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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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HauS.

nöthig machen können, und lasse lieber durch einen Bauverständigen unter»suchen, ob solche Veränderungen vorkommenden Falls leicht ausführbar seinwürden. Hinsichtlich der Gesundheit ist außer der Lage vornehmlich aufTrockenheit zu sehen (vergl. Feuchtigkeit). Besondere Aufmcrk-samkeit hat man noch auf die Feuerungen zu verwenden, in Betreff deSso lästigen Einrauchens. Gebäude, welche daran leiden, erkennt man, wennWände und Decken seit längerer Zeit nicht neu bekleidet sind, an dem ei-genthümlichen Geruch, der sich davon in den Wänden verhält, und an derEinschwärzung, die man, wenn sie auch gering ist, wohl von der Verun-reinigung durch Staub unterscheiden kann. Läßt sich auf solchem Wege nichtzur Ueberzeugung gelangen, so prüfe man hauptsächlich die Schornsteine (s.d.),da sich diese, einmal fehlerhaft angelegt, nicht immer verändern lassen. Dieübrigen Ursachen des Einrauchens, als Lage der Feuerheerde, Form der Rauch-fänge, fehlerhaft gebaute Oesen, lassen sich stets abstellen (s. Rauch). Endlichuntersuche man, ob nicht das Holzwerk des Gebäudes an Schwamm oder Wurm-fraß leide. Was die Instandhaltung eines Hauses insbesondere, so wie derlandwirthschaftlichen Gebäude überhaupt anbetrifft, so sind die wichtigsten Rück-sichten folgende: Man halte das Dach unausgesetzt im Auge, und lassehier die kleinste schadhafte Stelle sofort repariren- Einkehlungen und Dach-rinnen müssen häufig gereinigt, alte Ziegeldächer vom Moose befreit werden.Die Dachrinnen und überhaupt alles Blech an den Dächern lasse man öf-ters mit Oelfarbe neu anstreichen; dasselbe gilt von den Blitzableitern. DieDachluken und Luftzüge müssen bei Schlagregen und Schneegestöber verstopftwerden. Man unterlasse nicht/ alle Zimmer des Hauses, auch wenn sienicht bewohnt werden, von Zeit zu Zeit zu lüften. Auch hat man so vielals möglich das Feuchtwerden der Grundmauern zu verhüten; in letzterer Hin-sicht ist besonders auf die Traufen Rücksicht zu nehmen. Frei abtraufend«Dächer machen die Grundmauern nach und nach feucht; man suche die-daher möglicherweise durch angebrachte metallene Abfallrohre zu vermeiden.Hölzerne Abfallrohre sind wo möglich mit metallenen zu vertauschen. Em-pfehlenswerth ist die Anbringung von Trausplatten, d. h. steinernen Plat-ten, welche etwas schräg gelegt, das ablaufende oder anschlagende Regen-wasser von den Fundamenten ableiten. Wenn die Plinthe von Mauerstei-nen erbaut ist, und der Putz sich nicht daran halten will, so lasse manlieber Steinplatten oder sehr harte Ziegel vorblcnden. An den Umfassungs-mauern darf man durchaus keine Anhäufungen von Schutt, Kehricht, Ge-rölle u. s. w. leiden, da auch diese die Mauern schnell feucht machen. Vor-springende Gesimse, welche das Regenwasser durchlassen, schütze man, besondersauf der Wetterseite durch Abdeckung mit Blech oder durch fette Anstrich«(s.d.). Im Innern vermeide man unnöthiges, übermäßiges Heizen, wo-durch Tapeten, Deckenputz, Thüren, Meubles und Fußböden reißen können,auch wenn sie möglichst dauerhaft gearbeitet sind. In den Küchen hat mandafür zu sorgen, daß nicht durch Auslaufen der Ständer oder anderer Was-sergcfäße Fußboden und Balken verletzt werden. Der weiße Oelfarbenanstrichder Thüren, Fenster u. s. w. muß zuweilen mit schwachem Seifcnwassergereinigt werden, bevor Staub und Rauch sich zu fest eingesetzt haben. DasGlas der Fenster ist häufig zu putzen, feines Glas aber nicht zu waschen,sondern nur mit einem feuchten in Branntwein getauchten, Lappen zu rei-nigen, im Winter sind aber die innern sich ansetzenden Dünste öfters ab-zutrocknen. Fenster, die zu selten gereinigt werden, erblinden leicht. Dir