich beider Hand sind, und auch das Garn, auf dem Haken gedockt, bequem ge-tragen werden kann. Die zu einem solchen Netze gehörigen 10 Stellstäbemüssen von leichtem Holz und 44 F. lang sein, damit 6 Z. von oben dieStellkerben oder Kiemen für die Oberleine eingeschnitten werden können,und 6 Z. von dem Stäbe in die Erde kommen. Man findet fast in al-len Jagdzeughäusern jetzt noch Hasennetze, da sie vormals häufig gebrauchtwurden, als man im Schießen noch nicht sehr geübt war.
.Hasenohren , nennt man am Pferde Ohren, die schmal, lang,enge und in die Höhe stehend sind, und die Oeffnung stets nach einerSeite hintragen; die und wie man sie nicht liebt.
.Hasensprung, heißt 1) die Fahrte eines flüchtigen Hasen. 2) DerKnochen im untern theile des Vorberlaufes am Hasen, woraus oft Psei-fenraumer gemacht werden. 3) Das Zeichen, welches man am Ende einerBahn im Walde in einen Baum in Form einer Hasenfährte einhaut.
Haspel, Weife, Garnwinde, ist eine bekannte Maschine, mitwelcher man das gesponnene Garn zu Fäden von bestimmter Länge undin bestimmter Anzahl vertheilt, indem man dasselbe von Spulen und Spin-deln in Gebinde (Strähne) abwickelt, damit man dem Weber die nöthigeMenge Garn zu dieser oder jener Art Gewebe in die Hände geben könne.Der Hauptcheil des gemeinen Garnhaspels ist eine zwischen einem einfa-chen Fußgestclle laufende Welle, von welcher eine Anzahl (z. B. 8) gleichlange Arme oder Speichen herausgehen, deren äußeres Ende bei jedemArme, die glatte Auflage (Flügel) für das Garn enthält. Denkt man sichum alle diese Enden rings herum eine Kreislinie, wie hernach das hcrum-'gewickelte Garn sie darstellt, so hat man die Peripherie des Haspels. EineUmwickelung des Garns wird ein Faden (s. d.) genannt, welcher eine be-stimmte Lange haben muß; weshalb auch die Haspeln in der Regel durchobrigkeitliche Gesetze geaicht werden. Das Umdrehen deS Haspels geschiehtentweder an einer in der Welle befestigten Kurbel oder an einem an einerSpeiche des Haspels befestigten Griffe.' Beim Haspeln steckt man die mitGarn angefüllte Spule auf eine Spindel, knüpft das Ende des Fadensoben an einen Haspelflügel, und setzt diese in Umdrehung. Um in der An-zahl der Umdrehungen nicht irre zu werden, läßt man den Haspel durchfolgenden Mechanismus das Zählen selbst verrichten. Die Welle desselbenschält nehmlich an einem Ende ein, bloß aus Drahtstücken gebildetes, Ge-webe, welches in ein hölzernes Stirnrad eingreift; hat nun das Getriebe,Triebstöcke, das Rad 30 Zähne, so kommt das Getriebe 10mal herum,Ehrend das Rad einmal umgeht. Ist an der Achse des Rades wiederGetriebe von 3 Tciebstöcken befestigt, welches wieder in ein Stirnradott 30 Zahnen eingreift, so macht auch das zweite Getriebe 10 Umdre«'