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Hopfen-
läsen in England, aber erst seit dem I7ten ist der Hopfenbau zur Voll-kommenheit gekommen. Gegenwärtig sind in Europa die wichtigsten Ho-pfenbauer die Engländer, Holländer, Böhmen, Baiern undB ra u n sch w e ig er. In England allein werden mehr als 50,000 Ackermit Hopfen bebaut, und es liefert der englische Acker, sorgfältig bearbeitet,gedüngt und gereinigt, in der Regel 30 Pfd. Sterling, also gegen 200Thaler pccuß. — Boden und Klima. Jeder Boocn, der nicht gera-dezu Sandboden oder strenger Thonboden, reich, nicht sauer, nicht naß,aber tiefgründig, wohl culrivirt, gehörig gedüngt und tief gerührt ist, sagtdem Hopfen zu. Ein Antheil von Kalk oder Mergel ist dem Gedeihendes Hopfens zuträglich, wenn jedoch der Boden steinig ist, so sagt ihmdies nicht zu, weil die Ausbreitung der Wurzeln gehindert wird. Nasseund Saure sagen dem Hopfen durchaus nicht zu, und immer ist es er-wünscht, wenn der Boden eine etwas nach Mittag abhängige Lage hat,woher denn Weinberge, die nicht zu steil sind, und einen geeigneten Bo-den haben, für den Hopfen sehr passend sind. Stellen, welche der Ueber-schwemmung ausgesetzt sind, taugen durchaus nicht zum Hopfenbau. Eineschattige Lage, so wie eine solche, wo die Hopfenpflanzung der Einwir-kung der scharfen Ost- und Nordwinde ausgesetzt ist, ist dem Hopfendurchaus nachtheilig, und ebenso die Nahe von Landstraßen, welche starkbefahren werden, wegen des Staubes, und die Nähe von Sümpfen, Tei-chen, stehendem Wasser, Weiden-, Erlen- und Pappelpflanzungen, dadieselben zu Krankheiten der Pflanzen Veranlassung geben. Die Nachbar-schaft eines schnell fließenden Flusses ist jedoch nicht nachtheilig, indemdadurch die Luft gereinigt wird. Ueberhaupt darf man den Hopfen durch-aus nicht in solchen Lagen bauen, die den erforderlichen Luftzug nicht ge-statten, weil er dann den Krankheiten zu sehr unterliegt; die Lage aufBergen, welche dem Luftzüge und der Warme zu sehr ausgesetzt sind,taugt dagegen auch nicht. Einiger Schutz vor dem Westwinde ist eben-falls und zwar deshalb wünschenswerth, weil von dorther zu jeder Jah-reszeit die stärksten Stürme kommen, und diese dann, wenn der Hopfenbereits an den Stangen herausgewachsen ist, durch das Umreißen derselben.Schaden verursachen. Jedes Klima', welches den Weinbau begünstigt, istzwar auch dem Hopfen zuträglich, doch gedeihet er auch im nördlichern,und man kann annehmen, daß da, wo sich wilder Hopfen findet, undwo die Obstbaume ein gutes Gedeihen haben, auch der Hopfen bei an-gemessener Kultur gut fortkommt. Düngung. Der Hopfen ver-trägt nicht nur eine starke Düngung, sondern sein Ertrag ist im Durch-schnitt von der Stärke derselben abhängig. Hauptsächlich muß man beider Anlage einer Hopfenplantage stark düngen, wiewohl man auch hierbeiEinrichtungen treffen kann, daß man auch mit weniger Mist auskommt.Die verschiedenen Mistarten muß man nach der Verschiedenheit des Bo-dens anwenden. Gewöhnlich und am meisten verwendet man dazu kurzen,abgefaulten, kräftigen Rindsmist, der auch in leichtem Boden für diesenZweck geeignet und von bester Wirkung ist. Auch der Schweinemist wirdhier und da, namentlich für hitzigen und sandigen Boden, empföhlen,und soll den Mehl- und Honigthau nicht so leicht aufkommen lassen.Bei der ersten Anlage kann man mit Nutzen Abtcittsdünger mit demRinds - oder Schweinemist vermischen. Auch der Compost bringt in leich-