534 Hautmuskel — Hauungsplan.
meist bei dem Weibchen mit einem Legestachel (Giftstachel, Bohrstachcl) ver-sehen. In der Ruhe liegen die horizontalen Flügel bei diesen Jnsecten ge-kreuzt auf dem Rücken. Ihre sie durchlaufenden Adern lassen Zwischenräu-me, die man Zellen nennt. Ihre Füße haben 5 ungekheille Glieder. Essind dies ausschließlich Landthiere, welche theils von andern geraubten Thie-ren leben, theils Blumenhonig saugen. Diele leben, wie die Honigbienen,in ganzen Colonien bei einander, andere bloß paarweise und einzeln. Untererstern kann man dreierlei Abänderungen von Individuen unterscheiden, nehm-lich Männchen, fruchtbare Weibchen und kleine Weibchen mit un-entwickelten Geschlechtswerkzeugen; letztere nennt man, wie die Arbeitsbienen,gewöhnlich geschlechtslose; aber auch wohl Arbeiter, da diese.Klasse vonJnsecten es vorzüglich ist, welche den Aufbau der Zellen u. s. w., die Her-beischaffung des Futters, die Aufziehung der Jungen u. s. w. besorgt. Diefruchtbaren Weibchen der Hautflügler legen Eier, woraus sußlose Maden(Larven oder Raupen) kriechen, von denen einige Schmetterlingsraupen, an-dere Käferlarven gleichen. Ihr Kopf ist Hornart g, auch haben sie Ober-und Unterkiefer, eine Unterlippe, so wie am Munde ein besonderes Spinn-organ, womit sie sich bei ihrer Verpuppung eine Art von Gespinnst verfer-tigen. Bei vielen ist die Puppe weit mehr dem vollkommnen, geflügeltenJnsecte ähnlich, als dies z. B. bei Schmetterlingen der Fall zu sein pflegt.— Die zu dieser Ordnung gehörigen Familien sind: s) Schlupfwespen(Ichneumons); b)Bienen (Äpes); c) 2Be Spen (Vespae); d) Sand-oder Grabwespen — Aftcrwcspen — (Fossorcs, Spheges); e) Amei-sen (Formicae); f) Blatkwespcn (Teulhredinclae); g)Holzwespen(Sirices), s. diese Artikel.
Hautmuskel, liegt bei den Säugethieren unter der Lederhaut (s.Haut), und ist ein Muskel, dessen Fasern durch Bildungsstoff mit derHaut vereinigt sind. Durch diesen Muskel, von dem in dem Menschennur schwache Spuren übrig sind, kann das Thier seine Haut in allen Rich-tungen bewegen. Er bietet in verschiedenen Gattungen bedeutende Ver-schiedenheiten dar; besonders sind die Hintern Stücke (man theilt ihn in4 Stücke) in manchen Säugethieren wenig entwickelt. In den kriechenden,schwimmenden und fliegenden Säugethieren ist er besonders entwickelt, ganzbesonders in den sich rollenden, wie im Igel; in den mit Stacheln verse-henen, Igel, Stachelschwein u. s. w., setzen sich Muskelfasern in die Sta-cheln ^fort, die dadurch einzeln bewegt werden können.
Hautschmiere, ist von der eigentlichen Ausdünstungsmaterie (s.Haut) verschieden, und wird von den Hautbälgen (s. d.) abgesondert, wieder Fettschweiß der Schafe. Von den Absonderungen der Hautbalge desMenschen ist nur das Ohrenschmalz genauer bekannt.
Hauungsplan. Wenn die Taxation eines Forstes beendigt, unddadurch der künftige Betrieb desselben bestimmt ist, so werden. aus demTaxationsregister alle Lagen und Abtheilungen ausgezogen, die in jeder Pe-riode theils verjüngt, theils durchforstet werden sollen. Einen solchen Aus-zug oder Extcact nennt man den generellen Hauungsplan. In derFolge werden aus diesem Plane diejenigen Hauungen jährlich ausgewäblt,die dermalen am nöthigsten vorgenommen werden müssen; daraus entstehtdann der jährliche specielle Hauungsplan. Ist eine Verjüngung oderDurchforstung vollzogen, so wird dies im generellen Hauungsplane bemerkt.Dadurch erhält man eine concentrirtc Uebersicht von dem, was noch geschehen