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4 (1839) Vierter Band. Gab-Hyp / bearbeitet von einem Vereine von Landwirthen und Gelehrten, herausgegeben von F. Kirchhof
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Hopse».

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tem Boden gute Wirkung hervor. In gebundenem Boden passen Pferde-und Schafmist besser, so wie man in diesem Boden auch weniger leichtverwesliche Substanzen, die denselben locker erhalten, als Gerberlohe, Säge-spane, Tannennadeln u. s. w., anwendet. Besonders werden unter diesen Um-standen Lumpen empfohlen, welche auf die Güte des Hopfens eine beson-ders günstige Wirkung äußern sollen. Bei hinlänglichem Mistvorrath istes angemessen, dem leichten Boden eine starke Düngung vor der erstenBearbeitungsfurche zu geben, und diese so tief als möglich unterzubringen,so daß er durch die nachfolgende Bearbeitung nicht wieder herausgebrachtwird. Vor der letzten Bearbcikungsfurche wird noch einmal gedüngt undder Mist zu der gewöhnlichen Tiefe untergebracht. Im mehr gebundenenBoden grabt man Gräben von 3 F. Breite, bringt in den Untergrundeine starke Schicht Mist, darauf F. Erde, dann wieder eine SchichtMist und 1 F. Erde, und giebt zuletzt noch eine Düngung obenauf,die man zur gewöhnlichen Tiefe unterbringt. Die Mist- und die Erd-schichten müssen gehörig festgetreten werden. So gräbt man Graben umGraben in der Richtung, wie die Hopfenreihen kommen sollen, auf denganzen Fleck, welcher mit Hopfen bepflanzt werden soll. In einem mehrbindigen Boden kann man ebenso verfahren; um aber einen solchen Bo-den für den Hopsen um so geeigneter zu machen, bringt man zwischenjede Mistschicht eine Lage Gcrberlohe, Sägespäne oder Sand, und hatman Kalk oder Mergel, so kann man die Erdschicht auch mit diesen durch-mengen. Kann man aber nur eine mittelmäßige Menge Mist zum Ho-psen verwenden, so ist ausfolgende Weise zu verfahren. Man bezeichnetaus dem gehörig zugerichteten Acker die Stellen, wo die Setzlinge gelegtwerden sollen, macht da, wo sie hinkommen sollen, ein 3 Fuß tiefes und2 Fuß im Quadrat haltendes Loch. In den Untergrund bringt man eineSchicht Mist auf diese Erde und so fort, bis das ganze Loch vollgefülltist, wobei Mist- und Erdschichten gehörig festgetreten werden müssen. Da-durch wird der Mist mehr um die Wurzeln herum concentrirt, und dererzeugte Hopfen wird um so besser, wenn sich auch die Wurzeln weiterverbreiten, als der Boden mit Mist geschwängert ist. Hat man endlichaber nur wenig Mist, so bringt man nur eine Schicht desselben in die ge-machte Grube, und obenauf eine Schicht von Eomposterde, in welcheman die Setzlinge legt. Zu einer starken Düngung rechnet man 30, zueiner mittlern 20, zu einer schwachen 15 Fuhren auf den magdeb. Mor-gen, bei der Anlage einer Hopfenpflanzung; später 4 bis 8 Fuhren jähr-lich. Ein gut gefaulter, mit vielen vegetabilischen Theilen durchmeugterEompost ist eine dem Hopfen sehr angemessene Düngung, wenn auch dieMistdüngung dabei nicht ganz entbehrlich werden sollte. Es ist aber über-haupt sehr irrig, daß der Anbau des edelsten Hopfens zu seinem Gedeihenbesonders des Düngers der thierischen Excremente bedarf. Auch dem Ho-pfen ist die grüne und die mineralische Düngung im Wechsel mit zer-hackten wollenen oder Lumpen von Leinwand, altem Leder, Klauen undHornspänen viel wohlthätiger als frischer Mistdünger. Indessen empfiehltsich in einem natürlich kalten Boden heißer Dünger, aber erst nachdem erNachhaltig abgewässert und durch Kalk u. s. w. mürbe geworden ist, taugter zum Hopsenboden; auch vermehren die Mistarten der Thiere mehr dieBlätter als die Frucht. In England el/ährt auch der Hopfen oft eine