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Hunt.
mis (f- d.) Oarnnter liegt «in« schleimarlige kage, die Schleimhaut(Schleimneh), welche eigentlich nur die innerste, noch nicht verhärtete, inder Bildung begriffene/Lage der Oberhaut ist. unter der Schleimlnur end-lich der dickste und festeste Theil der Haut, Lederhaut genannt, welchermit Gesäßen und Nerven versehen ist und Empfindung besitzt. Als äußer«Fortsätze der Haut erscheinen die Haare, (s. d.) als innere die Haut-balge (s. d.). Durch alle diese Häute gehen die obigen Gefäße als sehrkurze, unten und oben offene, Rohr.chen hindurch. Die Ausfübrungsrechrcn,durch'welche der Schweiß hervorkommt, sind nicht ctUcn Geschlechtern derSäugethiere eigen, namentlich fehlen sie denen, die man blindgeborennennt, als: den Hunden, Katzen u. si w., so wie auch sltscn Schafen.Indessen geht bei ihnen doch auch eine fettige oder ölige Ausdünstung, bei er-stern kaum merklich, hervor, welche auf der Oberfläche der Oberhaut liegenbleibt und diese gegen die etwa nachtheiligcn Einwirkungen des Regens,Schnees und dgl. schützt, sich auch den Haaren mittheilt, und diesen dasglänzende Aussehen giebt, das bei recht gesunden und wohlgenährten Thierenso vorzüglich sich zeigt. Bei alt n Thierarten verliert sich jedoch die heftigeAusschwitzung, wenn der Körper in einen krankhaften Zustand verfällt, undzu welchem auch das durch Nahrungsmangel entstehende Magcrwerdcn zurechnen ist. Da nun im gesunden Zustande des Körpers fortwährend öligeMaterie nach der Oberfläche derselben hingetrieben und folglich auch dasGanze der Haut von dieser Materie durchdrungen wird, so verursacht dies,daß kein zu starkes Eindringen der atmosphärischen Wäfferigkeit stattfindenkann; dieses erfolgt aber sogleich, als die Fettigkeit anfängt zu mangeln; dieHaut wird dann gleichsam aufgeschwellt und die Oberhaut dadurch gehoben,weshalb denn auch das Deckhaar, das bei kurzhaarigen Thieren sehr glatt,von vorn nach hinten'sich streckt, emporgehoben, und dadurch ein Struppig-werden desselben erzeugt wird, welches, wenn es bei scheinbar gesunden undwohlgenährten Thieren sich findet, jederzeit das untrüglichste Zeichen eineseingetretenen KrankheitSzustandcs ist. Selbst aber auch wenn die Hautaus-dünstung nicht verstärkt ist, sieht man von der Hautobecfläche der Säuge-thiere und des Menschen, wenn man ein Vergrößerungsglas anwendet, ei-nen Dunst in Gestalt eines Wölkchens aufsteigen, von welchem man auchden Schatten an einer daneben stehenden weißen Wand erkennt. An kal-ten und glatten Körpern schlägt sich dieser Dunst in tropfbarer Gestalt nie-der, wie z. B. an polirtem Stahl oder an einem Spiegel. Gewöhnlichwird dieser Dunst gleich bei seinem Entstehen von der Atmosphäre aufge-löst, so daß er nicht sichtbar wird. — Zu den körperlichen Verschiedenhei-ten, durch welche unsere Haus - und Nutzthiere von den wilden oder imfreien Naturstande lebenden so vielfach abweichen, gehört auch die Stärkeoder Dicke der Haut; denn ebenso wie man bei einem und demselben Ge-schlechte mancherlei Arten oder Rassen findet, ebenso verschieden ist auchdie Beschaffenheit ihrer Haut. Alle Arten der Pferde, des Rindviehes undder Schafe, die zu den cdeln oder veredelten gerechnet werden, haben eineweit dünnere Haut, als man bei den gemeinen Arten findet. Dasselbe istauch der Fall bei den Haaren; denn je höher die Nasse in der Veredelungsteht, desto dünner ist die Haut und desto feiner ist das Haar. Auf den-jenigen Körpcrstellen, welche dem Auffallen und den Einwirkungen der Wit-terungsereignisse am stärksten ausgesetzt sind, ist die Haut am dicksten, wes-halb man dieselbe denn auf dem Rücken am stärksten, an den Seiten he»-